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Die richtige Ernährung als Medizin
Pressemitteilung

Die richtige Ernährung als Medizin

Hildesheim

Das Helios Klinikum Hildesheim ist von der Ärztekammer als erste und bisher einzige Weiterbildungsstätte für Ernährungsmedizin in Niedersachsen anerkannt worden. Unterernährung und Adipositas haben hohe Relevanz in der medizinischen Therapie.

Hildesheim, 16. April 2021 – Ob Powerfood, Superfood oder Junkfood – die Begrifflichkeiten zeigen, welche Bedeutung die Ernährung für die Gesundheit der Menschen hat. Ob wir uns gesund und ausgewogen oder ungesund und einseitig ernähren, hat großen Einfluss auf das Wohlbefinden. Auch im Krankheitsfall spielt die Ernährung deshalb eine wichtige Rolle und kann großen Einfluss auf den Genesungsprozess haben. Im Helios Klinikum Hildesheim sorgen Ernährungsmediziner und –berater dafür, dass jeder Patient die individuell auf ihn zugeschnittene Ernährungsform erhält. Da Ernährungsmedizin in nahezu jeder medizinischen Disziplin von Bedeutung ist, wurde sie vor kurzem in die Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer aufgenommen. Das Helios Klinikum Hildesheim wurde als erste und bisher einzige Weiterbildungsstätte für Ernährungsmedizin von der Ärztekammer Niedersachsen anerkannt. Ärztinnen und Ärzte können ab sofort in einer sechsmonatigen Weiterbildung die Zusatzbezeichnung erwerben.

„Wir sind stolz mit unserer Klinik als erste in Niedersachsen die Voraussetzungen für die Weiterbildung zu erfüllen. Die Ernährung spielt eine wichtige Rolle bei der Behandlung beispielsweise von onkologischen und älteren Patienten“, erklärt
Dr. Stefan Köppen, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Onkologie und Palliativmedizin. Er ist selbst Ernährungsmediziner und besitzt ebenso wie sein Oberarzt Dr. Maximilian Knöner die entsprechende Weiterbildungsermächtigung. Beide sind damit berechtigt, Ärztinnen und Ärzte innerhalb von sechs Monaten im praktischen Einsatz zu Ernährungsmedizinern weiterzubilden. Die „Azubis“ arbeiten im Ernährungsteam der Klinik mit, lernen individuelle Ernährungspläne für Patienten zu erstellen und die richtigen Ernährungsformen zu finden. Zusätzlich müssen die Mediziner ein 100-stündiges Theorie-Seminar absolvieren. Das Ziel von Ernährungsmedizinern ist es, Krankheiten durch eine Umstellung der Essgewohnheiten zu heilen oder zu lindern. Bei schweren Krankheiten, bei denen eine orale Nahrungsaufnahme nicht möglich ist, müssen sie zudem die Ernährung über eine Nasensonde (enteral) oder gar eine Vene (parenteral) ermöglichen.

Spektrum reicht von Unterernährung bis Adipositas

Vor allem bei Krebserkrankungen, im Palliativbereich sowie in der Altersmedizin spielt die Mangelernährung eine Rolle. „Diese Patienten kommen häufig schon mit einer Unterernährung zu uns, die wir im Rahmen eines Ernährungsscreenings bei der Aufnahme feststellen können. Sie äußert sich beispielsweise durch einen sehr niedrigen Body-Mass-Index (BMI) oder einen ungewollten Gewichtsverlust innerhalb weniger Monate“, erklärt Dr. Köppen. Diesem Zustand wirken die Ernährungsmediziner je nach Krankheitsbild beispielsweise mit hochkalorischer Nahrung entgegen. Ein guter Ernährungszustand hat dabei durchaus Einfluss auf die Genesungsprognose sowie die Verträglichkeit einer Krebstherapie. Am anderen Ende des Spektrums stehen Patienten mit starkem Übergewicht. Auch bei Adipositas kann eine Mangelernährung im Sinne von fehlenden Spurenelementen, Nährstoffen oder Proteinen vorliegen.

Im Helios Klinikum Hildesheim sind drei Ernährungsmediziner sowie Ernährungsberaterinnen für die Patienten im Einsatz. Um die ambulante Behandlung nach dem stationären Aufenthalt sicherzustellen, arbeitet die Klinik eng mit niedergelassenen Ernährungsberaterinnen zusammen. 

 

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Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 120.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland sowie Quirónsalud in Spanien und Lateinamerika. Rund 20 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2020 erzielte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 9,8 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 89 Kliniken, rund 130 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und sechs Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,2 Millionen Patienten behandelt, davon 4,1 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland 73.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von 6,3 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 52 Kliniken, davon sechs in Lateinamerika, 70 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 15 Millionen Patienten behandelt, davon 14,1 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt rund 40.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von 3,5 Milliarden Euro.

Helios Deutschland und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

Marc Pingel

Referent Unternehmenskommunikation und Marketing
Marc Pingel

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