Ultraschalluntersuchungen in der Gastroenterologie

Die Ultraschalldiagnostik (Sonografie) stellt die Basisuntersuchung für Patienten mit Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes dar. Jährlich führen wir zirka 2.500 sonografische Untersuchungen durch.

Nachfolgend stellen wir Ihnen die einzelnen Ultraschalluntersuchungen, die wir in unserer Gastroenterologie anbieten, vor:

Konventionelle Ultraschalluntersuchung
Beim konventionellen Ultraschall stellen wir die Bauchorgane und das Gewebe mittels Ultraschallwellen auf einem Monitor dar. Hierzu setzen wir lediglich den Schallkopf des Ultraschallgerätes auf die Haut über dem Organ/den Organen auf.

Farbduplexuntersuchung
Mit der Farbduplexuntersuchung  erhalten wir zusätzlich Auskünfte über die Durchblutung von Organen  aber auch über den Blutfluss der großen Arterien und Venen im Bauchraum. So können wir Verengungen der Nierenarterien feststellen und Thrombosen (Bildung eines Blutgerinnsels) der Oberbauchvenen sicher erkennen.

Kontrastmittelsonografie
Eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes mit Kontrastmittel führen wir durch, um die Blutversorgung von Organen zu untersuchen. Während der Ultraschalluntersuchung spritzen wir ein spezielles, gut verträgliches Ultraschallkontrastmittel in Ihre Vene. Das Kontrastmittel macht den Blutfluss in den Organgefäßen und damit die Blutversorgung des Gewebes im Ultraschall sichtbar.

Sonografisch gesteuerte Punktion
Im Weiteren können wir mittels sonographisch-geführter und gezielter Punktion eine Probe aus verschiedenen Organen entnehmen, um insbesondere die Herkunft von Tumoren klären und Ihnen somit eine adäquate tumorspezifische Therapie ermöglichen zu können. Hauptsächlich punktieren wir Tumorabsiedlungen innerhalb der Leber. Wir führen eine solche Punktion unter lokaler Betäubung durch.  Jedoch ist bei besonderer Angst vor einer Punktion eine leichte Sedierung möglich. Die Punktion selbst dauert nur wenige Sekunden.

Endoskopische Ultraschalluntersuchung (EUS)
Die Endoskopische Ultraschalluntersuchung ist eine Kombination aus Spiegelung und Ultraschalluntersuchung. Der Ultraschall findet hier von innen statt: An der Spitze des Endoskopes befindet sich eine kleine Ultraschallsonde. Die Kamera des Endoskops zeigt die sichtbare Oberfläche des Organinneren und somit den Zustand der Organwände. Abhängig vom jeweiligen Gerätetyp können wir während der Spiegelung Gewebeproben entnehmen. Wir erhalten bei dieser Untersuchung eine bessere Bildqualität als bei einem konventionellen Ultraschall und können auch Organe untersuchen, die mit dem normalen Ultraschall nur schwer zugänglich sind.