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Die Leber: Energiespeicher des Körpers

Die Leber: Energiespeicher des Körpers

Die rötlich braune Leber wiegt bei einem Erwachsenen ungefähr 1,5 Kilogramm. Sie ist nicht nur Entgifter, sondern auch Energielieferant des Körpers und wegen ihrer vielen Aufgaben lebenswichtig.

Die Leber spielt für den Stoffwechsel des Körpers eine zentrale Rolle. Sie befreit den Körper von Medikamenten sowie Alkohol und produziert Galle für die Verdauung. Außerdem speichert sie überschüssige Glukose, Vitamine und Spurenelemente wie Eisen, Kupfer, Zink und Mangan und stellt sie dem Körper bei Bedarf wieder bereit. In der Klinik für Gastroenterologie helfen wir Ihnen bei allen Erkrankungen rund um die Leber.

In unserer Klinik behandeln wir alle Erkrankungen der Leber. Dazu gehören:

  • Akute und chronische Leberentzündungen unterschiedlicher Ursache (Hepatitis)
  • Leberzirrhose (Schrumpfleber)
  • Lebertumore

Diagnostik

In einem Gespräch befragen wir Sie zu Ihren Beschwerden und klären mögliche Vorerkrankungen ab. Danach entscheiden wir welche Tests uns bei der zur sicheren Diagnostik zur Verfügung stehen und leiten mit Ihnen zusammen die für Sie richtige Therapie ein. Dafür können Voruntersuchungen des Blutes, verschiedene körperliche Untersuchungen, wie eine Ultraschalluntersuchung oder Spiegelungen des Magen-Darm-Traktes, sowie zusätzliche röntgendiagnostische Untersuchungen des Bauchraumes notwendig sein.

Behandlung

Entzündungen der Leber werden meist durch Viren, Gifte, Medikamente oder Autoimmunerkrankungen ausgelöst. Je nach Ursache entscheidet man verschiedene Hepatitis-Formen. Von der Entzündung können bestimmte Bereiche oder aber das gesamte Organ betroffen sein. Die Entzündung schädigt die Leberzellen, was wiederum die Leberfunktion beeinträchtigt. Um den Schweregrad der Entzündung besser abzuschätzen und um die Ursache zu ermitteln, kann eine Entnahme von Gewebe (Biopsie) aus der Leber notwendig sein. Das Gewebe wird anschließend mikroskopisch untersucht.

Je nach Ursache der Leberentzündung gibt es unterschiedliche Behandlungsformen. Wurde die Entzündung durch Alkohol oder Medikamente hervorgerufen, sind diese künftig strikt zu meiden. Fast die Hälfte der Leberentzündungen können mit Medikamenten gut behandelt werden. Ist die Leberfunktion jedoch stark eingeschränkt oder nicht mehr heilbar, muss eine Lebertransplantation durchgeführt werden.

Eine Leberzirrhose ist die Folge einer chronischen Erkrankung. Bei einer Leberzirrhose wandelt sich das Lebergewebe nach und nach in Narben- und Bindegewebe um. Je mehr Gewebe sich umwandelt, desto mehr ist die Funktion eingeschränkt. Dabei lässt sich die Umwandlung von Gewebe nicht mehr rückgängig machen. Mit einer Blutuntersuchung, mittels Ultraschall oder auch einer Leberpunktion wird geklärt, wie stark die Leber bereits angegriffen ist und die entsprechende Therapie festgelegt. Mit der Behandlung versucht man das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten: Leberschädigende Stoffe müssen gemieden werden, die Auslöser der Krankheit werden behandelt. Zudem werden auch mögliche Komplikationen, die durch die Krankheit im Körper entstehen, behandelt.

Lebertumore entstehen in 80 Prozent der Fälle in Folge einer bestehenden Leberzirrhose. Die häufigste Krebserkrankung der Leber sind jedoch Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen, aus anderen Organen. Über die richtige Therapie entscheiden wir bei jedem Patienten gemeinsam im Onkologischen Zentrum. Im Rahmen unserer wöchentlich stattfindenden Tumorkonferenz stimmen wir die Behandlung unserer Patienten mit den anderen Fachabteilungen der Klinik ab und legen gemeinsam einen individuellen Therapieplan fest, der neben operativen Eingriffen auch notwendige Vor- und Nachbehandlungen wie Chemotherapie, oder Strahlentherapie umfasst.