Voruntersuchung (Schmerz-Assessment)

Voruntersuchung (Schmerz-Assessment)

In vielen Fällen ist die Schmerzgeschichte chronischer Schmerzpatienten sehr lang und komplex. Anhand der Ergebnisse einer umfassenden Voruntersuchung legen wir gemeinsam die beste Therapie fest.

Um jedem Patienten die bestmögliche Behandlung zu ermöglichen, findet vor jedem stationären Aufenthalt in unserer Klinik eine eintägige Voruntersuchung statt. In dem sogenannten Schmerz-Assessment analysieren wir die jeweilige Krankengeschichte unserer Patienten intensiv mit allen Therapeuten. In einem anschließenden multimodalen Teamgespräch legen Schmerzmediziner, pflegerische Schmerzexperten (Pain Nurses), Psychologen und Physiotherapeuten gemeinsam die Therapie fest.

Um eine multimodale Schmerztherapie beginnen zu können, müssen mindestens drei der vorliegenden Kriterien vorliegen:

  • Manifeste Beeinträchtigung der Lebensqualität und/oder der Arbeitsfähigkeit
  • Fehlschlag einer vorherigen unimodalen Schmerztherapie, eines schmerzbedingten operativen Eingriffs oder einer Entzugsbehandlung
  • Bestehende Medikamentenabhängigkeit oder bestehender Medikamentenfehlgebrauch
  • Schmerzunterhaltende psychische Begleiterkrankung
  • Gravierende somatische Begleiterkrankungen

Das Ergebnis der Voruntersuchung dokumentieren wir ausführlich und besprechen es mit jedem Patienten, bevor wir es an den einweisenden Arzt übermitteln. Sollte nach Auffassung des Schmerztherapeutenteams eine stationäre multimodale Schmerztherapie sinnvoll sein, bieten wir unseren Patienten einen Aufenthalt an oder verweisen auf alternative Therapiemöglichkeiten im ambulanten oder stationären Bereich.