Leistungen

Erkrankungen der Speiseröhre

Erkrankungen der Speiseröhre

Die Speiseröhre (Ösophagus) ist Teil des oberen Verdauungstraktes. Der Muskelschlauch verbindet den Rachenraum mit dem Magen, um die im Mund aufgenommene Nahrung in den Magen zu befördern. Bei Beschwerden an der Speiseröhre stehen Ihnen Fachärzte beratend und behandelnd zur Seite.

In unserer Klinik behandeln wir unter anderem

  • Sodbrennen
  • Refluxerkrankungen
  • Speiseröhrenentzündung
  • Krampfadern der Speiseröhre (Varizen)
  • Tumore der Speiseröhre

Unsere Diagnostik

In einem ersten Gespräch befragen wir Sie zu Ihren Beschwerden und klären mögliche Vorerkrankungen. Im Anschluss folgen eine Laboruntersuchung Ihres Blutes und eine körperliche Untersuchung. Bei einer Speiseröhren- und Magenspiegelung untersuchen wir die Speiseröhre auf Veränderungen. Zudem können eine Langzeitsäuremessung (pH-Metrie) und eine Druckmessung der Speiseröhre (Manometrie) durchgeführt werden. Mit der pH-Metrie ermitteln wir den pH-Wert der unteren Speiseröhre und die Stärke des Magensäurerückflusses in die Speiseröhre. Bei der Manometrie wird untersucht, wie kräftig der Schließmuskel der Speiseröhre ist. In einzelnen Fällen muss die Diagnostik durch eine Röntgenuntersuchung (Ösophagus-Breischluck) und durch eine Computertomographie ergänzt werden.

Sodbrennen entsteht, wenn saurer Magensaft in der Speiseröhre nach oben steigt. Gelegentliches Sodbrennen ist in der Regel nicht gefährlich. Oft hilft es bereits, auf Speisen und Getränke, die den Magen reizen, zu verzichten – für viele Betroffene sind das zum Beispiel Alkohol sowie fetthaltige und scharfe Speisen. Gelegentlich können auch säurebindende Medikamente sinnvoll sein.  

Tritt Sodbrennen häufiger auf, sollten Betroffene den Hintergrund der Beschwerden ärztlich abklären lassen. Die Ursachen können vielfältig sein und müssen entsprechend individuell behandelt werden: Möglich sind eine Refluxerkrankung, eine Speiseröhrenentzündung, ein Zwerchfellbruch, Speiseröhrenkrebs, ein Magenleiden oder bestimmte Medikamente.

Bei Refluxerkrankungen ist der Verschlussmechanismus der Speiseröhre gestört: Die Magensäure fließt in die Speiseröhre zurück (Reflux ist lateinisch für Rückfluss). Die untere Speiseröhre wird dadurch gereizt und angegriffen, eventuell entstehen Entzündungen.  

Refluxerkrankungen werden medikamentös durch Säureblocker behandelt. In bestimmten Fällen kommen auch operative Verfahren in Frage, wir nutzen dann die minimal-invasive Technik. Die Behandlung dieser Patienten erfolgt im Team mit den Kollegen der Viszeralchirurigie.

Speiseröhrenentzündungen können verschiedene Ursachen haben. Häufig wird die Entzündung durch Refluxerkrankungen ausgelöst. Aber auch Verätzungen in der Speiseröhre oder Infektionen mit Pilzen oder Viren können Ursache der Krankheit sein.  

Eine Speiseröhrenentzündung behandeln wir mit säurebindenden Medikamenten. Zudem beraten wir Sie zu Ihrer Ernährung – in einigen Fällen kann eine Ernährungsumstellung die Beschwerden lindern. Liegt eindeutig ein Defekt des Verschlussmechanismus als Ursache der Erkrankung vor, kann eine Operation den Rückfluss unterbinden.  Die Behandlung dieser Patienten erfolgt im Team mit den Kollegen der Viszeralchirurigie.

Krampfadern in der Speiseröhre entstehen als Folge von Störungen im Blutkreislauf der Leber. Häufigste Ursache ist eine Leberzirrhose.

Wenn möglich behandeln wir die Ursache der Krampfadern. Zudem gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Speiseröhrenkrampfadern selbst zu behandeln. Im Vordergrund steht dabei, Blutungen vorzubeugen, beispielsweise durch Medikamente. Ist eine Blutung sehr wahrscheinlich, können wir Krampfadern in einem Eingriff veröden.

Die Ursachen für bösartige Tumore der Speiseröhre sind noch nicht eindeutig geklärt. Zu den Risikofaktoren gehören das Rauchen und ein erhöhter Alkoholkonsum, aber auch Refluxerkrankungen. Wurde ein bösartiger Tumor der Speiseröhre diagnostiziert, schließen sich Folgeuntersuchungen (Blutuntersuchungen, Computertomographie, Ultraschalluntersuchung) an, um festzustellen, ob die Lymphknoten befallen sind und ob sich bereits Tochtergeschwülste (Metastasen) gebildet haben.  

Zur Behandlung von Speiseröhren-Tumoren kommen sowohl operative Eingriffe als auch eine Strahlentherapie und eine Chemotherapie in Frage. Auch eine Kombination der Verfahren ist möglich. Im Rahmen unserer Tumorkonferenz stimmen wir die Behandlung unserer Tumorpatienten mit den anderen Fachabteilungen der Klinik ab und legen gemeinsam einen individuellen Therapieplan fest.