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Wenn die Nieren Unterstützung brauchen

Wenn die Nieren Unterstützung brauchen

Je nachdem wie viel Unterstützung die Nieren brauchen, kann die Nierenersatztherapie entweder ambulant in einem Institut oder zuhause in den eigenen vier Wänden erfolgen.

In der Nephrologie bieten wir Ihnen alle Verfahren der Nierenersatztherapie an, um chronische Nierenerkrankungen zu behandeln. Hier erklären wir Ihnen die wichtigsten.

Die Hämodialyse ist das am häufigsten angewendete Nierenersatzverfahren in Deutschland. Die Blutreinigung findet außerhalb des Körpers an einer Dialysemaschine statt. Dafür wird das Blut aus dem Körper über Schlauchsysteme zur Dialysemaschine transportiert, in einem speziellen Filter gereinigt und anschließend zurückgegeben. Die Behandlung erfolgt in der Regel drei Mal wöchentlich für vier bis fünf Stunden. Die Dauer richtet sich danach, wie funktionstüchtig die Nieren noch sind.

Für die Peritonealdialyse übernimmt das Bauchfell, das sogenannte Peritoneum, die Filterfunktion der ausgefallenen Nieren. Über einen Peritonealdialysekatheter wird die Dialyselösung in den Bauchraum gefüllt und über eine bestimmte Zeit belassen. Der Katheter wird vorher über einen chirurgischen Eingriff fest in den Bauchraum eingesetzt. Für diese Art der Dialyse gibt es im Wesentlichen zwei Verfahren: die kontinuierlich ambulante Bauchfelldialyse und die automatisierte Bauchfelldialyse.

Bei der kontinuierlich ambulanten Bauchfelldialyse (CAPD) füllt sich der Patient selbstständig vier Mal täglich einen Beutel mit zwei bis drei Litern Dialysat. Dabei müssen strenge hygienische Bedingungen beachtet werden. Mit dieser Methode ist der Bauchraum über 24 Stunden mit Dialyselösung gefüllt und es findet eine kontinuierliche Entgiftung statt.

Die automatisierte Bauchfelldialyse (APD) erfolgt mit Hilfe eines Dialysegerätes. Dafür schließt sich der Patient am Abend an das Gerät an und am Morgen wieder ab. Über Tag bleibt eine Dialysatfüllung im Bauchraum, die am nächsten Abend wieder abgelassen wird. Die Behandlung dauert in der Regel 8 bis 10 Stunden und ist vor allem für berufstätige und aktive Patienten geeignet, da sie die Dialyse eigenständig zuhause durchführen.

Für die intermittierende Peritonealdialyse (IPD) kommt der Patient drei Mal in der Woche in das Dialysezentrum. Die Dialyse dauert 10 bis 12 Stunden und wird von den Dialyseschwestern durchgeführt. Für dieses Verfahren muss eine Restfunktion der eigenen Nieren vorhanden sein.

Die Hämoperfusion kommt bei akuten Vergiftungen zum Einsatz. Dabei wird das Blut des Patienten über eine Säule geleitet, die eine adsorbierende Substanz wie beispielsweise Aktivkohle oder Austauscherharze enthält. So wird der giftige Stoff wie überdosierte Medikamente, organische Lösungsmittel, Insektizide, Pilzgifte oder andere an diese absorbierenden Substanzen gebunden und aus dem Blut entfernt.