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Leistungen

Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse

Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse

Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) ist eine Drüse hinter dem Bauchfell. Sie bildet eiweiß- und fettspaltende Enzyme (exokrine Funktion) sowie die Stoffwechselhormone Insulin und Glukagon (endokrine Funktion). Bei Funktionsstörungen und Erkrankungen der Bauchspeichdrüse bieten wir Ihnen in der Gastroenterologie eine verlässliche Versorgung.

In unserer Klinik behandeln wir unter anderem

  • Störungen der endokrinen Funktion (Diese Störungen können unter anderem Formen der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) hervorrufen.)
  • Akute Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • Chronische Bauchspeicheldrüsenentzündungen
  • Bauchspeicheldrüsentumore

Unsere Diagnostik

Um Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse wirksam zu behandeln, ist eine präzise und umfassende Diagnostik notwendig. In einem ersten Gespräch befragen wir Sie zu Ihren Beschwerden und klären mögliche Vorerkrankungen. Im Anschluss folgen eine Laboruntersuchung Ihres Blutes, körperliche Untersuchungen und bildgebende Verfahren. Dazu zählen eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie), die Kombination einer Magenspiegelung mit Ultraschalluntersuchung von innen (Endosonographie) und eine Computer- und Magnetresonanztomographie des Bauchraumes.  

In bestimmten Fällen wird auch eine sogenannte Endoskopische retrograde Cholangio-Pancreaticographie (ERCP) durchgeführt. Wie bei einer Magenspiegelung führt der Arzt ein Endoskop über den Mund ein. Er schiebt das Endoskop über den Magen und Dünndarm bis zur Mündungsstelle des Gallenganges vor. Dann wird ein Kontrastmittel gespritzt, mit dessen Hilfe Röntgenstrahlen die Gallengänge, die Gallenblase und den Ausscheidungsgang der Bauchspeicheldrüse abbilden.

Individuelle Behandlung

Die akute Bauchspeicheldrüsenentzündung ist eine lebensbedrohliche Erkrankung. Als Auslöser kommen neben Vergiftungen (Alkohol!) auch Entzündungen anderer Organe und Gallensteine in Frage. Aufgrund der Schwere der Erkrankung werden Patienten auf der Intensivstation versorgt und überwacht. Je nach Schwere der Entzündung entfernen wir in einer Operation auch das abgestorbene Gewebe. Bei der Behandlung der Patienten arbeiten wir eng mit den Kollegen der Viszeralchirurgie zusammen.  

Sind Gallensteine die Ursache, so müssen diese entfernt werden – danach klingt die Entzündung meist ab. Die Entfernung der Gallensteine gelingt mitunter bereits im Rahmen einer Endoskopischen retrograden Cholangio-Pancreaticographie (ERCP). Im Rahmen einer ERCP können wir auch einen Stent (ein Kunststoffröhrchen) einsetzen und so den Sekretabfluss wieder ermöglichen. Gelingt es nicht, die Gallensteine endoskopisch zu entfernen, operieren wir.

Eine chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung kann ähnliche Ursachen haben wie die akute Form. Dabei besteht die Gefahr, dass die langdauernde Entzündung schließlich in Krebs übergeht. Die Behandlung der Erkrankung erfolgt mit Schmerzmitteln. Hat sich durch die andauernde Entzündung ein Diabetes entwickelt, muss auch dieser behandelt werden.  Bei einigen Patienten ist es erforderlich, die Bauchspeicheldrüse operativ zu entfernen. Dabei arbeiten wir eng mit den Kollegen der Viszeralchirurgie zusammen.

Gutartige Tumore der Bauchspeicheldrüse sind relativ selten. Kommen sie doch vor, liegt ihr Ursprung häufig im hormonproduzierenden Teilen der Bauchspeicheldrüse, der sogenannten endokrinen Pankreas. Die gutartigen Tumore können verschiedene Hormone ins Blut abgeben und dadurch mitunter den Körperhaushalb erheblich stören. In diesen Fällen ist eine Operation notwendig.  

Bösartige Pankreastumore zählen zu den heimtückischsten Tumoren, da sie anfänglich schmerzlos wachsen können, ohne die Funktion des Organs oder seines Umfelds zu beeinträchtigen. Die Ursache ist noch nicht vollständig erforscht. Die Tumore wachsen schnell und können früh in andere Organe streuen. Die besten Heilungschancen bestehen, wenn der Krebs im Frühstadium entdeckt wird. Leider wird der bösartige Tumor aufgrund der späten Symptome und des schnellen Wachstums häufig erst spät erkannt.  

Die Behandlung der Patienten erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den anderen Fachabteilungen der Klinik. In der Tumorkonferenz legen wir den genauen Therapieplan – operative Behandlung, unterstützende Chemotherapie oder Ähnliches – für jeden Patienten individuell fest.