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Chirurgische Proktologie

Proktologie und Kontinenzstörungen

Proktologie und Kontinenzstörungen

Wir möchten Sie über Erkrankungen des Enddarms und deren Behandlungsmöglichkeiten sowie unsere Operationsverfahren informieren. Proktologische Erkrankungen sind weit verbreitet. Diese Beschwerden haben oftmals einen beträchtlichen Einfluss auf die Lebensqualität und sind den Patienten häufig unangenehm.

Die Proktologie befasst sich mit der Diagnose und Therapie sämtlicher Erkrankungen des Enddarms und des Afters.

Das häufigste therapierte proktologische Leiden ist das Hämorrhoidalleiden. Ebenso oft wird das für Patienten unangenehme Analekzem – ein Hautausschlag im Analbereich – behandelt. Blutgerinsel (Thrombosen) in den Analvenen oder Abszesse mit Fistelbildungen sind weitere häufige Erkrankungen, die einer Behandlung bedürfen. Die Ursachen für diese Leiden können vielfältig sein und bedürfen einer differenzierten Abklärung.

Zudem ist die Stuhlinkontinenz ein wichtiges Behandlungsfeld. Patienten, die unter einer entsprechenden Inkontinenz leiden, können ihren Stuhlgang nicht willentlich kontrollieren. Dies kann von der Stuhlinkontinenz für Winde (Grad I) über die Inkontinenz für flüssigen Stuhl (Grad II) bis hin zur Inkontinenz für festen Stuhl (Grad III) reichen. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und können in physiologischen Alterungsprozessen, Schäden am Schließmuskel, einer Geburt oder einem operativen Eingriff liegen. Sie können aber auch neurologische Ursachen haben oder in einer Beckenbodensenkung begründet sein.

Nicht zuletzt bedürfen auch bösartige Krankheiten wie etwa Tumore (Karzinome) des Darms oder des Anus einer proktologischen Therapie.

Vor einer Operation

In unserer proktologischen Spezialsprechstunde untersuchen und behandeln wir alle Erkrankungen des Enddarms. Darüber hinaus planen wir wenn notwendig auch die weitere Diagnostik und Therapie und führen diese durch.

In unserer Sprechstunde besprechen wir mit Ihnen zunächst ausführlich Ihr Krankheitsbild, klären offene Fragen und untersuchen die Analregion. Bei Erkrankungen, die äußerlich nicht sichtbar sind, nehmen wir eine Spiegelung des End- und Mastdarms vor. Diese Untersuchung kann bei starken Schmerzen auch in einer Kurznarkose erfolgen.

Abhängig von der Erkrankung können weitere proktologische Spezialuntersuchungen wie eine Ultraschall-Untersuchung des Mastdarms (Endosonographie) oder eine Kernspintomographie erforderlich werden.

Unser Leistungsspektrum

Wir nehmen folgende Behandlungen vor:

Hämorrhoiden
Je nach Stadium behandeln wir ohne operativen Eingriff (konservative Behandlung) oder chirurgisch mit Unterbindungen (Gummibandligaturen), ultraschallgesteuerten Ligaturen der Hämorrhoidalarterie, dem Ausschneiden der Hämorrhoiden (offene klassische Hämorrhoidektomie) oder mit der Reduktion und dem Aufhängen der Hämorrhoiden (Stapler-Hämorrhoidopexie nach Longo).

Anal-Fisteln
Spalten des erkrankten Bereichs; Ausschneiden (Exzision) der Fisteln und Rekonstruieren des Analbereichs

Resektion
Lokale Tumorabtragungen oder die vollständige Entfernung der tumorbefallenen Darmwand (Vollwandresektionen) durch den After (transanal)

Absinken oder Heraustreten des Mastdarms (Darmvorfall)
Transanale, transabdominale (durch die Bauchdecke), offene und laparoskopische Operationen

Inkontinenz, Stuhlentleerungsstörungen
konservative, funktionelle und operative Therapie

Steißbeinfistel (Sinus pilonidalis).