Revisionschirurgie/Wechseloperationen

Ein künstliches Gelenk erleichtert Betroffenen das Leben. Doch manchmal versagt der Gelenkersatz seinen Dienst und muss ausgetauscht werden.

Warum müssen Prothesen gewechselt werden?

Die Gründe dafür sind Verschleiß, Lockerung, Infektion oder Luxationen. Ein Verschleiß oder eine Lockerung nach 15 bis 20 Jahren Prothesenstandzeit ist völlig normal. Dies kann einen Austausch des künstlichen Gelenkes erforderlich machen. Dabei muss zwischen einem aseptischen (nicht infektiösen) und septischen (infektiösen) Wechsel unterschieden werden. Als hochspezialisiertes Gelenkzentrum sind Wechseloperationen an Hüft-, Knie- und Schultergelenk einer unserer Schwerpunkte. 

Warum muss eine Prothese gewechselt werden?

Wie erkennt man, dass eine Prothese gewechselt werden muss?

Wie erkennt man, dass eine Prothese gewechselt werden muss?

In der Helios ENDO-Klinik werden deutschlandweit die meisten Wechsel-Operationen von Knie- und Hüftprothesen durchgeführt – mehr als 2000 im Jahr. In der Regel spüren die Patienten den Verschleiß der Prothese durch Schmerzen und Gangunsicherheit. Um Hinweise auf eine Prothesenlockerung möglichst früh zu erkennen, empfehlen wir alle ein bis zwei Jahre eine Kontrolluntersuchung mit Röntgenaufnahmen und Bewegungstests durchzuführen.

Was können Patienten tun, um die Prothese möglichst lange zu erhalten?

Die Entscheidung, ob und wann das Kunstgelenk ersetzt werden soll, muss individuell und abhängig von der körperlichen Aktivität des Patienten getroffen werden, denn eine Wechseloperation ist in den meisten Fällen schwieriger als die Erstimplantation, da viel gesunde Knochensubstanz bereits geschädigt ist. Deshalb ist es von noch größerer Bedeutung, von einem erfahrenen Operateur in einer auf Wechseloperationen spezialisierten Klinik behandelt zu werden.

Welche Möglichkeiten gibt es, eine Prothese zu wechseln?

Die anspruchsvolle Wechseloperation eines künstlichen Hüft- oder Kniegelenks dauert auf Grund der Komplexität mehrere Stunden und erfordert von dem Operateur viel Erfahrung auf dem Gebiet. Wie bei den Primärimplantaten kann auch die Revisionsprothese mit oder ohne Knochenzement eingesetzt werden. Der Chirurg entscheidet die Art der Verankerung auf Grund der anatomischen Gegebenheiten, der Knochenqualität, des Alters, usw. In Fällen, die mit erheblichem Verlust der Knochensubstanz einhergehen, kann auch ein Knochenaufbau erforderlich sein.

Welche Möglichkeiten gibt es, eine Prothese zu wechseln?

Meistens ist eine Vollbelastung auch nach der Wechseloperation möglich, in einigen Fällen ist jedoch eine Teilbelastung der neu eingesetzten Revisionsprothese für einige Wochen erforderlich.

Infektionen im Kunstgelenk

Infektionen

Bei den infizierten Kunstgelenken handelt es sich um eine schlimme Komplikation, die sowohl den Patienten als auch die behandelnden Ärzte vor eine große Herausforderung stellen. Der Infekt bedarf einer aufwändigen Diagnostik, die auch die Gelenkpunktion beinhaltet. Die Therapie der Protheseninfektion ist weitgehend chirurgisch, die infizierte Prothese muss komplett entfernt werden.

Die Expertise der ENDO-Klinik macht es möglich, auch auf diesem Gebiet die modernsten Therapiekonzepte anzubieten. Die infizierten Gelenkprothesen werden durch unser hochspezialisiertes septisches Team behandelt, dem auch ein Experte der Mikrobiologie und Infektiologie angehört genauso wie Hygiene-Fachleute.

Wechseloperation des Kniegelenks

WDR: Quarks | 29.5.2018

Über 150.000 künstliche Kniegelenke werden jährlich in Deutschland eingesetzt. Erfolg ist nicht immer garantiert: Ein Viertel der Patienten hat nach der OP Beschwerden – so auch Wilhelm Krimm. In der ENDO-Klinik konnte ihm geholfen werden.