Ihre Narkose in sicheren Händen

Bei operativen Eingriffen kommen modernste Narkosen, wie die total intravenöse sowie Regional- und Lokalanästhesien zum Einsatz. Eine individuelle Anpassung der Narkose gewährleisten wir durch eine permanente Kontrolle der Narkosetiefe. In der Geburtshilfe unterstützen wir auf Wunsch mittels Periduralanästhesien ein schmerzloses Geburtserlebnis.

Die Anästhesie der Helios St. Marienberg Klinik Helmstedt führt, angepasst an die jeweilige Behandlung und Situation, sämtliche gängigen Verfahren der Allgemeinanästhesie (Vollnarkose) und der Regionalanästhesie (Teilnarkose) durch. Gemeinsam mit Ihnen legen wir in einem Vorgespräch fest, welches Verfahren sich für Sie am besten eignet.

Allgemeinanästhesien

Hierbei handelt es sich um eine Vollnarkose, die das Bewusstsein und das Schmerzempfinden im ganzen Körper ausschaltet. Durch eine Kombination verschiedener Medikamente versetzen wir Sie für die Dauer der Operation in einen schlafähnlichen Zustand. Mit Hilfe stark wirkender Schmerzmittel schalten wir Ihr Schmerzempfinden aus.

Zur Einleitung der Vollnarkose spritzen wir Ihnen ein schnell wirkendes Narkosemittel über eine Venenkanüle. Nach dem Einschlafen legen wir über den Mund eine auf dem Kehlkopfeingang dicht sitzende Kehlkopfmaske an, die wir vor dem Aufwachen wieder entfernen. Diese Form der Narkose eignet sich für kurze Operationen bis zu 90 Minuten Dauer bei Eingriffen an der Oberfläche des Körpers und den Extremitäten.

Die Intubationsnarkose ist die häufigste Form der Vollnarkose für Operationen im Bauchraum, an der Lunge und für alle lang dauernden Operationen. Nach der Einleitung durch ein Einschlafmittel geben wir Ihnen ein Muskel entspannendes Medikament. Mittels eines Plastikschlauchs (Tubus), den wir in Ihre Luftröhre legen, können wir Ihnen während des Eingriffs über die Lunge Sauerstoff und Narkosegase zuführen. Bevor Sie aufwachen entfernen wir den Tubus wieder.

Im Allgemeinen wird unter der balancierten Anästhesie die Verwendung von injizierbaren Narkosemitteln zur Narkoseeinleitung mit anschließender Aufrechterhaltung der Narkose unter Einsatz von Narkosegasen als Schlafmittel und Opioiden als Schmerzmittel verstanden. Die balancierte Anästhesie ist ein Standardverfahren und kommt meist bei langen und mittellangen chirurgischen Eingriffen zum Einsatz. Weiterhin wird diese Anästhesieform bei Patienten mit Vorerkrankungen des Herzkreislaufsystems empfohlen.

Regionalanästhesien

Hierbei handelt es sich um eine Teilnarkose, bei der wir lediglich bestimmte Körperbereiche, zum Beispiel der Unterleib, ein Arm oder die Beine, schmerzfrei betäuben. Als Patient sind Sie während des Eingriffes bei Bewusstsein und können zum Beispiel über Kopfhörer Musik hören. Auf Wunsch können wir Ihnen auch ein Beruhigungsmittel geben, mit dem Sie leicht schlafen.

Bei der Spinalanästhesie injizieren wir eine geringe Medikamentenmenge unterhalb des Rückenmarks in den Nervenwasserraum oder um die Nervenstränge herum. Die Wirkung setzt innerhalb weniger Minuten ein. Die Spinalanästhesie eignet sich besonders für Operationen der unteren Körperhälfte wie Beine, Leiste, urologische Operationen, Kaiserschnitte. In Abhängigkeit des eingesetzten Medikaments wirkt die Spinalanästhesie bis zu sechs Stunden und ist somit nicht nur für Eingriffe mit kurzer Operationszeit wirksam, sondern auch für den in den ersten Stunden starken Wundschmerz.

Bei der Periduralanästhesie injizieren wir die Medikamente um den Nervenwasserraum und das Rückenmark herum. Dies geschieht mit Hilfe eines Periduralkatheters. Wir schieben nach einer örtlichen Betäubung im Bereich der Brust- oder Lendenwirbelsäule über eine Hohlnadel einen dünnen Kunststoffschlauch in den sogenannten Periduralraum. Nachdem wir die Hohlnadel wieder entfernt haben, können wir über diesen Periduralkatheter eine örtliche Betäubung und Schmerzmittel in die Nervenfasern geben. Die Wirkung tritt nach zirka 15 bis 20 Minuten ein und hält für etwa drei Stunden an. Bei Bedarf können wir über einen solchen rückenmarknahen Katheter eine effektive Schmerztherapie über mehrere Tage aufrechterhalten. Dieses Verfahren wird zum Beispiel für die schmerzarme Geburt und für die postoperative Schmerztherapie nach großen Bauch- und Lungenoperationen und Gelenkersatzoperationen eingesetzt.

Mit unseren modernen, hoch auflösenden Ultraschallgeräten ist es möglich, Nerven und ihre genaue Lage darzustellen und zu betäuben. Unter Sicht des Ultraschallgerätes die Narkose-Spritze zu setzen schont Gewebe und Gefäße.

Hier wird der Nerv in seiner Leitfähigkeit durch ein örtliches Betäubungsmittel unterbrochen, sodass in seinem Versorgungsgebiet während der Operation eine Betäubung, Bewegungsunfähigkeit und Schmerzfreiheit entsteht. Wir setzen diese Technik vor allem für Operationen an Schulter und Armen sowie an den Beinen und Füßen ein.

Im Gegensatz zur Leitungsanästhesie spritzen wir hier das örtliche Betäubungsmittel in die unmittelbare Nähe eines Nervengeflechts (Plexus) oder Nervenstamms. Ein gängiges Anwendungsgebiet ist beispielsweise das Armnervengeflecht für Eingriffe oder therapeutische Maßnahmen im Bereich der Schulter. Das Betäubungsmittel blockiert die Weiterleitung der Schmerzsignale und lähmt die Muskulatur in der gewünschten Körperregion.

Bei der intravenösen Regionalanästhesie verabreichen wir das örtliche Betäubungsmittel über eine gestaute Vene. Hierfür binden wir mit einer Doppel-Blutdruckmanschette zunächst das zu operierende Körperglied ab. Anschließend injizieren wir das Lokalanästhetikum, welches sich im abgebundenen Bereich ausbreitet und von dort in die sensiblen Nervenenden und Nervenbahnen gelangt. Die Anästhesie setzt etwa 5-10 Minuten später ein und hält bis zu mehreren Stunden an. Nachdem die Operation beendet ist, wird die Manschette wieder entfernt. Die intravenöse Regionalanästhesie setzen wir für bestimmte kleine Eingriffe an Hand und Unterarm, bzw. Fuß und Unterschenkel ein.