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Pressemitteilung

„Hauptsache, der Patient lebt“

Köthen

HELIOS-KLINIK: Am Tag der Wiederbelebung lernen und üben Interessierte, wie sie Menschen retten können.

Mitteldeutsche Zeitung Köthener Zeitung, 18.10.2019, SYLKE HERMANN, S. 11

KÖTHEN/MZ Olaf Schubert und Kaya Yanar machen an diesem Nachmittag in Köthen einen richtig guten Job. Sie retten leben. Und zeigen in kurzen Werbefilmsequenzen, wie man’s richtig macht – oder tunlichst vermeiden sollte. Das Publikum schmunzelt, lacht. Die Komiker sind unterhaltsam, witzig, augenzwinkernd. Ihr Thema: Erste Hilfe.

Es ist auch Detlef Grimmers Thema. Seit September ist er in Köthen und Leitender Oberarzt in der Anästhesie. Am Mittwoch steht er im Foyer der Helios–Klinik, um Lebensretter zu finden. Ein Herzstillstand käme „vollkommen unerwartet und wie aus heiterem Himmel“, betont er. An diesem Tag, am Tag der Wiederbelebung gehe es darum, die Menschen für Erste Hilfe zu sensibilisieren. Ihnen vor allem eines begreiflich zu machen, wie Detlef Grimmer immer wieder sagt: „Das Schlimmste, was sie tun können, ist nichts zu tun.“

Isabel Gärtner lässt sich das nicht zweimal sagen. Die junge Frau ist 16 und mit ihrer Berufsschulklasse hier. Sie will Ergotherapeutin werden. Zu helfen, sei für sie selbstverständlich. Und so lässt sie sich nicht zweimal bitten, nimmt ihre Position an einer der vielen Übungspuppen auf dem Fußboden im Klinikfoyer ein und beginnt mit der Herzdruckmassage. Detlef Grimmer ist da und hilft, indem er ihr erklärt, sie müsse noch fester drücken – und auf keinen Fall aufhören. 100 Mal pro Minute sind empfohlen, solange, bis Hilfe da ist. Und fünf, besser noch sechs Zentimeter tief in den Brustkorb drücken, „bis es knackt“. Es knackt. Das Geräusch ist furchtbar. Wenn bei der Herzdruckmassage eine Rippe breche, sei das nicht tragisch – „Hauptsache, der Patient lebt“, hören die Schüler von Detlef Grimmer. Die Angst davor, etwas falsch zu machen, sei ein oft genanntes Argument von Menschen, die nicht helfen. Oder aber die Angst vor Konsequenzen, die Angst, aufgrund eines Fehlers zur Rechenschaft gezogen zu werden. Detlef Grimmer redet gegen diese Angst an. Einmal abgestorbene Nervenzellen seien nicht wieder reparabel. Deshalb sollte niemand zögern zu helfen.

„Ehrlich gesagt, fand ich das jetzt nicht so schwierig, wie ich gedacht hätte“, erzählt die 20-jährige Eva-Maria Schmidt. Auch sie gehört zur Berufsschulklasse und hat es eigentlich eilig. In wenigen Minuten würde ihr Bus fahren. Doch die Herzdruckmassage, die will sie auf jeden Fall noch ausprobieren. Anders als Isabel Gärtner, die erst vor kurzem ihren Führerschein gemacht hat und sich von daher noch ziemlich gut mit dem Thema Erste Hilfe vertraut fühlt, kann Eva-Maria Schmidt hier nicht mitreden. Sie habe noch keinen Führerschein. Aber das Gefühl, jetzt, nach diesem Tag der Wiederbelegung etwas sicherer zu sein. „Ich glaube schon“, sagt sie, „dass man etwas tun kann.“

„Das Schlimmste, was sie tun können, ist nichts zu tun.“

Dr. Detlef Grimmer

Anästhesist Helios Klinik Köthen

Im Rettungswagen testen Assistenzärz

Johanna Lässing

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Die Helios Klinik Köthen ist ein Akademisches Lehrkrankenhaus der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Die Klinik hat ein zertifiziertes Traumazentrum und ein zertifiziertes Endo-Prothetik-Zentrum. In der modernen Geburtsabteilung kommen jedes Jahr rund 450 Kinder zur Welt. Über 400 Mitarbeiter versorgen jährlich 11.000 stationäre und ca. 13.000 ambulante Patienten.

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien. Rund 19 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2018 erzielte das Unternehmen in beiden Ländern einen Gesamtumsatz von 9 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 86 Kliniken, 126 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und 10 Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,3 Millionen Patienten behandelt, davon 4,1 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 66.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von rund 6 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 47 Kliniken, 57 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 13,3 Millionen Patienten behandelt, davon 12,9 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt rund 34.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von rund 3 Milliarden Euro. Helios Deutschland und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.