Linksatriales Vorhofflattern

Abbildung 1: Schematische Darstellung eines atypischen (linksatrialen) Flatterns.

Das dreidimensionale Bildgebungsverfahren spielt bei dem linksatrialen Vorhofflattern genauso eine große Rolle wie bei der konventionellen Pulmonalvenenisolation bei Vorhofflimmern, denn bei der linksgelegenen kreisenden Erregung können mehrere Mechanismen der Rhythmusstörung zugrunde liegen (s. Abb. 1 und 2). Mithilfe des Bildgebungsverfahrens lässt sich nämlich feststellen, an welcher Stelle eine Verödungstherapie angesetzt werden sollte. Oft sind auch mehrere Kreise nachweisbar, welche die Behandlung eines atypischen Vorhofflatterns wesentlich komplizieren.

Abbildung 2: 3D-Mapping mit CARTO3 einer linken Vorkammer mit dachabhängigem Vorhofflattern und Ablationspunkte am Vorhofdach.

Untersuchungsablauf:


Für die Untersuchung benötigt man neben den Ablationskatheter drei diagnostische Elektrodenkatheter (RV, CS und HD-Mapping Katheter (HD-Grid oder Pentaray)). Diese werden über die Leistenvenen bis zum Herzen eingeführt. Deshalb werden beide Leisten für diese Untersuchung vorbereitet. Um in die linke Vorkammer zu gelangen, muss eine Punktion durch die Vorhofscheidewand vorgenommen werden (transseptale Punktion). Die Behandlung wird unter guter lokaler Betäubung und ausreichender Anlagosedierung (intravenöse Schmerz- und Sedierungstherapie) durchgeführt.


Nach der Behandlung wird ein zirkulärer Druckverband um die Leiste für einige Stunden (in der Regel vier bis sechs Stunden) angelegt. Sie werden nach dem Aufwachen auf Ihrer Station mit einem Fernüberwachungsgerät bis zum nächsten Tag überwacht.


Wir empfehlen Ihnen, nach der Behandlung die Leisten für weitere drei Tage zu schonen. Um Nachblutungen aus den Leisten zu verhindern, sollten in dieser Zeit folgenden Tätigkeiten vermieden werden: Schweres heben, Fahrrad fahren, starkes pressen im Bauch, schnelles laufen, Schwimmen oder ähnliches.