Angststörung

Angststörung

Angst entsteht, wenn Menschen mit Situationen konfrontiert werden, von denen sie annehmen, dass sie sie nicht bewältigen können. Das ist normal. Wenn die Ängste und Sorgen jedoch übermäßig sind oder Panikattacken ihr Leben zunehmend beeinträchtigen, so sollten Sie das nicht hinnehmen. Angststörungen sind gut behandelbar.

Entstehung
Dass sich normale Ängste zu Störungen entwickeln, kann mehrere Gründe haben. So können Ängste durch klassische und operante Konditionierung erlernt werden. Das bedeutet, dass ein unbehagliches Gefühl in einer Gefahrensituation sich ausweiten und auf andere Situationen übertragen kann. Wenn sie beispielsweise einmal von einem Hund gebissen wurden, so kann es sein, dass sie danach vielleicht schon beim Bellen von Hunden zurückschrecken. Daneben kann Angst auch durch Beobachtung von Modellen übernommen werden. Denn wenn wichtige Bezugspersonen Ängste haben, dann werden diese häufig ungeprüft übernommen.

Störungen und Symptome
Diagnostisch wird unterschieden zwischen phobischen Störungen, bei denen die Auslöser für die Ängste bekannt sind. Dazu zählen beispielsweise die Agoraphobie, die soziale Angststörung und auch die Prüfungsangst. Stehen dagegen eher Sorgen im Vordergrund, so kann es sich um eine Generalisierte Angststörung handeln. Ansonsten gibt es noch die Panikstörung, bei der aus heiterem Himmel Angstanfälle auftreten.

Da sich Ängste vorwiegend in körperlichen Symptomen zeigen, wird meist zunächst medizinische Hilfe in Anspruch genommen. Können Ärzte jedoch keine somatische Ursache finden, so stellt sich die Frage, was tun? Wir klären gemeinsam mit Ihnen ab, ob Sie unter einer Angststörung leiden. Bei folgenden Symptomen sollten Sie nicht nur an eine somatische Ursache denken: beschleunigter Herzschlag, Kurzatmigkeit, Schwitzen, Schwindel, Unwohlsein, Zittern uvm.

Behandlung
In dem stationären Aufenthalt vermitteln wir Ihnen Wissen über die Entstehung von Angststörungen und erarbeiten mit Ihnen ein "Krankheitsmodell" also eine Idee, warum Sie ausgerechnet jetzt unter den vorliegenden Symptomen leiden und was Sie dagegen tun können. Es gibt Techniken aus dem "Angstmanagement" die gut erlernbar sind, die sie mit therapeutischer Unterstützung erproben können.

Da sich die Angststörungen nicht nur psychisch, sondern auch auf der körperlichen Ebene bemerkbar machen, behandeln wir Körper und Psyche. Unser Therapieprogramm ist vielseitig und wird individuell auf sie zugeschnitten: 
•    Therapeutische Einzelgespräche
•    Gruppentherapie
•    psychoedukative Gruppen (z. B. Angstbewältigungsgruppe, Stabilisierungsgruppe)
•    Medizinische Behandlung (auf Wunsch auch durch Psychopharmaka)
•    Sport und Bewegung
•    Körper-, Kunst- und Musiktherapie
•    Entspannungs- und Achtsamkeitsgruppe

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