Von Engelsflügeln bewacht: Selbstgenähte Deckchen als letztes Geleit für Sternenkinder
Pressemitteilung

Von Engelsflügeln bewacht: Selbstgenähte Deckchen als letztes Geleit für Sternenkinder

Hildesheim

Das HELIOS Klinikum Hildesheim hat eine ganz besondere Spende erhalten: Rund 30 selbstgenähte Decken für still geborene Kinder, die in der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe viel zu früh zu Welt gekommen sind und so keine Chance auf Leben hatten.

Das HELIOS Klinikum Hildesheim hat eine ganz besondere Spende erhalten: Rund 30 selbstgenähte Decken für still geborene Kinder, die in der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe viel zu früh zu Welt gekommen sind und so keine Chance auf Leben hatten.

Hildesheim, 4. August 2016 – Nicht jede Schwangerschaft endet glücklich. Manche Kinder kommen still zur Welt, sie werden nicht leben. Um den Eltern in dieser schweren Zeit ein besonderes Geschenk zu machen, haben die Patchwork-Freundinnen aus Hildesheim und Umgebung bunte Einschlagdeckchen genäht, in die die Kinder auf ihrem letzten Weg gehüllt werden. Die Deckchen in unterschiedlichen Größen in rosa, hellblau, gelb und anderen bunten Farben sind liebevoll mit persönlichen Wünschen und Sprüchen selbst bestickt. Außerdem zieren kleine passende Stoffherzen mit Satinband jede Decke. Diese dürfen die Eltern als Erinnerung an sich nehmen und bewahren.

 

„Ein Kind zu verlieren ist wohl das Schwerste, was Eltern erleben müssen. Für die Eltern bringt diese Erfahrung, dass sie ihr Kind, dem das Leben verwehrt blieb, zu Grabe tragen müssen, eine tiefe innere Erschütterung mit sich. Die schmerzhafte Erfahrung, dass gerade beginnendes Leben und Tod so nahe beieinanderliegen ist mit einer tiefen Traurigkeit verbunden. Deshalb sind wir den Patchwork-Freundinnen unendlich dankbar für diese schöne Geste. Die Decken sind eine Stütze für die Eltern die kleinen Körper der zu frühgestorbenen Kinder zu halten und sie sind außerdem eine würdevolle Art diese zu bekleiden “, sagt Veronika Jürgens, Klinikseelsorgerin am HELIOS Klinikum Hildesheim.

 

„Wir haben zwei Frauen bei uns in der Gruppe, die auch ein Kind zu früh verloren haben, deshalb wollten wir den Eltern, die ähnliches erlebt haben, gerne einen winzigen Beistand geben sowie die Möglichkeit ihre Kinder weich und lieb umhüllt für ihren letzten Weg zu betten“, erzählt Jennifer Bargfeldt von den Patchwork-Freundinnen.

 

Hintergrundinformation Sternenkinder


Kinder unter 500 Gramm Geburtsgewicht, die vor oder während der Geburt sowie bei einem medizinisch angezeigten Schwangerschaftsabbruch versterben, werden am HELIOS Klinikum Hildesheim Sternenkinder genannt. Drei Mal im Jahr werden diese Kinder im Rahmen einer christlichen Trauerfeier auf dem Nordfriedhof in Hildesheim bestattet.

 
Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 112 eigene Akut- und Rehabilitationskliniken inklusive sieben Maximalversorger in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wuppertal und Wiesbaden, 72 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), fünf Rehazentren, 18 Präventionszentren und 14 Pflegeeinrichtungen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

HELIOS versorgt jährlich mehr als 4,7 Millionen Patienten, davon rund 1,3 Millionen stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über rund 35.000 Betten und beschäftigt rund 71.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2015 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von rund 5,6 Milliarden Euro. Die HELIOS Kliniken gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius und sind Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“.


Pressekontakt:
Mandy Sasse
Referentin Unternehmenskommunikation und Marketing
Telefon (05121) 894-1380,
Email mandy.sasse@helios-gesundheit.de