Patenschaft mit Herz
Pressemitteilung

Patenschaft mit Herz

Hildesheim

Dr. Axel von Werder, Kardiologe am Helios Klinikum Hildesheim, engagiert sich seit drei Jahren dafür, eine Krankenstation in Tansania aufzubauen. Doch aus dem Projekt wurde mehr: Mit der 12-jährigen Lucy hat er eine Tochter dazugewonnen. Durch eine Patenschaft konnte er das Mädchen vor Zwangsheirat und Beschneidung bewahren.

Hildesheim, 4. Januar 2018 – Seit 2014 unterstützt Dr. Axel von Werder, Oberarzt in der Klinik für Kardiologie, Angiologie, Rhythmologie und Intensivmedizin des Helios Klinikum Hildesheim, gemeinsam mit seiner Frau Kerstin das Schulprojekt seiner Tochter. In einer Arbeitsgemeinschaft half die Klasse der Robert-Bosch-Gesamtschule dabei, eine Krankenstation in Tansania aufzubauen, die Anfang 2017 eröffnet wurde. Bevor es diese gab, war ein kleines Krankenlager, das mitten in der Wüste in einem Massai-Gebiet zwischen dem Kilimandscharo und dem Mount Meru liegt, der einzige Anlaufpunkt für die Massai bei gesundheitlichen Problemen in einem Umkreis von 30 Kilometern. Eine Entfernung, die die meisten Kranken des Wüstenvolks nicht zurücklegen können. Durch die neue Krankenstation finden die Massai jetzt Hilfe in unmittelbarer Nähe. Bei seinem ersten Besuch im Oktober 2015 lernte Dr. von Werder die damals 12-jährige Lucy kennen. Sie sollte zwangsverheiratet werden und ihr stand die Beschneidung bevor. Durch eine Patenschaft konnte der Hildesheimer Arzt gemeinsam mit seiner Frau das Mädchen vor diesem Schicksal bewahren und hat so eine zweite Tochter dazugewonnen.

Eine Zukunft für Lucy
Die inzwischen 15-jährige Lucy kann heute lachen, wenn ihre Pateneltern Dr. Axel und Kerstin von Werder sie im Internat in Karansi besuchen. Ohne die Hilfe der beiden Hildesheimer hätte das Leben der jungen Frau anders ausgesehen. Lucys Eltern starben als sie neun Jahre alt war, mit zwölf sollte sie verheiratet werden. Der deutlich ältere Mann wollte, dass bei ihr nach altem Brauch eine Genitalbeschneidung durchgeführt wird. Dank der Organisation „Network Against Female Genital Mutilation“ (Netzwerk gegen weibliche Genitalverstümmelung) konnte Lucy dem Mann entkommen. In der Familie von Werder fand sie Menschen, die bereit waren, für ihre Ausbildung und ihren Lebensunterhalt aufzukommen. „Wir hatten gleich einen Draht zu Lucy und haben uns mit ihr verbunden gefühlt. Dass wir ihr helfen können ein normales Leben in Tansania zu führen, macht uns sehr glücklich“, erzählt Dr. Axel von Werder, der seit 15 Jahren in der Klinik für Kardiologie, Angiologie, Rhythmologie und Intensivmedizin des Helios Klinikum Hildesheim tätig ist. Von Werder war bereits mehrfach persönlich vor Ort, um dem medizinischen Personal technische Geräte zu erklären und „Unterricht“ in europäischen Behandlungsmethoden zu geben.

 

Ärztemangel und besondere Mentalität erschweren medizinische Versorgung
„Ärzte sind in Tansania rar“, weiß der deutsche Mediziner. Das zeigt sich auch auf der kleinen Krankenstation. Nur eine Schwester hat eine medizinische Ausbildung, sogenannte „Medical Officers“ unterstützen sie. Schwierigere Fälle müssen in das 30 Kilometer entfernte Moshi verlegt werden.  Die Mentalität der Menschen vor Ort erschwert die Behandlung in vielen Fällen. „Es kommt nicht selten vor, dass Patienten zu Terminen nicht erscheinen oder frisch Behandelte die Station einfach mit offenen Wunden verlassen“, erklärt von Werder. 

Im Januar 2017 wurde die Krankenstation offiziell von der tansanischen Regierung eröffnet, die dort ein staatliches Impfprogramm für die Massai etablieren möchte. Mit rituellen Tänzen und selbstgebrautem Bananenbier hat das Wüstenvolk die Station eingeweiht. Axel von Werder war auch hier anwesend. „Dieses Projekt ist mittlerweile eine echte Herzenssache für mich geworden. Den Menschen hier können wir oft mit einfachen Dingen helfen und auf jedes Wiedersehen mit Lucy freue ich mich ganz besonders“, so der Hildesheimer Herzspezialist. Das letzte Treffen fand im Oktober 2017 statt.

 

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit mehr als 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören die Helios Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien. 15 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios.

In Deutschland verfügt Helios über 111 Akut- und Rehabilitationskliniken, 89 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), vier Rehazentren, 17 Präventionszentren und 12 Pflegeeinrichtungen. Jährlich werden in Deutschland rund 5,2 Millionen Patienten behandelt, davon 3,9 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 73.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2016 einen Umsatz von rund 5,8 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt in Spanien 43 Kliniken, 44 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für Betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden in Spanien über 9,7 Millionen Patienten behandelt, davon 9,4 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt mehr als 35.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2016 einen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro.
 
Helios und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius


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