Traumberuf Hebamme

Traumberuf Hebamme

Gifhorn

Viele junge Frauen träumen davon, Hebamme zu werden. Aber wenige Ausbildungsplätze stehen einer großen Nachfrage gegenüber, sodass Interessierte oftmals nicht den Versuch unternehmen, sich zu bewerben. Sophie Matzner und Maria Klein haben zwei der begehrten Plätze ergattert und berichten von ihrer Ausbildung zum für sie schönsten Job der Welt.

Sophie Matzner hat das Berufsziel Hebamme bereits seit Kindertagen fest ins Auge gefasst: „Seit ich denken kann, habe ich gesagt, dass ich mal die Kinder auf die Welt holen möchte“, erzählt die junge Frau. Als sie zu Ausbildungsbeginn ihre erste Geburt miterlebt, ist sie diesem Ziel bereits ein ganzes Stück näher gekommen. „Das Erlebte hat mich darin bestätigt, dass Hebamme genau der Beruf ist, auf den ich Lust habe und mein Leben lang machen möchte.“ Auch Maria Klein kann sich nichts Schöneres vorstellen, als den Beruf der Hebamme zu ergreifen. Die 34-Jährige hat sich erst nach der Geburt ihrer eigenen Kinder zur Aufnahme der Ausbildung und Aufgabe ihres ursprünglichen Berufswunsches entschlossen. „Mit dieser Entscheidung bin ich nun mehr als glücklich“, lächelt sie.

Inzwischen befinden sich die Schülerinnen inmitten ihres zweiten Ausbildungsjahres. Mit ihrem Fachabitur hatte sich Sophie in mehreren Kliniken beworben. „Aufgrund der großen Nachfrage für ein vergleichsweise geringes Ausbildungsplatzangebot ist es sinnvoll, sich immer an mehreren Hebammenschulen oder Kliniken zu bewerben.“ Das Gifhorner Klinikum sei ihr heimlicher Favorit gewesen, weil sie in Gifhorn fest verwurzelt ist. Unter anderem auch, weil sie dort selbst vor 21 Jahren das Licht der Welt erblickte. „Die Hebamme, die mich damals auf die Welt geholt hat, ist heute meine Kollegin.“ Auch Maria Klein hat sich mit ihrem Abitur an mehreren Kliniken beworben und sich letztlich für die Ausbildung in Gifhorn entschieden. „Eine gute Wahl“, wie sie sagt. „Denn die Geburtshilfe in Gifhorn besticht durch Patientenzugewandtheit und ein kollegiales Miteinander.“

„Wenn wir erzählen, dass wir Hebamme werden, hören wir oft ‚Das wollte ich auch mal machen‘. Wir können nur empfehlen, die Initiative zu ergreifen und es einfach zu versuchen“, empfiehlt Sophie Matzner. Mit zwölf Mitschülerinnen, darunter auch ältere Auszubildende, die bereits selbst Mutter sind, lernen Sophie und Maria den für sie schönsten Job der Welt.

Für beiden Schülerinnen ist es jedes Mal etwas Besonderes, bei dem Wunder der Geburt dabei sein zu dürfen. „Wir sind absolut fasziniert von dem Job. Uns gefällt die Vielfalt, die die Arbeit mit den Frauen und Neugeborenen mit sich bringt. Wir wissen morgens nicht, was auf uns zukommt und erleben jeden Tag etwas Neues“, schwärmen die Hebammenschülerin und berichten von den strahlenden Augen junger Mütter und den Tränen frisch gebackener Väter. Natürlich wissen sie auch um die Schattenseiten. Fehl- oder Totgeburten sind zum Glück selten, aber sie können vorkommen – und damit muss man erst lernen umzugehen.

Mittlerweile übernehmen sie immer mehr Aufgaben einer Geburtshelferin selbst und durften schon selbständig Geburten leiten. Immer dabei: Eine erfahrene Hebamme, die mit Argusaugen jeden ihrer Handgriffe überwacht. Das theoretische Rüstzeug bekommen Maria und Sophie im Helios Bildungszentrum Salzgitter. Praktisch lernen sie die meisten Dinge im Gifhorner Klinikum. In den nächsten Wochen allerdings steht ein externes Praktikum bei einer freiberuflichen Hebamme an.

Ihre berufliche Zukunft sehen die jungen Frauen aber eher in der Klinik. Sophie Matzner: „Als Stipendiatin des Landkreises Gifhorn habe ich mich verpflichtet, die ersten anderthalb Jahre nach meinem Examen im Landkreis Gifhorn zu arbeiten. Das ist aber auch völlig in Ordnung. Wir denken das Krankenhaus bietet die besten Voraussetzungen, um Erfahrung zu sammeln und das eigenständige Arbeiten zu lernen.“

Später können sie sich vorstellen, nebenberuflich Vorbereitungs- oder Rückbildungskurse anzubieten. Vor allem aber möchten sie Geburtshelferin sein. „Die Geburt ist das Herzstück und das Spannendste an diesem Beruf“, sind sich beide einig. Dass immer mehr Hebammen sich gerade von dieser Aufgabe, die das ganz Besondere an ihrem Beruf ausmacht, verabschieden, wissen sie. Hier sehen sie die Gesundheitspolitik in der Pflicht, den Hebammenberuf mit mehr Ausbildungsangeboten, einer besseren Förderung und höheren Vergütung attraktiver zu machen. Grundsätzlich blicken sie optimistisch in die Zukunft: „Kinder werden immer geboren. Und Frauen werden immer Hilfe dabei brauchen. Diese verantwortungsvolle Tätigkeit sollte deshalb eine entsprechende Anerkennung erfahren. Teilweise passiert das ja schon.“ Ob das geplante Hebammenstudium ab 2020 ein erster Schritt in die richtige Richtung ist, bleibt abzuwarten.

Maria Klein, selbst Mutter zweier Kinder, möchte werdenden Familien in erster Linie die positive Betreuung während der Geburt weitergeben, die sie selbst erfahren durfte. Die 21-Jährige Sophie Matzner möchte später auf jeden Fall ebenfalls Kinder haben. „Ich habe große Lust auszuprobieren, was ich den Frauen bisher selbst immer empfehle. Natürlich bin ich auch gespannt, wie die Geburt meiner eigenen Kinder meine Sicht auf die Dinge verändern wird.“

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