Die Leber – Unser zentrales Stoffwechselorgan

Als Entgiftungszentrale des Körpers entzieht die Leber dem Blut gefährliche Stoffe, produziert Galle für die Verdauung und verwertet verdauliches Eiweiß und Kohlenhydrate. Wegen ihrer vielen Aufgaben ist sie lebenswichtig. Bei Lebererkrankungen stehen Ihnen in unserer Klinik deshalb erfahrenen Gastroenterologen zur Diagnostik und Therapie zur Verfügung.

Leberentzündung (Hepatitis)

Entzündungen der Leber werden meist durch Viren, Gifte, Medikamente oder Autoimmunerkrankungen ausgelöst. Je nach Ursache unterscheidet man verschiedene Hepatitis-Formen. Während die Hepatitis A im Allgemeinen spontan ausheilt und keiner Therapie bedarf, treten bei der Hepatitis B und Hepatitis C bei einigen Patienten chronische Verläufe auf.

Unsere Gastroenterologie verfügt über eine langjährige Erfahrung in der Diagnostik und Therapie bei Leberentzündungen. Patienten mit chronischen Virushepatitis-Formen betreuen wir in unserer Gastroenterologie langfristig und regelmäßig ambulant. Bei Verschlechterung der Leberfunktion binden wir unsere Patienten an das Transplantationszentrum der Medizinischen Hochschule Hannover an.

Wir betreuen in unserer Klinik zudem weitere Erkrankungen der Leber ambulant und ggf. stationär. Hierzu gehören:

  • Autoimmunhepatitis
  • Primär-biliäre Zirrhose
  • Primär-sklerosierende Cholangitis
  • Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit)
  • Morbus Wilson (Kupferspeicherkrankheit)
  • Alpha-1-Antitrypsinmangel 

Leberzirrhose

Bei einer Leberzirrhose wandelt sich das Lebergewebe nach und nach in Narben- und Bindegewebe um. Langjähriger Alkoholmissbrauch und chronische Entzündungen der Leber (Hepatitis B und C, Autoimmunhepatitis) sind Auslöser für die meisten Leberzirrhosen. Auch die nichtalkoholische Fettleber mit der folgenden Hepatitis (Fettleberhepatitis) spielt eine zunehmende Rolle.

Die Leberzirrhose fällt durch eine Gelbsucht mit einer eingeschränkten körperlichen Belastbarkeit und Müdigkeit auf. Weiterhin kann sich im Bauchraum Wasser ansammeln. Im Magen und in der Speiseröhre können sich Krampfadern (Ösophagusvarizen) bilden, die zu Blutungen führen können.

Während der stationären Therapie der Leberzirrhose schwemmen wir die Wasseransammlung im Bauchraum durch die Gabe von Wassertabletten oder intravenöser Medikamente aus. Krampfadern der Speiseröhre unterbinden wir während einer oder mehrerer Spiegelungen. Innerhalb sechsmonatiger Abstände führen wir Ultraschalluntersuchungen durch, um frühzeitig ein Leberzellkarzinom, für das Patienten mit Leberzirrhose ein hohes Risiko haben, zu erfassen und zu therapieren. Patienten mit Leberzirrhose in einem fortgeschrittenen Stadium kann durch eine Lebertransplantation, die an der Medizinischen Hochschule Hannover erfolgt, therapiert werden.