„Mein neues Knie passt zu mir“: Helios Klinik Herzberg/Osterode nutzt navigiertes OP-Verfahren zur präzisen Ausrichtung von Knie-Implantaten

„Mein neues Knie passt zu mir“: Helios Klinik Herzberg/Osterode nutzt navigiertes OP-Verfahren zur präzisen Ausrichtung von Knie-Implantaten

Herzberg am Harz

Weil kein Knie dem anderen gleicht, ist es wichtig, künstliche Kniegelenke passgenau auszuwählen und einzusetzen. Die Helios Klinik Herzberg/Osterode nutzt für ihre Patienten dazu seit ein paar Monaten ein navigiertes OP-Verfahren. Das System hilft dem Operateur die Implantate präzise auszurichten. „Endlich kann ich mich wieder ohne Schmerzen im Knie bewegen“, sagt Friedrich-Wilhelm Preuss, dem mithilfe dieser Technik vom Team um Dr. med. Christian Voigt, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie, ein neues Kniegelenk eingesetzt wurde.

Vor drei Jahren fingen die Schmerzen im rechten Kniegelenk bei dem Osteroder an. Mehr und mehr wurden bereits alltägliche Bewegungen wie aufstehen, Treppen gehen oder hinsetzen zur Qual. Nach einem Ski-Urlaub Anfang des Jahres, in dem er aufgrund der Schmerzen kaum Zeit auf der Piste verbrachte, verabredete er einen Termin in der Gelenksprechstunde von Dr. Voigt. „Durch einen Bericht in einem regionalen Magazin und Gespräche mit Freunden und Verwandten war ich auf die Knie-Endoprothetik im Herzberger Krankenhaus aufmerksam geworden. In seiner Sprechstunde nahm sich Dr. Voigt viel Zeit für mich. Aufgrund vorheriger Verletzungen und einer immer noch vorhandenen Schraube im Kniegelenk, die die MRT-Ganzbein-Untersuchung und die anschließende Passgenauigkeit eines Knie-Implantates beeinflussen würde, empfahl er mir das neue navigierte OP-Verfahren“, erinnert sich Friedrich-Wilhelm Preuss.  

Genaue Ausrichtung der Prothese sorgt für die bestmögliche Gelenkfunktion
„Bei Patienten, bei denen wir aufgrund vorhandener Metallimplantate im Körper, wie z.B. Schrauben oder Herzschrittmachern, vor der OP keine MRT-Ganzbein-Untersuchung durchführen können, um vorab patientenindividuelle Schnittschablonen anzufertigen, setzen wir eine neue navigierte Kniegelenksoperation ein. Dabei hilft uns ein computergestütztes System, passgenau die optimalen Punkte beim Einsetzen der Prothese anzusteuern. Das System ersetzt dabei keinesfalls den Operateur. Durch die Genauigkeit dieser Methode bei der Ausrichtung der Prothesen schaffen wir jedoch optimale Voraussetzungen für die bestmögliche Gelenkfunktion und eine lange Lebensdauer des Implantats“, so Dr. med. Christian Voigt.  

Bei dem neuen navigierten OP-Verfahren messen kleine elektronische Sensoren, die auf den OP-Instrumenten und dem Bein des Patienten angebracht werden, während der Operation die Beinachse des Patienten exakt aus. Mit einem geschützten WLAN übermitteln die sterilen Einmal-Elemente die Daten an einen PC. Auch die Einstellung der Schnittinstrumente am Knie wird an den PC übermittelt. Dieser berechnet dann die patientenspezifische, ideale Ausrichtung der Schnittinstrumente und Positionierung der Prothese. Über kleine visuelle Anzeigen auf den Sensoren werden die Positionen dem Operateur direkt am Kniegelenk angezeigt. „Abweichungen von der Idealposition können so erkannt und umgehend korrigiert werden“, erläutert Dr. med. Christian Voigt. „Dabei kann sich der Operateur im Gegensatz zu anderen navigierten Verfahren komplett auf das Kniegelenk konzentrieren, da die Sensoren die Einstellungen direkt am Gelenk anzeigen und er keine zusätzlichen Bildschirme im Blick behalten muss.“  

Rundum zufrieden mit dem Ergebnis
Von der Methode überzeugt, vereinbarte Friedrich-Wilhelm Preuss einen OP-Termin, der nur wenige Wochen nach der Untersuchung in der Sprechstunde stattfand. In einem rund 90 minütigem Eingriff wurde dem Osteroder ein künstliches Kniegelenk implantiert. Seinen sechstägigen Aufenthalt in der Klinik hat er in guter Erinnerung: „Im Herzberger Krankenhaus fühlte ich mich von den Ärzten und Pflegekräften rundum gut betreut. Alle waren sehr freundlich und zuvorkommend.“ Im Anschluss erfolgte ein dreiwöchiger Aufenthalt in einer Rehabilitationsklinik in Bad Eilsen, in der Muskulatur und Mobilität des Kniegelenks trainiert wurden. Der Fleiß wurde belohnt: Friedrich-Wilhelm Preuss konnte die Reha-Klinik ohne Unterarmgehstützen verlassen. Drei Monate nach der Operation stellt er sich bei Dr. med. Christian Voigt zur Nachuntersuchung vor. Beide sind sehr zufrieden mit dem Operationsergebnis: „Mithilfe des neuen computergestützten Navigationsverfahrens haben wir das Knie-Implantat passgenau eingesetzt und die Funktion des Gelenks optimal wiederhergestellt“, sagt Dr. med. Christian Voigt. „Seit der Operation in Herzberg habe ich keinerlei Beschwerden mehr im Knie, bin wieder viel beweglicher und habe bereits einige Kilo abgenommen. Mein neues Knie passt gut zu mir“, so das Fazit von Friedrich-Wilhelm Preuss.  


Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit mehr als 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören die Helios Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien. 15 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios.  

In Deutschland verfügt Helios über 111 Akut- und Rehabilitationskliniken, 89 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), vier Rehazentren, 17 Präventionszentren und 12 Pflegeeinrichtungen. Jährlich werden in Deutschland rund 5,2 Millionen Patienten behandelt, davon 3,9 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 73.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2016 einen Umsatz von rund 5,8 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.  

Quirónsalud betreibt in Spanien 43 Kliniken, 44 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für Betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden in Spanien über 9,7 Millionen Patienten behandelt, davon 9,4 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt mehr als 35.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2016 einen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro.  

Helios und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.  

Pressekontakt:
Daniela Kasper
Referentin Unternehmenskommunikation und Marketing
Telefon: +49 5521/ 866 – 105
E-Mail: daniela.kasper@helios-gesundheit.de
www.helios-gesundheit.de/kliniken/herzberg-osterode/