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Von Afghanistan nach Hildesheim

Von Afghanistan nach Hildesheim

Lal Rezai kam 2016 als Flüchtling aus Afghanistan nach Deutschland. Nachdem er im Helios Klinikum Hildesheim behandelt wurde, hat er jetzt eine feste Arbeitsstelle in der Speisenversorgung gefunden.

Lal Rezai kann sein Glück kaum fassen: Vor zweieinhalb Jahren ist der 22-Jährige aus Afghanistan geflohen, denn in seiner Heimat erlebte er entsetzliches. Während seiner Flucht wurde er gefangen genommen und gefoltert. Nachdem er dem Martyrium entgehen konnte, kam er ins Helios Klinikum Hildesheim, um sich wegen einiger Verletzungen am Ohr als Folge seiner Gefangenschaft behandeln zu lassen. Während seines Aufenthalts im Klinikum begeisterte er sich für die Aufgaben und Abläufe der Speisenversorgung. Auf seine Initiative hin erhielt er mit der Unterstützung eines Hildesheimer Bildungsträgers die Möglichkeit hier ein Praktikum zu absolvieren. Auf das erste Praktikum folgte ein zweites und letztendlich die Festanstellung. „Lal Rezai ist sehr gewissenhaft und macht seine Arbeit sehr gut. Mit ihm haben wir einen zuverlässigen und motivierten Mitarbeiter gefunden“, so Ralf Weber, Abteilungsleiter Speisenversorgung des Helios Klinikum Hildesheim. Lal Rezai selbst fühlt sich in Deutschland und im Klinikum sichtlich wohl. „Meine Kollegen sind sehr nett und hilfsbereit, das Arbeitsklima ist wirklich toll“, erzählt Lal Rezai. Mit der Festanstellung ist er in Deutschland richtig angekommen.

Deutschland ist ein so schönes Land. Hier gibt es keinen Krieg.

Lal Rezai

Mit Eigeninitiative zum Erfolg

Trotz der schweren Zeit, die Lal Rezai während der Flucht erleben musste, ergriff er selbst die Initiative zu dem Praktikum im Helios Klinikum Hildesheim. „Die Speisenversorgung hat mich während meines Klinikaufenthaltes so sehr interessiert, dass ich auf einen Hildesheimer Bildungsträger zugegangen bin“, so der gebürtige Afghane. „Ich durfte dann tatsächlich ein Praktikum absolvieren, in dem ich erste Küchenerfahrungen sammeln konnte. Ich habe mich von Anfang an wohl gefühlt.“ Von dem Traum von einer festen Arbeit kann Lal Rezai auch eine weitere Anfahrt nicht abhalten.

Mit dem Bus brauche ich für die 30 Kilometer zwischen Wohnung und Klinikum bis zu zwei Stunden. Aber das ist es mir wert. Leider ist es sehr schwer für mich eine nähere Wohnung in Hildesheim zu finden. Es wäre toll, wenn das bald klappt.

Lal Rezai

Auch seine Deutschkenntnisse sind ihm ein Anliegen: „Ich bin sehr ehrgeizig und lerne in meiner Freizeit Deutsch, um mich mit den Kollegen und den Besuchern im Klinikum noch besser unterhalten zu können. Hierfür besuche ich einen Deutschkurs.“ Sein großer Wunsch aber ist es, bald seine Familie wieder zu sehen. Seine Eltern und seine beiden jüngeren Geschwister sind nach der Flucht aus Afghanistan im Iran geblieben. Nur für Lal Rezai hat das Geld für eine Weiterreise bis nach Deutschland gereicht. „Leider habe ich im Moment keinen Kontakt zu meiner Familie. Sobald ich einen Pass habe, fliege ich in den Iran und möchte sie nach Deutschland holen“, so Rezai.