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"Lege Wert auf ein gutes Miteinander"
Ralf Gehrke leitet ab Januar die Innere Medizin

"Lege Wert auf ein gutes Miteinander"

Kassel

Nahtloser Übergang gesichert: Die Innere Medizin, Gastroenterologie und Hepatologie der Helios Kliniken Kassel wird nicht führungslos ins Jahr 2023 starten. Ralf Gehrke wird die Leitung des Fachbereichs übernehmen.

Der 55-Jährige wechselt innerhalb des Clusters vom Helios Klinikum Warburg, wo er zuletzt als leitender Oberarzt tätig war, nach Nordhessen. Er folgt auf Prof. Dr. Susanne Beckebaum und Prof. Dr. Vito Cicinnati, die die Kasseler Klinik zum Jahresende verlassen. 

Für Ralf Gehrke bedeutet dieser Schritt auch, „ein Stück weit nach Hause zu kommen“, wie er im Interview verrät. Der neue Chefarzt lebt seit 25 Jahren in Kassel, mit seiner Frau und zwei Kindern wohnt er im Stadtteil Harleshausen – so könne er in Zukunft wunderbar mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren.

Herr Gehrke, abgesehen vom kürzeren Dienstweg: Was reizt Sie an der neuen Aufgabe in Kassel?

Zunächst einmal möchte ich sagen, dass ich eine tolle Zeit in Warburg habe und hatte. Dort bin ich seit 2006. Aber ich bin auch ein Typ, der sich selbst immer wieder fordert, der Herausforderungen sucht. Als sich die Chance auftat, als Chefarzt nach Kassel zu wechseln, bin ich kurz mit mir ins stille Kämmerlein gegangen und kam zu dem Schluss: Warum eigentlich nicht? Das ist eine spannende Aufgabe.

Als Mediziner aus der Region kennen Sie das Haus demnach schon etwas?

Zumindest habe ich in den vergangenen Jahren mitverfolgt, wie turbulent es mitunter zuging. Das Hin und Her mit dem daraus resultierenden Personalkarussell muss für die Beschäftigten sehr belastend gewesen sein. Umso wichtiger ist es, dass nun wieder Ruhe einkehrt in dieses traditionsreiche Haus. Die Menschen aus der Region sollen gern und vertrauensvoll die Helios Kliniken Kassel aufsuchen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen Sicherheit und nicht zu vergessen: Haus- und Fachärzte sollen ihre Patientinnen und Patienten zu uns schicken. Dazu möchte ich meinen Teil beitragen.

Und wie?

Die Konkurrenz in Kassel ist groß, dessen bin ich mir bewusst. Entscheidend ist, nach außen zu vermitteln, dass Patientinnen und Patienten bei uns im Mittelpunkt stehen und dass wir eine hochwertige Medizin bieten. Für Haus- und vor allem Fachärzte darf nicht der Eindruck entstehen, dass wir in Konkurrenz zu ihnen treten, sondern dass wir vielmehr eine zuverlässige Ergänzung als stationärer Partner darstellen. Das Stichwort lautet Kooperation.

Auf welche Art Chef dürfen sich denn die Mitarbeitenden in Kassel einstellen?

Ich freue mich auf die neue Verantwortung und das neue Team. Ich lege Wert auf ein gutes Miteinander, ich möchte mit allen gemeinsam etwas entwickeln und gestalten, und zwar über alle Berufsgruppen hinweg. Das funktioniert nur mit Spaß und Freude, schließlich verbringen wir an der Arbeit mehr Zeit als mit unseren Familien.

Wo liegen Ihre Schwerpunkte?

Ich bin Internist und leidenschaftlicher Gastroenterologe. Die Endoskopie, Onkologie und die Endosonographie zählen zu meinen Spezialgebieten. Auch die Behandlung von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen gehört zu meinen Schwerpunkten. Grundsätzlich bin ich immer offen für neue Dinge und für Fortschritt, mir ist es wichtig, medizinisch auf der Höhe der Zeit zu sein.

Worauf legen Sie noch Wert?

Ein wichtiges Signal für die Beschäftigten ist, dass Aus-, Fort- und Weiterbildungen in unserem Fachbereich weiterhin angeboten werden. Mein Ziel ist es, mit einem motivierten und leistungsfähigen Team zusammenzuarbeiten. Und um das Vertrauen der Kolleginnen und Kollegen zu stärken, sind klare und verlässliche Strukturen unerlässlich.

Steckbrief:

  • Ralf Gehrke (55)
  • Geboren: Nordhorn, Grafschaft Bentheim (Niedersachsen)
  • Wohnort: Kassel
  • Facharzt für Innere Medizin; Schwerpunktbezeichnung Gastroenterologie
  • Berufliche Stationen: Kassel, Warburg, Fritzlar, Warburg
  • Familie: verheiratet, zwei Kinder
  • Hobbys: Klavierspielen (vorzugsweise Jazz), Musik, Rennradfahren