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Der wichtigste Job in Herzberg

„Ein total schöner Beruf“

„Ein total schöner Beruf“

Genevieve ist Gesundheits- und Krankenpflegerin auf einer internistischen Station in der Helios Klinik Herzberg/Osterode. Wir haben mit ihr über ihren Job gesprochen.

Warum hast du dich für eine Ausbildung in der Pflege entschieden?

Ich wusste früher nicht so genau, wo ich mich beruflich mal sehe. Was ich schon immer spannend fand, war, wie der Körper funktioniert und was im Körper passiert. Nach einem Freiwilligem Sozialen Jahr im Krankenhaus, bei dem ich viele Einblicke in den Klinikalltag bekommen konnte, habe ich mich für die Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege entschieden. Hier konnte ich auch das erste Mal so richtig erleben, wie die Pflege agiert und den Patienten hilft. Meine Ausbildung habe ich dann am Helios Bildungszentrum Südniedersachsen absolviert.


In welchen Bereichen hast du seit der Ausbildung gearbeitet?

Nach meinem Ausbildungsende im Sommer 2017 war ich zunächst mehrere Monate auf einer chirurgischen Station eingesetzt. Aufgrund von internen Strukturveränderungen musste ich dann wechseln, hatte jedoch die Wahl zwischen verschiedenen Bereichen. Ich entschied mich für die Intensivstation, da mich die Arbeit dort sehr interessierte. Nach einiger Zeit merkte ich jedoch, dass die Arbeit in diesem Bereich für mich so kurz nach dem Examen doch noch nicht das Richtige ist. Seit etwa einem Jahr arbeite ich jetzt auf einer internistischen Station und fühle mich dort sehr wohl.


Wie verlief der Stationswechsel?

Beim Wechsel von der Chirurgie suchte die Pflegedirektorin das Gespräch mit mir und gemeinsam sind wir die verschiedenen Möglichkeiten durchgegangen. Es war ihr sehr wichtig, mir in  meinen Wünschen entgegen zu kommen und für mich eine gute Lösung zu finden. Als ich feststellte, dass die Intensivstation mir doch nicht so liegt, habe ich zunächst das Gespräch mit der Stationsleitung und dann mit der Pflegedirektorin gesucht. Mit beiden habe ich sehr gute Feedback-Gespräche geführt und die Versetzung auf eine internistische Normalstation verlief ohne Hürden.


Was begeistert dich an deiner Arbeit mit den Patienten?

Es ist schön zu sehen, wie man den Patienten durch Pflege helfen kann. Und ich bekomme immer wieder sehr viel Dankbarkeit zurück, auch für kleine Gesten, von Patienten wie von Angehörigen. Eine Dame, die öfter als Patientin bei uns ist, sagt immer „Mädchen, du machst tolle Arbeit“. Natürlich gibt es auf Station immer wieder stressige Situationen und es ist anstrengende Arbeit, man kommt physisch und psychisch auch an Grenzen. Aber wenn man so ein Feedback bekommt und sieht, dass man dazu beiträgt, dass es den Menschen besser geht, dann weiß ich, dass sich der Stress lohnt. Und es gibt ja auch Zeiten, in denen es ruhiger ist. Die Arbeit in der Pflege ist für mich einfach ein total schöner Beruf.


Und was macht die Arbeit im Team für dich aus?

 Ich habe mittlerweile drei verschiedene Teams als Examinierte kennengelernt. In allen wurde ich freundlich aufgenommen. Erfahrene Kräfte haben mir bei der Einarbeitung auf der Station immer zur Seite gestanden. Auch bei stressigen oder problematischen Situationen konnten wir vieles gemeinsam als Team lösen. Wir müssen uns aufeinander verlassen können und gemeinsam am einem Strang ziehen. Und man arbeitet ja nicht nur in der Pflege als Team. Um den Patienten kümmert sich ja ein großes interdisziplinäres Team aus Ärzten, Pflegekräften, Kollegen aus den Funktionsdiensten etc.


Wie sind die Angebote im Bereich Fort- und Weiterbildung?

Ich absolviere gerade im Bildungszentrum, das zur Klinik gehört, eine Pädagogische Zusatzqualifikation zur Praxisanleiterin. Diese Idee hatte ich schon während meiner Ausbildung. In Herzberg wurde mir sehr schnell ermöglicht, diesen Wunsch umzusetzen. Ich freue mich darauf, selbst junge Menschen an den Beruf heranzuführen und zu begleiten.


Wo siehst du dich in ein paar Jahren?

Momentan bin ich mit meiner Tätigkeit auf Station sehr glücklich. Ich will aber nicht ausschließen, dass ich mich durch weitere Fort- und Weiterbildungen verändere – sei es in einen anderen Pflegebereich zu wechseln oder vielleicht noch stärker in den Ausbildungsbereich.