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Risikofaktor Bluthochdruck

Risikofaktor Bluthochdruck

Rund 70 Mal pro Minute zieht sich unser Herzmuskel zusammen, um alle Organe und Gefäße mit Blut zu versorgen. Aus dem Widerstand der Gefäße und der Pumpleistung des Herzens ergibt sich der messbare Blutdruck. Ist der Blutdruck dauerhaft zu hoch, werden der Herzmuskel überlastet und Blutgefäßwände geschädigt. Dadurch ist er Mitauslöser von Herzinfarkt, Herzschwäche, Vorhofflimmern und anderen Erkrankungen, die das Herz in Mitleidenschaft ziehen, wie der Hypertensiven Herzkrankheit.

Wir sprechen von „Bluthochdruck“, wenn der Blutdruck in den Pulsadern erhöht ist. Das ist der Fall, wenn der obere, sogenannte systolische Blutdruck (wenn das Herz maximal zusammengezogen ist) bei 140 mmHg oder mehr als liegt oder wenn der untere, sogenannte diastolische Blutdruck (wenn das Herz wieder erschlafft) bei oder mehr als 90 mmHg liegt.  

Tückisch: Bluthochdruck verursacht oft lange Zeit keine Beschwerden  

Warnsignale wie Schwindel, Übelkeit oder Nasenbluten verbinden die meisten nicht mit den Folgen eines Bluthochdrucks. Sie treten auch nicht bei jedem Betroffenen auf. Bluthochdruck kann verschiedene Ursachen haben, in der Mehrzahl der Fälle wird kein eindeutiger Auslöser gefunden. Wir sprechen dann von der primären Hypertonie. Bei der sogenannten sekundären Hypertonie ist Bluthochdruck die Folge einer anderen eigenständigen Erkrankung.  

Bluthochdruck wird mit Medikamenten behandelt.  In vielen Fällen leitet Ihr Hausarzt oder der niedergelassene Internist die Therapie ein und überwacht sie. Kommt es zu Entgleisungen des Blutdrucks, die Beschwerden hervorrufen, oder normalisieren sich Ihre Werte trotz regelmäßiger Medikamenteneinnahme nicht, sollten Sie sich in unseren kardiologischen Sprechzeiten  vorstellen.

Diagnostik

Zunächst befragen wir Sie zu Ihren Beschwerden und klären mögliche Vorerkrankungen ab. Im Anschluss folgen eine Laboruntersuchung Ihres Blutes und körperliche Untersuchungen, in erster Linie Blutdruckmessungen. Gegebenenfalls ist es notwendig, Folgeschäden an Herz und Gefäßen, die der Bluthochdruck ausgelöst hat, zu untersuchen, hier kommt beispielsweise eine Echokardiographie („Herzecho“-Link), also ein Herz-Ultraschall, zum Einsatz.

Therapie

Mit einer medikamentösen Therapie versuchen wir, Ihren Bluthochdruck zu senken, Beschwerden zu lindern und Blutdruckentgleisungen vorzubeugen. Gegebenenfalls stellen wir Sie dabei medikamentös neu ein. Falls notwendig kümmern wir uns zudem um eventuell bereits eingetretene, behandlungsbedürftige Folgeschäden des Bluthochdrucks.