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Der Motor des Körpers: Erkrankungen des Herzmuskels behandeln

Der Motor des Körpers: Erkrankungen des Herzmuskels behandeln

Das Herz ist der wichtigste Muskel des Menschen. Doch genau wie jeder andere Muskel im Körper kann auch dieser von Infektionen und Erkrankungen betroffen sein.

Bei einer Myokarditis ist der Herzmuskel entzündet. Ursache ist oft eine Infektion, beispielsweise der Atemwege: Die Erreger gelangen ins Herz und greifen auf die Herzmuskelzellen, manchmal auch auf die Herzkranzgefäße, über. Im schweren Verlauf kann eine Entzündung des Herzmuskels zu Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen und „Kardiomyopathie“ führen.  

Unter dem Begriff Kardiomyopathie werden verschiedene Erkrankungen des Herzmuskels selbst zusammengefasst. Ihnen gemeinsam ist, dass sie das Muskelgewebe und seine Struktur verändern und dieses schließlich an Leistungsfähigkeit verliert. Die Funktionsstörungen führen häufig zu einer Verdickung (Hypertrophie) oder Erweiterung (Dilatation) des Herzmuskels. Neben einer Entzündung des Herzmuskels können auch genetische Ursachen, Stoffwechsel- und Bindegewebserkrankungen eine Kardiomyopathie  verursachen.

Diagnostik

Zunächst befragen wir Sie zu Ihren Beschwerden und klären mögliche Vorerkrankungen. Daran schließen sich eine Labor-Untersuchung Ihres Blutes und verschiedene körperliche Untersuchungen an: Mit einem Ultraschall Ihres Herzens („Echokardiographie“) können wir im Falle einer Herzmuskelentzündung feststellen, ob sich gegebenenfalls Flüssigkeit im Herzbeutel gesammelt hat oder ob es Anzeichen für eine Herzschwäche gibt. Im Falle einer Kardiomyopathie lässt sich feststellen, ob sich Struktur und Funktion des Herzens verändert haben.  

Ein Elektrokardiogramm (EKG) gibt Aufschluss über mögliche Herzrhythmusstörungen. Eine Röntgenuntersuchung des Brustkorbs kann eine Vergrößerung des Herzens aufzeigen. Eine Magnetresonanztomographie  liefert weitere Aufschlüsse über Zustand und Funktion von Herzmuskel und Herzklappen. Bei einer Herzkatheter-Untersuchung können wir gegebenenfalls Gewebeproben für eine Analyse im Labor entnehmen (Myokardbiopsie). So können wir die Struktur des Herzmuskels oder Krankheitserreger weiter untersuchen.

Behandlung

Sind Bakterien die Ursache der Herzmuskelentzündung behandeln wir diese mit Antibiotika. Finden wir Viren,  werden neben Bettruhe und körperlicher Schonung Medikamente,  sogenannte Virustatika, eingesetzt. Treten Folgeerkrankungen wie Herzrhythmusstörungen oder Herzschwäche auf, behandeln wir diese entsprechend.  

Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathie) behandeln wir in der Regel mit Medikamenten. In einem fortgeschrittenen Krankheitsstadium ist auch der Einsatz eines Kardioverter-Defibrillators, der im Notfall einen Herzschocktherapie auslöst,  oder eines biventrikulärer Schrittmachers, der die Pumpfunktion des Herzens verbessert, möglich.