Was Sie als Patient beitragen können und wissen sollten

Gegen Infektionen… kann auch der Patient seinen Beitrag leisten

Seit einigen Jahren weiß man, dass auch der Patient selbst eine große Rolle beim Infektionsschutz spielt. Es reicht nicht, wenn das Personal sich vor jedem Patientenkontakt die Hände desinfiziert, wenn der Patient selbst aber seine Keime im gesamten Klinikum verteilt. Denn der bewegt sich im Klinikum, geht in das Klinik-Restaurant, das Cafe, fasst die Trinkwasserspender an, Türgriffe, benutzt die Toilette. Auf diesem Wege werden Keime verbreitet.

Deswegen ist es wichtig, dass auch die Patienten sich an der Händedesinfektion beteiligen, ebenso wie die Besucher.  Spender mit Desinfektionsmittel finden Sie überall auf der Station und in der gesamten Klinik. Nutzen Sie sie zur Händedesinfektion bei Betreten und bei Verlassen des Patientenzimmers, vor der Esseneinnahme,  nach Benutzung der Sanitäreinheit, vor und nach Kontakt mit  eigenen Wunden- die aber besser nicht berührt werden sollten.

Aber auch in der Vermeidung von Wundinfektionen sind Sie als Patient mit im Boot. Vor einer geplanten Operation ist es notwendig eine gründliche Ganzkörperwaschung vorzunehmen, um Hautkeime zu reduzieren. In einigen Fällen wird auch eine antibakterielle Ganzkörperwaschung als sinnvoll erachtet. Darüber werden Sie gesondert informiert.

Rasuren im Bereich des vorgesehenen Operationsgebietes sollten unterbleiben, da die Verletzungsgefahr das Infektionsrisiko erhöht. Haben Sie Wunden oder Eiterherde, teilen Sie dies dem Operateur rechtzeitig vor der Operation mit. Sind Sie Diabetiker sollte der Blutzucker gut eingestellt sein.

 

Viele Patienten erwarten nach der Operation, dass täglich der Verband gewechselt werden muss. Das ist nicht an dem. Ist dieser sauber, gut haftend und nicht durchfeuchtet, kann er auch mehrere Tage verbleiben. Das entscheidet der behandelnde Arzt.

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