Herzerkrankungen

Herzerkrankungen

Unser wichtigster Muskel will gut gepflegt werden.

Koronare Herzkrankheit auch genannt Angina Pectoris

Schmerzen oder Engegefühl

Bei Schmerzen oder Engegefühl in der Brust mit einer Ausstrahlung in Hals oder linken Arm kann eine koronare Herzkrankheit (KHK) vorliegen. Diese auch als Angina pectoris bezeichneten Beschwerden weisen auf eine Durchblutungsstörung hin und treten zunächst unter Belastung auf, da hier das Herz mehr Blut für seine Arbeit benötigt.

Brustschmerzen in Ruhe kennzeichnen einen Myokardinfarkt. Halten diese länger als 10 Minuten an, sollte der Notarzt gerufen werden. Bei Frauen mit Infarkt werden die Beschwerden weniger auf das Herz bezogen. Trotzdem kann ein Infarkt zugrunde liegen.

Risikofaktoren
Dazu gehören erhöhter Blutdruck, hohe Blutfettwerte, Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen, nicht kompensierbarer Stress und Diabetes.

Für die Aufrechterhaltung des arteriellen Blutflusses ist ein ausreichender Blutdruck notwendig.

Bluthochdruck
Durch ausgeklügelte Regelkreise passt der Blutdruck sich in seiner Höhe an den aktuellen Bedarf an. Werden aber definierte Bereiche dauerhaft überschritten, liegt ein arterieller Bluthochdruck vor.

Risiko
Ein erhöhter Blutdruck ist ein Risikofaktor für vorzeitige Gefäßalterung (Arteriosklerose) und damit verbundene Gefäßereignisse wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Er kann aber auch durch direkte Gefäßschädigung zu Blutungen führen. Eine Hirnblutung ist eine schwere Komplikation eines arteriellen Hochdruckes.

Behandlung
Aus diesen Gründen ist eine Behandlung des Bluthochdruckes, die neben Lebensstiländerungen in eine medikamentöse Therapie besteht, ganz besonders wichtig.

Die Herzfunktion bestimmt Ihre Leistungsfähigkeit

Schafft es das Herz nicht, ausreichend Blut in die Organe zu transportieren, kommt es zu deren Funktionseinschränkung.

Beschwerden
Luftnot bei Belastung, Schweißausbrüche, Störungen der Verdauung, Erschöpfung und Einlagerung von Flüssigkeit in Beine und Lungen (Ödem) weisen auf eine Herzinsuffizienz hin.
Eine Herzinsuffizienz ist meistens Folge einer vorausgehenden Erkrankung wie Herzinfarkt in der Vorgeschichte, Herzklappenfehler, Entzündungen des Herzmuskels oder Folge von Lungenerkrankungen. Sie können aber auch angeboren sein.

Diagnose und Therapie
Für die Diagnose der Herzinsuffizienz steht die nicht-invasive und invasive Diagnostik zur Verfügung. Neben der symptomatischen medikamentösen Therapie der Herzinsuffizienz, stehen mit der Beseitigung von Durchblutungsstörungen mittels Herzkatheteruntersuchungen auch aktive Schrittmacheraggregate zur Verfügung, die in ausgewählten Fällen eine Verbesserung der Herzleistung erbringen können.

Der Vergleich mit einem Motor trifft das Herz ganz gut. Beiden wird Leistung abverlangt und ein hochkompliziertes elektronisches Steuersystem ist notwendig.

Wie funktioniert das Herz?
Beim Herz gibt es ausgehend vom Sinusrhythmus, dem Taktgeber, eine Reihe von Modulatoren, die dafür sorgen, dass das Herz immer den Bedarf angemessen schlägt und nicht überlastet wird.

Störungen des Rhythmus bleiben nicht unbemerkt. Luftnot, Schwindel, Herzrasen aber auch Bewusstlosigkeit können Herz-Rhythmusstörungen begleiten.

Therapie
Neben der medikamentösen Therapie der Rhythmusstörungen können elektrische Taktgeber wie Schrittmacher bei zu langsamen Rhythmus sowie Katheterverödung (Ablation) und interne Defibrillatoren bei schnellen und mitunter lebensbedrohlichen Rhythmusstörungen zum Einsatz kommen.

Moderne Ernährung, Arbeits- und Lebensstil führen zu einer nicht ausgewogenen Ernährung.

Das Verhältnis Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette, aber auch Zusätze wie der Salzgehalt spielen eine Rolle.

Ein unausgewogenes Verhältnis zwischen Zufuhr an Energie und Verbrauch, stressbeladener oder gar fehlender regelmäßiger Nahrungszufuhr, können die Krankheiten auslösen.

Diabetes mellitus und Fettstoffwechelstörungen
Beides sind Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt.

Verbesserung
Mit einer Veränderung des Ernährungsplanes und ggf. medikamentöser Therapie lassen sich Verbesserungen erreichen.