Schlaganfällen vorbeugen: Operationen an der Halsschlagader

Jeder vierte Schlaganfall ist auf eine Minderdurchblutung des Gehirns infolge krankhafter Veränderungen an den Halsschlagadern zurückzuführen. Eine rechtzeitige Beseitigung der Einengung durch eine gefäßchirurgische Operation kann einem Schlaganfall effektiv vorbeugen.

Voraussetzung für die Operation ist eine hochgradige Verengung einer oder mehrerer Halsschlagadern. Meist entsteht diese durch kalk- und fetthaltige Gefäßwandeinlagerungen (Plaque), an denen sich Blutgerinnsel bilden, die zu einem Verschluss der Halsschlagader führen oder zusammen mit abgelösten Plaqueteilchen kleinste Gefäßabschnitte im Gehirn verstopfen.

Diagnostik bei Halsschlagaderenge

Zur Messung der Verengung der Halsschlagader führen wir eine Farbduplexsonographie durch. Sie gilt als die exakteste Methode zur Bestimmung des Verengungsgrades. Darüber hinaus erlaubt eine harmlose Ultraschalluntersuchung eine Beurteilung der Plaquebeschaffenheit. Die Diagnostik können wir, falls notwendig, durch weitere Untersuchungen wie CT und MRT ergänzen.

Behandlung bei Halsschlagaderenge

Sollte ein Eingriff erforderlich sein, wählen wir zwischen der Möglichkeit, die Verengung durch Erweitern der Halsschlagader oder durch Entfernen der Kalkablagerungen zu beseitigen. Welche Behandlungsmethode zum Einsatz kommt, hängt von der Ausprägung der Verengung, die Beschaffenheit der Ablagerungen sowie von vorhandenen Begleiterkrankungen ab. Ziel der Operation ist, dass das Gehirn durch die Halsschlagader wieder ausreichend mit Blut versorgt werden kann.