Erkrankungen der Speiseröhre – So helfen wir Ihnen

Die Speiseröhre (Ösophagus) ist Teil des oberen Verdauungstraktes und verbindet den Rachenraum mit dem Magen. Bei Beschwerden in der Speiseröhre stehen Ihnen unsere Fachärzte beratend zur Seite.

Diagnose von Erkrankungen der Speiseröhre

Zunächst befragen wir Sie in einem ersten Gespräch zu Ihren Beschwerden und klären mögliche Vorerkrankungen. Anschließend folgen eine Blutuntersuchung und umfassende körperliche Untersuchung. Bei einer Speiseröhren- und Magenspiegelung untersuchen wir die Speiseröhre auf Veränderungen. Zum Nachweis eines Rückflusses (Reflux) von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre führen wir eine Langzeitsäuremessung, die sogenannte 96 Stunden-Kapsel-pH-Metrie, durch. Zur Beurteilung wie kräftig der Schließmuskel der Speiseröhre ist, setzen wir eine Druckmessung der Speiseröhre (Manometrie) ein. In einzelnen Fällen müssen wir die Diagnostik durch eine Röntgenuntersuchung (Ösophagus-Breischluck) und Computertomographie ergänzen.

BRAVO ph-Metrie

Mittels BRAVO pH-Metrie messen wir den pH-Wert der unteren Speiseröhre, um die Stärke des Magensäurerückflusses in die Speiseröhre festzustellen. Hierbei verankern wir mit Hilfe des Endoskops eine etwa zwei Zentimeter große Kapsel im unteren Drittel der Speiseröhre. Die Kapsel sendet per Funk die gemessenen Säurewerte an einen Rekorder, den Sie an einem Gürtel tragen. Die Messzeit beträgt bis zu 96 Stunden. Anschließend werten wir die Daten aus. Die Messkapsel fällt nach vier bis sechs Tagen von der Speiseröhre ab und wird mit dem Stuhl ausgeschieden.

Die Ergebnisse liefern eine wichtige Basis für die Entscheidung, ob wir eine länger bestehende Refluxerkrankung weiter medikamentös therapieren können oder ob wir einen zugrundeliegenden Zwerchfellbruch operativ therapieren müssen.

Behandlung von Sodbrennen

Sodbrennen ist ein häufiges Symptom, das auf eine Entzündung im unteren Drittel der Speiseröhre hinweist. Es wird durch Reflux von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre verursacht.
Gelegentliches Sodbrennen ist in der Regel ungefährlich. Oft hilft bereits der Verzicht auf Speisen und Getränke, die den Magen reizen wie Alkohol, fetthaltiges und scharfes Essen. Einigen Betroffenen helfen auch säurebindende Medikamente.

Leiden Sie hingegen unter häufigem Sodbrennen, sollten Sie Ihre Beschwerden ärztlich abklären lassen. Die Ursachen können vielfältig sein und müssen entsprechend individuell behandelt werden: Infrage kommen eine Refluxerkrankung, eine Speiseröhrenentzündung, ein Zwerchfellbruch, Speiseröhrenkrebs, ein Magenleiden oder die Einnahme bestimmter Medikamente.

Behandlung bei Refluxerkrankungen

Bei Refluxerkrankungen ist der Verschlussmechanismus der Speiseröhre gestört: Die Magensäure fließt in die Speiseröhre zurück. Dies reizt die untere Speiseröhre, was wiederum zu Entzündungen führen kann.

Refluxerkrankungen behandeln wir in der Regel medikamentös durch Säureblocker. In bestimmten Fällen kommen auch operative Verfahren infrage.

Behandlung von Speiseröhrenentzündungen

Speiseröhrenentzündungen können verschiedene Ursachen haben. Häufig löst eine Refluxerkrankung die Entzündung aus. Aber auch Verätzungen in der Speiseröhre oder Infektionen durch Pilze oder Viren kommen als Ursache infrage.

Eine Speiseröhrenentzündung behandeln wir mit säurebindenden Medikamenten. Zudem beraten wir Sie zu Ihrer Ernährung – in einigen Fällen kann eine Ernährungsumstellung Ihre Beschwerden lindern. Liegt der Erkrankung ein Defekt des Verschlussmechanismus zugrunde, kann eine Operation den Rückfluss verhindern.