Patientenwissen

So läuft ein Aufenthalt zur Operation ab

Bei Ihnen soll ein geplanter orthopädischer Eingriff durchgeführt werden. Einen Termin für die Operation haben Sie bereits mit dem Chefarztsekretariat, Telefon (05521) 866-401, vereinbart. Hier erhalten Sie einen Überblick, wie Ihr Aufenthalt in unserer Klinik routinemäßig abläuft.

  1. Hygienemaßnahmen vor Ihrem Aufenthalt

    In der Woche vor der Operation machen wir bei allen Patienten Abstriche aus Mund und Nase, um Sie auf den Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (kurz MRSA) zu untersuchen. Sollte der Test positiv ausfallen, verschieben wir Ihre Operation. So erhöhen wir Ihre und die Sicherheit aller Patienten.  

    Alle Patienten, die an Hüfte, Knien und Füßen operiert werden, erhalten vorab ein Set aus antiseptischer Waschlotion und Nasengel. Das Set wird mindestens einen Tag vor und bis zu drei Tage nach der Operation angewendet: Mit der Waschlotion waschen Sie den gesamten Körper. Vom Nasengel geben Sie mit einem Wattestäbchen eine streichholzkopfgroße Menge zwei- bis dreimal täglich jeweils in beide Nasenöffnungen.  

    Ziel der antiseptischen Waschung ist, das Risiko einer Wundinfektion nach der Operation zu verringern, indem vorab die körpereigene Anzahl an Bakterien minimiert wird. Zwar ist die Hautflora jedes Menschen von Natur aus mit Bakterien besiedelt, vor bestimmten Operationen ist es jedoch sinnvoll diese zu verringern. Denn: Je geringer die sogenannte Keimlast auf der Haut oder Schleimhaut des Patienten ist, desto besser kann das Immunsystem auf verbleibende Keime reagieren.

  2. Vorbereitungstag

    Etwa zwei bis drei Tage vor der geplanten Operation finden Vorgespräche und -untersuchungen statt, um Ihre Operation zu planen und zu besprechen. Den Termin für den Vorbereitungstag erhalten Sie im Chefarztsekretariat, Telefon (05521) 866-401.

  3. Vorbereitungstag: Patientenaufnahme

    Bitte melden Sie sich zum vereinbarten Termin in der Chirurgischen Ambulanz (Ebene 3). Nach dem Sichten Ihres Einweisungsscheins und Ihrer Versichertenkarte nehmen wir Ihre Personalien auf und legen ein Stammblatt mit Ihrer persönlichen Patientennummer an. Außerdem erhalten Sie von uns Ihren Behandlungsvertrag mit den Allgemeinen Vertragsbedingungen (AVB).

  4. Vorbereitungstag: Vorgespräche

    Wenn alle Formalitäten erledigt sind, erfolgen alle weiteren Untersuchungen. Unsere medizinischen Fachangestellten messen Ihren Blutdruck, Ihre Temperatur und nehmen Blut ab. Zudem fragen wir Sie nach Vorerkrankungen, Ihrem Medikamentenplan, dem aktuellen Gesundheitszustand und einer Kontaktperson. Halten Sie dafür bitte Ihre mitgebrachten Arztbefunde bereit. Es folgen gegebenenfalls Röntgen-, CT- oder MRT-Aufnahmen oder andere Untersuchungen der Funktionsdiagnostik (EKG, EEG, und so weiter).

  5. Vorbereitungstag: Aufnahmeuntersuchungen und Aufklärung

    Danach folgt die Aufnahmeuntersuchung durch die Chirurgen. Im Rahmen der Voruntersuchung klärt der Chirurg Sie über den Ablauf und mögliche Risiken der geplanten Operation auf. Im Prämedikationsgespräch bespricht der Narkosearzt mit Ihnen, welches Narkoseverfahren für Ihren Eingriff in Frage kommt. In den beiden Gesprächen ist ausreichend Zeit, Ihre Fragen zu besprechen. Gegebenenfalls werden Sie noch von Ärzten anderer Fachrichtungen untersucht, beispielsweise von einem Kardiologen, wenn Sie Herzprobleme haben.

  6. Stationäre Aufnahme bei uns

    Je nach Art der Operation werden Sie am Tag vor der Operation oder am Morgen der Operation stationär aufgenommen. Bitte melden Sie sich dafür auf der Station beziehungsweise in der Holding Area. Über den genauen Termin und Aufnahmeort informiert Sie unser Chefarztsekretariat am Vorbereitungstag. Bitte bringen Sie zur stationären Aufnahme den unterschriebenen Aufklärungsbogen zu Operation und Narkose mit.

  7. Operationstag

    Am Tag der Operation dürfen Sie morgens nicht essen, trinken und nicht rauchen. Medikamente dürfen Sie nur nach Absprache mit dem Personal einnehmen. Auf der Station oder in der Holding Area (Ebene 5) werden Sie für Ihre Operation vorbereitet. Anschließend bringt unser Patientenbegleitdienst Sie in den Operationsbereich.    

    Im Anschluss an die Operation werden Sie in unseren Aufwachraum gebracht und dort von speziell geschulten Anästhesiemitarbeitern überwacht. Unser Aufwachraum hat sechs Überwachungsplätze und ist direkt an den OP-Bereich angegliedert. Während Sie in einer freundlichen Atmosphäre in Ruhe zu sich kommen, behalten unsere Mitarbeiter Ihre Vitalfunktionen – Atmung, Bewusstsein, Blutkreislauf – im Blick und behandeln eventuell nach der OP aufkommende Schmerzen. Sind Sie wieder vollständig bei Bewusstsein und eine weitere Überwachung ist nicht mehr notwendig, werden Sie auf die Normalstation verlegt. Ist eine weitere Überwachung – zum Beispiel nach großen operativen Eingriffen oder bei schweren Erkrankungen – notwendig, verlegen wir Sie auf unsere Intensivstation.

  8. Entlassung und Nachkontrollen

    Am Entlassungstag geben wir Ihnen neben den zunächst erforderlichen Medikamenten einen Arztbrief mit, der Informationen über Ihren Behandlungs- und Genesungsverlauf enthält. Eine Kopie des Arztbriefes senden wir per Post an Ihren behandelnden Arzt. Um den Genesungsverlauf zu überwachen, sind nach der Operation Kontrolluntersuchungen in unserer Klinik notwendig. Diese finden im Rahmen unserer Sprechzeiten statt. Bitte vereinbaren Sie vorab einen Termin unter Telefon (05521) 866 401.