Magen-Darm-Erkrankungen – Hier sind Sie richtig

Der Magen speichert vorübergehend unsere Nahrung, um sie anschließend zur Verdauung an den Darm weiterzugeben. Wenn Magen oder Darm erkrankt sind, ist das für Betroffene häufig unangenehm und schmerzhaft. Bei Beschwerden steht Ihnen unsere Gastroenterologie mit einer umfassenden Diagnostik und Therapie zur Seite.

Diagnose bei Magen-Darm-Erkrankungen

Zur Diagnostik von Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt steht uns eine Reihe von Untersuchungsmethoden zur Verfügung. Zunächst klären wir in einem ersten Gespräch Ihre Beschwerden und mögliche Vorerkrankungen. Anschließend folgen Laboruntersuchungen und, je nach Erkrankung, weitere körperliche Untersuchungen:

Zur Erfassung einer Entzündung der Magenschleimhaut (Gastritis) führen wir während einer Kurznarkose eine Magenspiegelung (Gastroskopie) durch. Hierbei suchen wir die Magenschleimhaut auf entzündliche Veränderungen und Geschwüre (Ulzera) ab. Außerdem entnehmen wir winzige Schleimhautproben, die wir auf Bakterien untersuchen.

Im Rahmen einer Magen- und Darmspiegelung schätzen wir die Aktivität der entzündlichen Veränderungen ein. Zudem entnehmen wir Proben für die feingewebliche Untersuchung (Stufenbiopsie). Die Befunde bilden die Grundlage für Art und Intensität der medikamentösen Therapie und endoskopischen Kontrollintervalle.

Zur Vorsorge bieten wir eine Spiegelung des Dickdarms (Koloskopie) sowohl für stationäre als auch für ambulante Patienten an. Hierbei suchen wir nach Krebsvorstufen, die wir in derselben Spiegelung abtragen und zur feingeweblichen Untersuchung einschicken. Wird ein Darmkrebs nachgewiesen, bestimmen wir zunächst das Tumorstadium. Nach diesem richtet sich die anschließende Therapie.

Behandlung von Magen-Darm-Erkrankungen

Basierend auf den Untersuchungsergebnissen erstellen wir auf wissenschaftlicher Basis für jeden Patienten die bestmögliche individuelle Therapie.

Die akute Entzündung der Magenschleimhaut (Gastritis) ist eine häufige Erkrankung, die zu Beschwerden wie Brennen oder Schmerzen im Oberbauch führt. Hier kann es bereits ausreichen, den Magen ein paar Tage zu schonen. Eventuell geben wir Ihnen Medikamente, die die Wirkung der Magensäure reduzieren. Bei Nachweis des häufig im Magen anzutreffenden Bakteriums Helicobacter pylori erfolgt eine einwöchige Antibiotika-Behandlung. Hierdurch können wir die spätere Ausbildung von Magen- oder Zwölffingerdarm-Geschwüren verhindern.

Ein Schwerpunkt unserer klinischen Tätigkeit ist die Behandlung von Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Die medikamentöse Therapie zielt darauf, Entzündungen zu hemmen und Symptome zu lindern. Diese führen wir in enger Zusammenarbeit mit Ihrem Hausarzt durch. Da die dauerhafte Entzündung auch das Darmkrebsrisiko erhöht, sind regelmäßige Kontrollen wichtig. Im Einzelfall müssen Teile des Darms chirurgisch entfernt werden, um einer Krebserkrankung vorzubeugen.

Kleine Tumore mit geringer Bösartigkeit tragen wir mit Hilfe des Endoskops ab und beobachten sie anschließend durch regelmäßige Kontroll-Endoskopien weiter. Größere Tumore mit höherer Bösartigkeit werden operativ entfernt. Die anschließende Therapie richtet sich nach dem Tumorstadium. Bei einer fortgeschrittenen Tumorerkrankung mit Metastasenbildung schließt sich eine mindestens sechsmonatige Chemotherapie an. Bei Tumoren des Mastdarms (Rektumkarzinom) erfolgt bei einem Teil der Patienten vor der Operation eine Strahlentherapie. Nach der operativen Entfernung des Tumors erhalten die meisten Patienten noch eine Chemotherapie.

Die Diagnostik und Therapie folgender Krankheitsbilder komplettiert unser Behandlungsspektrum:

Divertikel, Ausstülpungen an der Darmschleimhaut, verursachen oftmals erst Beschwerden, wenn sie sich entzünden. Die Entzündung (Divertikulitis) behandeln wir in leichten Fällen mit Antibiotika. Zudem hilft oft eine Umstellung auf ballaststoffreiche Ernährung. Tritt nach der Therapie erneut eine Entzündung auf oder liegt ein schwerer Fall vor, kann eine Operation notwendig sein, um einen Darmdurchbruch, Darmblutungen und Darmverengungen zu verhindern. Bei dem Eingriff entfernen wir den Darmabschnitt mit den entzündeten Ausstülpungen.

Vielen Patienten mit Reizdarmsyndrom hilft eine Umstellung der Ernährung: Sie meiden dann schlecht verträgliche Lebensmittel, insbesondere stark blähende, zum Beispiel Kohl und rohe Zwiebeln. Fenchel- oder Kümmeltee beispielsweise wirken darmberuhigend. Die meisten Menschen vertragen zudem fünf kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt besser als ein üppiges Essen.

Wichtiger Therapiebestandteil in der Behandlung von Hämorrhoiden ist eine ballaststoffreiche Ernährung. An erster Stelle steht dabei, dass Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Salben und Zäpfchen wirken zusätzlich entzündungshemmend und schmerzlindernd. Bei einem fortgeschrittenen Leiden können wir die Hämorrhoiden mit Hilfe einer Spritzentherapie veröden. Der Wirkstoff sorgt für eine Reizung, die Gefäße schrumpfen anschließend und vernarben. Eine weitere Therapieform ist das Abbinden mit kleinen Gummiringen (Ligatur). Das erweiterte Gefäß wird an der Basis umschlungen. Nach einigen Tagen stirbt das Gewebe ab und wird zusammen mit dem Gummiring abgestoßen.