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Karpaltunnelsyndrom

Karpaltunnelsyndrom

Beim Karpaltunnelsyndrom liegt die Schädigung des Mittelnervs im Handbereich (Nervus medianus) vor. Es betrifft vor allem ältere Menschen, wobei Frauen drei- bis viermal häufiger betroffen sind als Männer.

Wenn die Finger kribbeln und schmerzen

Der Karpaltunnel ist der Raum zwischen den Handwurzelknochen und dem darüber liegendem Karpalband , durch den verschiedene Sehnen und der Medianus-Nerv verlaufen. Dieser Nerv ist für die Empfindungsfähigkeit des Daumens, Zeige- und zum Teil auch Mittelfingers zuständig. Außerdem steuert er bestimmte Hand- und Fingermuskeln.

Ursachen für ein Karpaltunnelsyndrom

Ist der Karpalkanal zu eng im Verhältnis zum Raum, den die darin enthaltenen Strukturen benötigen, spricht man vom Karpaltunnelsyndrom. Innerhalb des Tunnels steigt der Druck auf Nerven und Gefäße, die ihn mit Blut versorgen, an. Sie werden zusammengedrückt und können dem Nerv nicht mehr genügend Sauerstoff und Nährstoffe liefern, wodurch er in seiner Funktion beeinträchtigt wird.

Ursachen für ein Karpaltunnelsyndrom können zum Beispiel sein: 

  • Anlagebedingter anatomischer Engpass
  • Schwellungen der Sehnenscheiden durch Überlastungen bei rheumatischen Erkrankungen, Stoffwechselstörungen oder in der Schwangerschaft
  • Brüche der Speiche oder des Handwurzelknochens, die bei ihrer Verheilung zu einer Veränderung der knöchernen Strukturen führen
  • Arthrose des Handgelenks mit knöchernen Veränderungen

Äußere Einflüsse spielen beim Karpaltunnelsyndrom lediglich eine geringe Rolle, die Krankheit ist fast immer anlagebedingt. Risikofaktoren sind zum Beispiel Zuckerkrankheit (Diabetes), rheumatische Erkrankungen und eine Schwangerschaft. Starke berufliche Belastungen des Handgelenks mit anhaltend wiederkehrendem Abknicken der Hand, beispielsweise bei Montagearbeiten, können das Auftreten eines Karpaltunnelsyndroms fördern.

Kribbeln und Schmerzen in den Fingern

Die Erkrankung macht sich zunächst durch schmerzende oder kribbelnde Finger bemerkbar, teilweise strahlen diese Beschwerden bis in den Arm aus. Schmerzen in Daumen und Mittelfinger können ebenfalls bis in den Arm ausstrahlen. Durch Reiben oder Schütteln der Hand verschwinden die Symptome meist rasch wieder. Da viele Menschen während des Schlafs die Handgelenke anwinkeln und entsprechend die Durchblutung eingeschränkt wird, treten die Beschwerden vermehrt nachts auf. Bei einem fortgeschrittenen Karpaltunnelsyndrom treten die Missempfindungen an den Händen nicht mehr nur zeitweise, sondern dauerhaft auf. Ist der Nervus medianus stark von den Folgen eines Karpaltunnelsyndroms angegriffen, kann er seine Funktion kaum noch oder gar nicht mehr erfüllen. Daumen bis Teile des Mittelfingers sind gefühllos und der Betroffene kann keine feinmotorischen Tätigkeiten mehr ausüben. Der seitliche Daumenballen der betroffenen Hand kann sich zurückbilden, woraus eine Abspreiz- beziehungsweise Beugungsschwäche des Daumens resultiert.

Karpaltunnelsyndrom: Die Diagnose

Nach einer ausführlichen Anamnese untersuchen Sie unsere Spezialisten gründlich. Um die Diagnose zu stellen, führen wir verschiedene Tests zur Überprüfung der Beweglichkeit von Hand und Fingern und möglichen Empfindungsstörungen durch. Anhand einer elektrophysiologischen Untersuchung, bei der die Nervenleitgeschwindigkeit gemessen wird, können unsere Mediziner feststellen, wie stark der Nerv bereits geschädigt ist.

Schiene, Medikamente oder Operation

Ist das Karpaltunnelsyndrom nur leicht ausgeprägt, verordnet der Arzt meist eine Handgelenksschiene und entzündungshemmendes. Zeigt dies keine Wirkung und halten die Taubheitsgefühle länger an, kommt eine Operation in Frage. Hierbei spaltet der Handchirurg die Bandstruktur, welche den Karpaltunnel nach oben hin begrenzt. Dadurch erhalten die im Karpalkanal enthaltenen Sehnen sowie der Nerv mehr Platz und der Druck sinkt. Die operative Behandlung eines Karpaltunnelsyndroms erfolgt in unserem Haus entweder durch eine offene oder durch eine endoskopische Operation (minimalinvasiv). Viele Beschwerden wie Schmerzen und Taubheitsgefühl bessern sich dadurch rasch, bei einer ausgeprägten Nervenschädigung kann es jedoch etwa ein halbes Jahr dauern, bis die Symptome weitgehend verschwunden sind.

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