Fuß- und Sprunggelenkchirurgie: Der Fuß - das Fundament unserer Mobilität

Fuß- und Sprunggelenkchirurgie: Der Fuß - das Fundament unserer Mobilität

Der Fuß ist ein dreidimensionales Konstruktionswunder, das sich aus 26 Knochen, 30 Muskeln, 33 Gelenken und einer Vielzahl von stabilisierenden Bändern zusammensetzt. Er trägt uns im Stand, beim Gehen und bei vielen anderen Aktivitäten nahezu unbemerkt ein Leben lang. Auf einer Grundfläche von ca. 100cm2 legt der nicht sportliche Mensch ca. 200 Millionen Schritte im Leben zurück. Häufig wird die Leistung unserer Füße unterschätzt. Erst bei auftretenden Beschwerden durch Verletzungen, erworbene oder angeborene Fehlstellung oder Stoffwechselerkrankungen bemerkt man, dass die Mobilität erheblich eingeschränkt ist.

Unsere Fußchirurgie - nach den deutschen Fußgesellschaften DAF und GFFC zertifiziert - berät und behandelt sie bei allen traumatischen und funktionell schmerzhaften Veränderungen des Fußes unter Berücksichtigung des gesamten Fuß-Sprunggelenk-Komplexes individuell mit konservativen und operativen Verfahren. Hierzu können je nach Befund konservative Verfahren wie z. B. Spiraldynamik (Physiotherapie für die Füße) oder Einlagenversorgung sowie operative Behandlungsmöglichkeiten sinnvoll sein. Unser Ziel ist es, durch geeignete, möglichst schonende Verfahren unter Einbeziehung der Technischen Orthopädie mit den möglicherweise notwendigen Hilfsmitteln die regelrechte Funktion des Fußes und damit Ihre Mobilität wiederherzustellen.

Unfallbedingt werden alle Frakturen des oberen und unteren Sprunggelenkes und des gesamten Fußes so schonend wie möglich auch mit innovativen Implantaten versorgt:

  • Außen-/Innenknöchelbrüchen mit/ohne Syndesmosenbeteiligung (Besonderheiten: Rekonstruktion der Syndesmose offen mit Ankernähten, geschlossen mit T ight-Rope-Verstärkung, minimal invasive Außenknöchelversorgung mit Nagelosteosynthese, minimal invasive Rekonstruktion des Außenbandkomplexes mittels Ankernaht unter Sprunggelenkspiegelung)
  • Komplexe obere Sprunggelenksbrüche mit Beteiligung der Schienbeingelenkfläche (Pilon tibiale-Fraktur) mit Rekonstruktion der Gelenkfläche
  • Korrektur von fehlverheilten Sprunggelenks-/Unterschenkelbrüchen mit Fehlstellung des oberen Sprunggelenks und des Rückfußes
  • Sprungbeinbrüche (Talusfraktur)
  • Zerreißung der Gelenkkapsel zwischen Sprung- und Kahnbein (Coxa pedis, Spring-Ligament) mit offener Rekonstruktion der Bandstrukturen mittels Ankernaht
  • Fersenbeinbrüche (Calcaneusfraktur), auch komplexe mit minimal invasiver und offen rekonstruierender Technik
  • Kahnbeinbrüche (Navicularefraktur), Würfelbeinbrüche (Cuboidfraktur), oder komplexe Chopart-Gelenk-Brüche
  • Mittelfußknochenbrüche, auch komplexe Lisfranc-Gelenk-Brüche
  • Zehenbrüche

 

Natürlich führen wir auch bei nichttraumatischen Veränderungen des Fußes und des Sprunggelenkes Korrekturoperationen durch:

  • Verlängerungskorrektur des zu kurz/zu lang verheilten Außenknöchels
  • Komplexe Achskorrekturen bei Fehlstellung der OSG-Achse zur Unterschenkelachse
  • Versteifung des OSG bei fortgeschrittener OSG-Arthrose
  • Offen chirurgische/minimal invasive Fersenbeinumstellung bei X-/OFehlstellung des Fersenbeins mit resultierendem Hohl- oder Senk-Spreiz-Knickfuß
  • Minimal-invasive Umstellung bei kindlich-/jugendlichem Senk-Spreiz-Knickfuß (Arthrorise)
  • Offen chirurgische Umstellung mit Verkürzung/Verlängerung des Fersenbeins zur Korrektur eines Hohl-/Senk-Spreiz-Knickfuß
  • Begleitend jeweils mit Weichteilbalancing (Sehnenkorrekturen, Sehnentransfers)
  • Hallux valgus (Fehlstellung des großen Zehs, auch Ballenzeh genannt)
    • Offen chirurgisch/minimal Invasiv (MIS): an der Basis/am Köpfchen des Mittelfußknochens mit entsprechendem Weichteilbalancing
  • Hallux rigidus (Einschränkung der Großzehen-Beweglichkeit durch Arthrose
    • Offen chirurgisch mit/ohne Gelenkerhalt (Entfernung der knöchernen Anbauten/ Versteifung)
  • Krallen-/Hammer-/Malletzehenkorrektur
  • Metatarsalgie (Schmerzen im Bereich der Mittelfußköpfchen II-IV)
    • Offen chirurgische Korrektur/minimal invasive Korrektur (MIS)
  • Behandlung eines Morton-Neuroms (operativ und konservativ)
  • Kleinzehenballenkorrektur (Digitus quintus varus)
    • Offen chirurgische Korrektur
  • Plantarer Fersensporn (hauptsächlich konservativ, ggf. minimal invasive Korrektur der Plantaraponeurose)
  • Haglund-Fersensporn (im Ansatzgebiet der Achillessehne), Entzündung des Achillessehnen-Schleimbeutels oder Schmerzen im Bereich eines hinteren Sprungbeins bei Anbauten infolge einer arthrotischen Gelenkveränderung oder eines Os trigonum
    • Offen chirurgische Entfernung/minimal invasive, endoskopische Behandlung mit Gelenkspiegelung