Mit Multipler Sklerose den Alltag meistern

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Nervensystems. Für eine ausgiebige Diagnostik und Therapie nehmen wir Sie bei Bedarf auch stationär auf.

Das Gehirn ist eine Art Schaltzentrale, in der Signale über das Rückenmark zum Körper gesendet oder von dort empfangen werden. Übertragen werden sie von verschiedenen Nervenfasern, die wie elektrische Kabel von einem Schutzmantel umgeben sind. Bei Multiple Sklerose entstehen in dieser Schutzschicht Entzündungen, so dass die Signale unvollständig übertragen werden. Betroffen davon können Gehirn, Sehnerv und Rückenmark sein.

MS-Erkrankte bemerken dies, indem sie zum Beispiel vermehrt stolpern oder Schwierigkeiten beim Sehen bekommen, Schluckstörungen haben oder eine Taubheitsgefühl in verschiedenen Körperregionen. Das Ziel unserer Therapiemethoden ist, den Krankheitsverlauf der Patienten positiv zu beeinflussen, damit sie Ihren Alltag so gut wie möglich bewältigen können.

Diagnose
Um die Diagnose einer Multiplen Sklerose zu erheben, nehmen wir zunächst die Vorgeschichte des Patienten auf. Neben einer körperlichen-neurologischen Untersuchung helfen möglicherweise eine Magnetresonanztomographie (MRT) sowie eine Nervenwasserpunktion, die Erkrankung nachzuweisen. Beim Erstellen der Diagnose schließen wir auch andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen aus, beispielsweise Autoimmunerkrankungen und Gefäßentzündungen.

Therapie
Für die Therapie besprechen wir mit dem Patienten verschiedene, vielschichtige medikamentöse und nicht-medikamentöse Verfahren. Welche Form wir mit dem Betroffenen zusammen wählen, hängt davon ab, ob ein akuter Krankheitsschub, der gesamte Krankheitsverlauf oder einzelne Symptome behandelt werden. Neben Medikamenten können eine gezielte Physio- und Ergotherapie die Lebensqualität des Patienten steigern.