Bilder ohne Strahlenbelastung - Magnetresonanztomographie

Die Magnetresonanztomographie (MRT), auch Kernspintomographie genannt, ist ein bildgebendes Verfahren, das den Körpers in Schichten darstellt. Vor allem für die Darstellung von Weichteilen und Organen geeignet, können unsere Ärzte anhand dieser Bilder Organstrukturen und -funktionen beurteilen.

Die Magnetresonanztomographie erzeugt mit Hilfe von Magnetwellen, auf die die in unseren Zellen vorkommenden Wasserstoffmoleküle reagieren, dreidimensionale Bilder. Daher lassen sich mit der MRT Weichteilgewebe und Körperflüssigkeiten am besten darstellen. Weniger gut sieht man beispielsweise Knochen und die luftgefüllte Lunge, denn dort steht nur wenig Wasser zur Verfügung.

Magnetresonanztomographie mit Kontrastmittel

Für manche Fragestellungen verabreichen wir vor der Magnetresonanztomographie ein Kontrastmittel. Dieses wird entweder in eine Vene des Patienten gespritzt, wo es sich über den Blutkreislauf im ganzen Körper ausbreitet oder, bei Untersuchungen des Verdauungstrakts, als Trinkflüssigkeit gegeben.

Vor einer MRT mit Kontrastmittelinjektion in die Venen sollte bei bekannten Nierenfunktionseinschränkungen oder Nierenvorerkrankungen ein aktueller Kreatinin-Wert vorliegen. Den Wert erhalten Sie von Ihrem Hausarzt. Bitte bringen Sie ihn mit, wenn Sie zu einer MRT-Untersuchung mit möglicher oder geplanter Kontrastmittelgabe zu uns kommen.

Vor der MRT-Untersuchung

Aufgrund des starken Magnetfeldes müssen Sie für die Untersuchung alle metallhaltigen und magnetisierbaren bzw. elektronischen Gegenstände ablegen. Hierzu zählen Schmuck, Piercings, Brillen, Gürtel, Kleidungsstücke mit Reißverschluss, Schlüssel, Münzen, Haarklammern, Hörgeräte, herausnehmbarer Zahnersatz, Büstenhalter (mit Metallbügeln), Uhren, Magnetkarten (Kreditkarten) und Handy.

Wegen des starken Magnetfeldes müssen Sie Ihren Arzt über Implantate und andere Fremdmaterialien im Körper informieren. Dies umfasst Prothesen mit Metallanteil, im Körper befindliche Nägel, Platten oder Schrauben, Verhütungsspiralen, Stents und Metallsplitter, die nach Unfällen oder Schussverletzungen im Körper verblieben sind.

Patienten mit bestimmten elektronischen Implantaten (Schmerz-therapiepumpen, Innenohrimplantaten wie Cochleaimplantaten, Insulinpumpen) können in der Regel nicht untersucht werden. Bei neueren Schrittmachern und Defibrillatoren kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Untersuchung erfolgen. Hierzu überprüfen wir den Schrittmacher gründlich und wägen das Risiko ab.

Informieren Sie uns vor der MRT-Untersuchung auch über eventuelle Tätowierungen oder Permanent-Make-up, denn einige Farbstoffe enthalten Metallpartikel. Im MRT kann es dadurch zu Hautreizungen bis hin zu Verbrennungen kommen. Normales Make-up müssen Sie eventuell vor der Kernspintomografie entfernen.

Ablauf einer MRT-Untersuchung

Für die MRT-Untersuchung müssen Sie sich als Patient auf die fahrbare, schmale Liege des MRT-Geräts legen. Dann werden Sie in die Röhre geschoben. Solange die Untersuchung andauert, sollten Sie möglichst still liegen, damit scharfe Bilder erstellt werden können. Bei Untersuchungen des Brust-oder des Bauchraumes kann es vorkommen, dass Sie zwischendurch auch kurz die Luft anhalten oder Atemkommandos Folge leisten müssen.

Laute Klopfgeräusche begleiten die MRT-Untersuchung. Sie entstehen durch das Zu- und Abschalten der Magnetspulen im Vorfeld bekommen sie daher einen Kopfhörer mit Musik, der zugleich die Anweisungen des medizinischen Personals überträgt.

Wenn Sie an Platzangst leiden, teilen Sie uns dies vorher bitte mit. Damit Sie die Enge in der Röhre besser ertragen, bieten wir Ihnen die Einnahme von Beruhigungsmitteln an. Zudem können wir Sie über einen Lautsprecher in der Magnetröhre hören und über eine installierte Kamera sehen.

Eine Magnetresonanztomographie dauert im Durchschnitt zwischen 30 und 45 Minuten.