Anästhesie

Fragen und Antworten zur Anästhesie

Fragen und Antworten zur Anästhesie

Sie haben noch Fragen zu einem Anästhesieverfahren oder zu unserer Anästhesie? Hier finden Sie alles auf einen Blick.

Ihr Magen soll zum Narkosebeginn leer sein, damit kein Mageninhalt während einer Narkose in Ihre Luftröhre fließt. Klare Flüssigkeiten (siehe unten) sowie Medikamente, die Sie dauerhaft einnehmen, sollen Sie weiter zu sich nehmen. Die genauen Abläufe werden mit Ihnen im Vorgespräch geklärt.

Generell sollen Sie zur direkten Vorbereitung auf Ihren Eingriff auf der Station oder in der Tagesklinik weiter klare Flüssigkeiten trinken. Spätestens ab dem Transport in den OP-Bereich dürfen Sie nichts mehr zu sich nehmen.

Was sind klare Flüssigkeiten? z. Bsp.:

  • Tee, Kaffee
  • Mineralwasser (mit und ohne Sprudel)
  • Apfelsaft

Was sind keine klaren Flüssigkeiten ? z. Bsp.:

  • Milch, Kakao
  • Orangensaft, Multivitaminsaft, alle Säfte mit Fruchtfleisch
  • Proteindrinks
  • Smoothies

Wachheitsphasen während einer Narkose kommen äußerst selten vor. Lediglich bei 0,1 bis 0,2 Prozent aller Fälle ist so etwas bekannt. Bitte informieren Sie den Arzt beim Anästhesieaufklärungsgespräch, wenn Sie so eine Situation schon einmal erlebt haben sollten!

Anhand der Pupillengröße und Blutdruck- bzw. Pulswerten bewerten wir die Narkosetiefe und können so die Medikamente entsprechend dosieren. In speziellen Fällen werden auch die Hirnströme zur intensivierten Narkosetiefeneinschätzung gemessen.

Die meisten Patienten haben nach dem Aufwachen aus einer Narkose kaum Beschwerden. Wenn es Beschwerden gibt, sind dies häufig Übelkeit oder Zittern. Diese können im Aufwachraum, in dem sich alle Patienten nach einer Operation zunächst befinden, jedoch sofort behandelt werden. Eine nützliche prophylaktische Maßnahme ist die Anwendung von Wärmedecken in den Vorbereitungsräumen. Die Pflegekräfte werden Ihnen diese Wärmedecken vor dem Eingriff anbieten (Prewarming). Bitte nutzen Sie diese Möglichkeiten.

Sollte ein Beatmungsschlauch eingesetzt worden sein, der Ihre Atmung während der Narkose unterstützt, kann es in einigen Fällen zu einer vorübergehenden Heiserkeit kommen. Diese klingt nach ein bis zwei Tagen wieder ab.

Noch im Vorgespräch klären wir die Beschaffenheit Ihrer Zähne ab und legen fest, was getan werden muss, um eine sichere Narkose bei Ihnen durchführen zu können. Je nach der Festigkeit des Prothesensitzes soll dann die Zahnprothetik kurz vor Narkosebeginn herausgenommen werden oder im Mund verbleiben.

Wir möchten Ihnen sowohl vor der Operation, als auch im Aufwachraum nach der Operation die Möglichkeit geben, mit uns zu kommunizieren und sich zu orientieren. Deshalb nehmen Sie bitte Ihre Hilfsmittel, wie Brille und Hörgerät mit in den OP-Bereich. Bei Bedarf werden wir diese gemeinsam kurz vor Anästhesiebeginn vom Körper entfernen und in einem speziellen Behältnis bis zum Anästhesieende verwahren.

Die im Mund befindliche Zahnprothese brauchen Sie zum Sprechen. Deshalb sollten Sie diese auch erst unmittelbar vor dem Beginn der Anästhesie entfernen. Auch hierfür haben wir spezielle Aufbewahrungsmöglichkeiten, die dafür sorgen, dass Sie Ihre Zahnprothetik sofort beim Eintreffen im Aufwachraum wieder selbst einsetzen können.

Nein. Im Vorgespräch legen wir gemeinsam mit den Patienten fest, welche Anästhesieform für Sie und den geplanten Eingriff die beste ist. Das kann auch eine Teil-Betäubung, die Regionalanästhesie, sein.

Nach Vorstellung der Vor- und Nachteile – speziell auf Ihren geplanten Eingriff und Ihren Gesundheitszustand bezogen – aller möglichen Anästhesieoptionen entschließen Sie sich gemeinsam mit Ihrem Anästhesisten im Vorgespräch zu einer Anästhesieform.