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Knieprothese: Kunstgelenk gegen Schmerzen

Knieprothese: Kunstgelenk gegen Schmerzen

Wenn die Funktion des Kniegelenkes im Alter nachlässt oder nach speziellen Erkrankungen oder Unfällen Schmerzen bereitet, kann ein künstlicher Gelenkersatz eine Alternative sein. Wir sind auf das Einsetzen der sogenannten „Endoprothesen“ spezialisiert.

Das Knie besteht aus folgenden Knochen: dem körperfernen Anteil des Femur (Oberschenkelknochen), der körpernahen Tibia (Schienbein) und der Patella (Kniescheibe).

Fortgeschrittene Schäden am Gelenkknorpel, etwa durch Verschleiß (Arthrose) oder  Verletzungen, verursachen starke Schmerzen und schränken Beweglichkeit sowie Lebensqualität von Betroffenen stark ein.

  • Altersbedingter Gelenkverschleiß „primäre Arthrose“
  • Gelenkverschleiß mit spezieller Ursache „sekundäre Arthrose“ z. B. Rheumatische Erkrankungen (z.B. rheumatoide Arthritis)
  • Achsfehlstellungen (O-Bein, X-Bein)
  • Spätfolgen nach Knochenbrüchen, Band- oder Meniskusverletzungen
  • Spätfolgen nach Infektionen des Kniegelenkes
  • Spätfolgen von lokalen Durchblutungsstörungen (Nekrosen, Osteochondrosis dissecans)

Lassen sich die Schmerzen durch konservative Behandlungen wie Physiotherapie und Medikamente nicht mehr lindern, kann alternativ die Funktion durch das Einsetzen (Implantation) eines künstlichen Kniegelenks verbessert werden. Bei dem chirurgischen Eingriff werden beschädigter Knorpel und Knochen aus dem Kniegelenk entfernt und durch künstliche Komponenten ersetzt.

Wir nehmen bei uns auch Wechseloperationen vor, wenn Endoprothesen teilweise oder komplett wegen Lockerung getauscht werden müssen. Wechseloperationen sind aufwändiger, da bei der Implantation bereits Knochenteile zum Einbringen der Prothese entfernt wurden. Darum werden bei der Wechseloperation oft größere Implantate (Revisionsimplantate) verwendet, um die knöchernen Defekte zu überbrücken.

Bei der Implantation eines künstlichen Gelenkes verbleiben Sie etwa acht bis zehn Tage in unserer Klinik.

Die Rehabilitation beginnt sofort nach der Operation. Bei normalem Verlauf können Sie das Krankenbett bereits am Tag nach der Operation verlassen. Unter krankengymnastischer Begleitung lernen Sie in den nächsten Tagen, wie Sie mithilfe von Gehhilfen laufen und wie Sie Ihr Gelenk schonen und stabilisieren.

Nach Ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus beginnt die Anschlussbehandlung in einer speziell ausgestatteten Reha-Einrichtung. Die Rehabilitation dauert etwa drei Wochen und kann ambulant oder stationär erfolgen.