Glück im Unglück am Freitag, den 13.
Karlsruher Heart Team rettet Patientin nach Herzversagen

Glück im Unglück am Freitag, den 13.

Karlsruhe

Dass Martha Freitag (77) aus Karlsruhe am Freitag, den 13. Juli 2018, mit schwerem Herzversagen ins Krankenhaus eingeliefert wurde, scheint auf den ersten Blick zu zeigen, dass „Freitag, der 13.“ für seine Namensvetterin seinem Ruf als Unglückstag gerecht wurde. Auf den zweiten Blick hatte die Patientin aber großes Glück: Durch beherztes und schnelles Handeln des Karlsruher Heart Teams, das sich aus Herzspezialisten von drei Karlsruher Kliniken zusammensetzt, konnte die Patientin erfolgreich behandelt werden.

Notruf am Abend

„Profunder kardiogener Schock“ - so lautete die Diagnose, mit der Martha Freitag in die ViDia Kliniken am Standort der St. Vincentius Kliniken eingeliefert wurde. Ihr Mann hatte den Notarzt gerufen, nachdem sich der Gesundheitszustand seiner Frau massiv verschlechtert hatte. Es war schnell klar, dass hier der Einsatz des Notfall-Teams der Helios Klinik für Herzchirurgie mit einer mobilen Herz-Lungen-Maschine (ECLS, „extracorporal life support system“) gefragt war: „Ich wurde gegen 17:30 Uhr von Oberarzt Dr. Würth aus den St. Vincentius Kliniken während meiner Rufdienstbereitschaft angerufen. Nach seiner Schilderung habe ich sofort unsere Kardiotechnikerinnen einbestellt und bin selbst los gefahren, “ so PD Dr. Lars Conzelmann, Oberarzt der Herzchirurgie.

Die Situation vor Ort gestaltete sich dramatisch. „Der Körper zeigte bereits Zeichen eines schweren Kreislaufschocks mit einem sogenannten Multi-Organ-Versagen und hohen Laktatwerten als Ausdruck eines schweren Sauerstoffmangels im gesamten Körper. Ohne sofortige Unterstützung des Kreislaufs mit einer ECLS hätte die Patientin nicht überlebt“, erklärt PD Dr. Lars Conzelmann.

Zurück ins Leben

In Teamarbeit wurde Frau Freitag dann an das ECLS-Gerät angeschlossen. Zentraler Bestandteil der mobilen Herz-Lungen-Maschine ist ein Pumpenkopf, der pro Minute mit 5000 Umdrehungen 10 Liter Blut durch den Körper befördern kann und so die Herzleistung vorübergehend ersetzt. Das Verfahren verschaffte den behandelnden Ärzten wertvolle Zeit und ermöglichte es, den Gesundheitszustand von Frau Freitag so zu stabilisieren, dass ein Krankentransport zur Weiterbehandlung in der Helios Klinik für Herzchirurgie möglich war. Am folgenden Tag zeigte ein Herz-Ultraschall, dass beide, sowohl die rechte als auch die linke Herzkammer, nicht mehr arbeiteten. Nur die Herz-Lungen-Maschine hielt Frau Freitag noch am Leben und ermöglichte die Therapie ihrer schweren Herzmuskelentzündung – und damit den Weg zurück ins Leben. Das Herz der Patientin erholte sich schnell, sodass die ECLS-Therapie fünf Tage später abgesetzt werden konnte.

Nachdem sie von der Beatmungsmaschine entwöhnt war, folgte wenig später eine Weiterbehandlung in den St. Vincentius Kliniken, die gemeinsam mit dem Städtischen Klinikum und der Helios Klinik für Herzchirurgie das Herzzentrum Karlsruhe bilden und im Heart Team zusammenarbeiten. PD Dr. Lars Conzelmann von der Helios Herzchirurgie ist vom Behandlungsverlauf begeistert: „Die Überlebensrate von Patienten, die akut an eine ECLS kommen, hängt ganz entscheidend davon ab, wie frühzeitig das System angelegt wird. Sie liegt normalerweise weit unter 50%. Frau Freitags Geschichte zeigt, wie gut unsere Zusammenarbeit im Heart Team funktioniert. Dass wir einer 77-jährigen Frau so effektiv und rasch helfen konnten, grenzt an ein Wunder.“

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Die Helios Klinik für Herzchirurgie Karlsruhe gehört seit 2014 zu den Helios Kliniken. Die Klinik wurde 1995 als herzchirurgische Fachklinik gegründet und verfügt über 96 Betten, davon 24 Intensivbetten und 16 Intermediate-Care-Betten. Der OP-Bereich umfasst fünf Operationssäle, darunter ein hochmoderner Hybrid-OP. Dieser ermöglicht die Durchführung einer besonders schonenden Operationstechnik zum Herzklappenersatz (sog. TAVI).
Mit über 2.800 Eingriffen im Jahr gehört die Helios Klinik für Herzchirurgie zu den größten herzchirurgischen Fachkliniken in Deutschland. Das operative Spektrum umfasst die gesamte Bandbreite herzchirurgischer Eingriffe im Erwachsenenalter, mit Ausnahme der Herz- und Lungentransplantation. Das Einzugsgebiet der Klinik reicht weit über die Stadtgrenzen von Karlsruhe hinaus und umfasst unter anderem Nordbaden, die Pfalz sowie die Metropolregion Rhein-Neckar.

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit rund 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien. Rund 17 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2017 erzielte das Unternehmen in beiden Ländern einen Gesamtumsatz von 8,7 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 86 Kliniken, 120 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und zehn Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,2 Millionen Patienten behandelt, davon 4 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 66.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von rund 6,1 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt in Spanien 45 Kliniken, 55 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für Betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 11,6 Millionen Patienten behandelt, davon 11,2 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt mehr als 32.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von rund 2,6 Milliarden Euro.

Helios Deutschland und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

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