Woche der Wiederbelebung: Prüfen. Rufen. Drücken. Jeder kann Leben retten

Woche der Wiederbelebung: Prüfen. Rufen. Drücken. Jeder kann Leben retten

Hamburg

Der nächste Schlag kommt einfach nicht mehr: jährlich erleiden zwischen 45.000 und 60.000 Patienten einen Kreislaufstillstand. Dann kann eine Herzdruckmassage helfen. Im Rahmen der bundesweiten Woche der Wiederbelebung sensibilisiert Dr. Ryszard Wesolowski, Chefarzt für Kardiologie und internistische Intensivmedizin an der Helios Mariahilf Klinik Hamburg und räumt mit Ängsten und Unsicherheiten auf. Ziel ist es, in der Bevölkerung die Bereitschaft der Herzdruckmassage zu stärken und Wissensdefizite abzuschaffen.

Hamburg, 15. September 2020. Eine Person sackt zusammen, liegt regungslos am Boden und ist nicht ansprechbar – plötzlicher Herzstillstand. Viele Menschen haben Scheu, mit Reanimationsmaßnahmen zu beginnen, aus Angst, etwas falsch zu machen. „Man kann nichts falsch machen. Nur wer nichts tut, schadet dem Betroffenen“, sagt Dr. Ryszard Wesolowski, Chefarzt für Kardiologie und internistische Intensivmedizin an der Helios Mariahilf Klinik Hamburg. „Patienten die mit einer Herzdruckmassage reanimiert werden, haben eine dreimal höhere Chance zu überleben“, so Dr. Wesolowski.

Ein plötzlicher Herzstillstand kann jeden treffen, jederzeit und überall. „Daher ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen wissen, was im Ernstfall zu tun ist. Der Erste-Hilfe-Kurs für den Führerschein liegt für viele schließlich schon länger zurück“, sagt der Experte. Das wichtigste vorweg: „Auch wer in Reanimation geschult ist, muss unbedingt den Notruf wählen“, rät er. Das spiegelt sich auch in dem einfachen Merksatz Prüfen – Rufen – Drücken wieder.

Dr. Ryszard Wesolowski erklärt: „Ersthelfer prüfen, ob der oder die Betroffene bewusstlos ist oder noch atmet. Dann rufen sie die 112 an und schildern, was passiert ist. Sofort danach muss mit dem Drücken begonnen werden.“ Der Ersthelfer oder die Ersthelferin drückt dazu etwa in der Mitte des Brustkorbs kräftig auf den Oberkörper der betroffenen Person. Optimal passiert das 100 Mal in der Minute. „Damit man den richtigen Rhythmus findet, kann man im Kopf ein bekanntes Lied mitsingen. Die Bee Gees haben dafür den passenden Titel „Stayin Alive“, es geht aber auch „Atemlos“ von Helene Fischer oder „Highway to hell“ von AC/DC“, erklärt der Chefarzt.

Der Helfer oder die Helferin drückt durchgängig, bis ärztliche Hilfe eintrifft. Die zusätzliche Beatmung kann vornehmen, wer es sich zutraut. Es reicht allerdings aus, wenn diese vom Notarzt oder von der Notärztin vorgenommen wird. Gibt es einen Defibrillator, sollte dieser eingesetzt werden. Die heutigen Geräte zeigen genau an, wie der Einsatz ablaufen muss.

Jede Minute, die bis zum Beginn der Reanimationsmaßnahmen verstreicht, verringert die Überlebenschancen um zehn Prozent. Deshalb ist Ersthilfe nicht als zusätzliche Maßnahme zu sehen, sondern als entscheidend über Leben und Tod. Noch eines ist dem erfahrenen Chefarzt für Kardiologie und internistische Intensivmedizin wichtig zu betonen: „Oft herrscht Angst, dass man als Laie alles nur noch schlimmer macht. Wichtig ist mit der Herzdruckmassage anzufangen.“ Denn: Ist in einer Notsituation jemand vor Ort, der sofort mit einer Herzdruckmassage beginnt, um den Blutkreislauf aufrecht zu erhalten, steigen die Überlebenschancen des Betroffenen um das Zwei- bis Dreifache.

 

 

Helios

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 110.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien. Rund 21 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2019 erzielte das Unternehmen in beiden Ländern einen Gesamtumsatz von 9,2 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 86 Kliniken, 123 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und sieben Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,6 Millionen Patienten behandelt, davon 4,4 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland fast 69.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von rund sechs Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 51 Kliniken, 71 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 15,4 Millionen Patienten behandelt, davon 14,6 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt rund 37.500 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von über drei Milliarden Euro.

Helios Deutschland und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

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Marieke Weller
Pressesprecherin
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E-Mail: marieke.weller@helios-gesundheit.de