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Tipps für den Schulstart

Herzberg am Harz

In der nächsten Woche gehen die niedersächsischen Sommerferien zu Ende. Experten der Helios Klinik Herzberg/Osterode geben Tipps und Empfehlungen rund um den Schulstart.

Der wichtigste Begleiter auf dem Weg zur Schule und meist der ganze Stolz der Erstklässler ist der Schulranzen oder ein Rucksack, mit dem sich Bücher, Hefte und das Pausenbrot ordentlich transportieren lassen. Viele Kinder schleppen jedoch täglich schlechtsitzende oder zu schwere Ranzen. Dr. med. Christian Voigt, Chefarzt der Orthopädie, Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie, erklärt: „Für das Gepäck der Mädchen und Jungen gilt: Der gepackte Schulranzen sollte nicht mehr als zehn bis maximal 15 Prozent des Körpergewichts des Kindes betragen.“ Der Schulranzen sollte deshalb jeden Abend neu bestückt werden, damit jeweils nur die Materialien mit sich herumgetragen werden, die im Unterricht auch wirklich gebraucht werden. Schwere Bücher sollten körpernah direkt am Rücken liegen, während leichte Hefte in die vorderen Fächer nach außen gehören. Zwischenfächer verhindern, dass Bücher bei schnellem Laufen im Schulranzen hin- und herfliegen. Dr. Voigt sagt: „Beim Tragen wird der kindliche Rücken am wenigsten belastet, wenn der Ranzen eng anliegt, mit den Schultern abschließt und die Riemen nicht von den Schultern rutschen. Zu lange Gurte verlagern das Gewicht zu weit nach unten und ziehen den Rücken der Kinder ins Hohlkreuz.“ In einigen Schulen ist es möglich, zu Hause nicht benötigte Materialien direkt im Klassenraum zu lagern, so dass der Ranzen nicht zu schwer wird.

Energie für den Tag

Damit es mit dem Lernen klappt, benötigen die Schülerinnen und Schüler Energie. „Der Start in einen guten Schultag beginnt mit dem Frühstück. Idealer Nährstoffspender ist ein selbstgemischtes Vollkorn-Müsli aus Getreideflocken und Nüssen mit fettarmer Milch und etwas Obst. Alternativ kann statt Milch auch Naturjoghurt (1,5% Fett) verwendet werden. Dieses Frühstück macht lange satt und versorgt den Körper mit einer Mischung aus wichtigen Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen sowie Kohlenhydraten,“ erklärt Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Armbrust, Chefarzt der Gastroenterologie. Aber auch ein Vollkornbrot oder –brötchen mit fettarmen Käsesorten oder fettarmen Wurstsorten, wie Bier- oder Kochschinken, garniert mit ein paar frischen Gurken- oder Tomatenscheiben, liefert eine gute Grundlage für den Tag.  

Mit den richtigen Zwischenmahlzeiten können Leistungsvermögen und Konzentrationsfähigkeit weiter gesteigert werden. Ein guter Energielieferant ist ein Pausenbrot aus Vollkorn. Beim Belag sind Wurst und Käse, Frischkäse und selbstgemachte Brotaufstriche aus Gemüse oder Ei leckere Alternativen. Ein zusätzliches Salatblatt, Gurken-, Tomatenscheiben oder Paprika bringen zudem Farbe und Abwechslung. Dazu portioniertes Obst, Trockenfrüchte oder Nüsse. PD Dr. Armbrust rät weiterhin: „Neben dem gesunden Pausenimbiss sollten Kinder und Jugendliche auch ausreichend Flüssigkeit trinken. Als Durstlöscher bieten sich ungesüßter Tee, Mineralwasser oder Fruchtsaftschorlen (3 Teile Wasser, 1 Teil Saft) an.“

Ausgleich schaffen durch Bewegung

Erst in der Schule und dann zu Hause am Nachmittag bei den Hausaufgaben – Kinder sitzen viel, und oft in ungünstigen Positionen. „Da das Knochengerüst bei Kindern noch nicht voll entwickelt ist, können zu langes Sitzen und einseitige Belastung zu Fehlhaltungen führen“, sagt Eberhard Polske, leitender Physiotherapeut der Klinik. Er empfiehlt deshalb, dass die Kinder nach den Hausaufgaben und an den Wochenenden Sport treiben oder draußen spielen, um ihre Muskulatur zu kräftigen. „Ob regelmäßiges Training im Verein, ein Spaziergang im Wald, Kicken auf dem Bolzplatz oder Toben auf dem Spielplatz: Hauptsache sie bewegen sich.“ Die unbeschwerte Bewegung an der frischen Luft hält nicht nur den Körper fit, sondern sorgt auch für einen freien Kopf und stärkt damit die Konzentration. Um Haltungsschäden vorzubeugen, kann auch ein höhenverstellbarer Kinderschreibtisch, der mitwächst, helfen.

Am Abend gilt es dann, dass die Kinder zur Ruhe kommen und den Tag verarbeiten können. Die Nachtruhe sollte rechtzeitig und möglichst stets zur gleichen Zeit eingeläutet werden, denn nur ausgeschlafene Schulkinder sind fit genug, um dem Unterricht zu folgen. Grundschüler brauchen dabei zwischen 9 und 11 Stunden Schlaf.

Schulstart in Corona-Zeiten

Besonders aufregend ist der neue Lebensabschnitt für die Erstklässler, aber auch für andere erfahrene Schulkinder ist der Schulstart nach den Sommerferien aufgrund der Corona-Situation anders als sonst. Um den Nachwuchs auf den Schulstart in Zeiten von COVID-19 vorzubereiten, sollten Eltern mit ihren Kindern die an der jeweiligen Schule geltenden Regeln wie die Abstandsregelung zu Mitschülern und Lehrern, die Maskenpflicht, das regelmäßige Händewaschen und die Beachtung der Regeln zum plötzlichen Husten und Niesen besprechen.

 

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Daniela Kasper

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