Untersuchungen am Herzen

Untersuchungen am Herzen

Herz- und Kreislauferkrankungen führen nach wie vor die Krankheits- und Sterbestatistiken in Deutschland und vielen anderen Ländern an. Umso wichtiger ist es, entsprechende Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. In unserer Klinik haben wir dafür viele Möglichkeiten.

Von innen oder außen, direkt oder indirekt – es gibt verschiedenste Wege das Herz und seine Gefäße zu untersuchen. Im Folgenden stellen wir Ihnen die gängigen Methoden unserer Kardiologen vor.

Prof. Dr. med. Jürgen Tebbenjohanns

Ärztlicher Direktor und Chefarzt Klinik für Kardiologie, Angiologie, Rhythmologie und Intensivmedizin
Prof. Dr. med. Jürgen Tebbenjohanns

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Die Echokardiografie wird bei fast allen Herz- und Kreislauferkrankungen eingesetzt, und ist damit das am häufigsten angewandte bildgebende Untersuchungsverfahren in der Kardiologie. Mit diesem Verfahren lassen sich Aussehen und Funktion einzelner Herzstrukturen mittels Ultraschallwellen darstellen, sodass sich für unsere Patienten keine Strahlenbelastung ergibt. Eine Untersuchung dauert zwischen zehn und dreißig Minuten und erfordert keine spezielle Vorbereitung. Wir unterscheiden dabei drei verschiedene Verfahren:

  1. Transthorakale Echokardiografie: Bei diesem Verfahren wird der Schallkopf von außen auf den Brustkorb (Thorax) aufgesetzt, sodass die Ultraschallwellen durch die Rippen ein Bild vom Herzen zeichnen können. Mittels 2D-Verfahren und Farbdoppler können wir die Fließrichtungen des Blutes in verschiedenen Farben darstellen. Hierbei handelt es sich um das am häufigsten eingesetzte Verfahren.
  2. Transösophageale Echokardiografie: Hier wird das Herz von innen untersucht, indem eine Sonde über die Speiseröhre (Ösophagus) des Patienten eingeführt wird. Dieses Verfahren wird zur Abklärung spezieller Fragestellungen und Herzerkrankungen genutzt.
  3. Stress-Echokardiografie: Um Durchblutungsstörungen des Herzens gut sichtbar machen zu können, wird unter körperlicher oder medikamentöser Belastung eine Echokardiografie durchgeführt.

Bei einer Spiroergometrie analysieren wir mittels einer Maske die Atemgase unserer Patienten unter körperlicher Belastung auf einem Fahrrad-Ergometer. Die Untersuchung spiegelt in optimaler Weise das Zusammenspiel von Herz, Lunge, Kreislauf und Stoffwechsel wider. Dies ist beispielsweise wichtig, um den Zustand unserer Patienten vor größeren Operationen bestmöglich einschätzen zu können.

Mit Hilfe dieser Untersuchung lässt sich zudem die Ausdauerleistungsfähigkeit beurteilen. Eine wichtige Fragestellung, vor allem für chronisch herzkranke Menschen, die sich sportlich betätigen möchten.

Die Kernspintomographie des Herzens (kardiales MRT) setzen wir zur Abklärung spezieller Fragestellungen wie Durchblutungsstörungen des Herzmuskels, um nach Herzinfarktnarben oder Herzmuskelentzündungen zu suchen, Fehler des Herzens und der angrenzenden großen Gefäße ein. Die Untersuchungen führen wir in Kooperation mit dem Institut für Bildgebende Diagnostik und Interventionelle Radiologie durch.

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