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Leistungen

Lebererkrankungen

Lebererkrankungen

Die Leber (Hepar) spielt beim Stoffwechsel eine zentrale Rolle: Als Entgiftungszentrale des Körpers entzieht sie dem Blut gefährliche Stoffe, produziert Galle für die Verdauung und verwertet verdauliches Eiweiß und Kohlenhydrate. Ohne die Funktionen der Leber können wir nicht leben.

In unserer Klinik behandeln wir unter anderem

  • Akute und chronische Leberentzündungen mit unterschiedlichen Ursachen (Hepatitis)
  • Leberzirrhose (Schrumpfleber)
  • Lebertumore

Unsere Diagnostik

In einem ersten Gespräch befragen wir Sie zu Ihren Beschwerden und klären mögliche Vorerkrankungen. Im Anschluss folgen eine Laboruntersuchung Ihres Blutes und verschiedene körperliche Untersuchungen, wie eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) oder Spiegelungen des Magen-Darm-Traktes. Zusätzlich können röntgendiagnostische Untersuchungen des Bauchraumes durchgeführt werden. Gegebenenfalls wird unter Ultraschallkontrolle eine Gewebeprobe der Leber entnommen und anschließend mikroskopisch untersucht, um eine sichere Diagnose zu erhalten.

Individuelle Behandlung

Entzündungen der Leber werden meist durch Viren, Gifte, Medikamente oder Autoimmunerkrankungen ausgelöst. Je nach Ursache entscheidet man verschiedene Hepatitis-Formen. Von der Entzündung können begrenzte Zonen oder das gesamte Lebergewebe betroffen sein. Die Entzündung schädigt die Leberzellen, die Leberfunktion wird beeinträchtigt. Eine akute Entzündung kann ausheilen oder sich zu einer chronischen Erkrankung entwickeln.  

Je nach Ursache der Leberentzündung gibt es unterschiedliche Behandlungsformen. Wurde die Entzündung durch Alkohol oder Medikamente hervorgerufen, dürfen Betroffene die Stoffe nicht mehr zu sich nehmen. Fast die Hälfte der Leberentzündungen wird mit Medikamenten behandelt. Ist die Leberfunktion stark eingeschränkt oder nicht mehr heilbar, ist eine Lebertransplantation nötig.

Bei einer Leberzirrhose wandelt sich das Lebergewebe nach und nach in Narben- und Bindegewebe um. Auslöser können Leberentzündungen und chronischer Alkoholkonsum sein. Je mehr Gewebe sich umwandelt, desto mehr nimmt die Leberfunktion ab. Diese Umwandlung von Gewebe lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Durch die Behandlung versuchen wir, das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten. Dazu müssen Patienten leberschädigende Stoffe meiden. Außerdem behandeln wir die Auslöser der Krankheit sowie mögliche Komplikationen, die durch die Leberzirrhose im Körper entstehen.

Primäre Lebertumore, also Tumore bei denen die bösartigen Zellen direkt aus der Leber stammen, entstehen in 80 Prozent der Fälle auf Grundlage einer bestehenden Leberzirrhose. Die häufigste Krebserkrankung der Leber sind jedoch Tochtergeschwülste (Metastasen) aus anderen Organen, wir sprechen dann von sekundären Lebertumoren. Art des Tumors und Ausmaß der Tumorausbreitung entscheiden, wie der Patient behandelt wird. Im Rahmen unserer Tumorkonferenz stimmen wir die Behandlung unserer Tumorpatienten mit den anderen Fachabteilungen der Klinik ab und legen gemeinsam einen individuellen Therapieplan fest, der neben operativen Eingriffen auch notwendige Vor- und Nachbehandlungen (zum Beispiel Chemotherapie, Strahlentherapie)umfasst.