Unsere Leistungen

Diagnostik und Therapie in der Kardiologie

Diagnostik und Therapie in der Kardiologie

In der Medizinischen Klinik I bieten wir unseren Patienten eine Vielzahl an diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen. So können wir auf Ihre individuellen Bedürfnisse und ihre Krankheitsgeschichte eingehen und zielgerichtete Therapien an die erfolgte Diagnose einleiten.

Um ein möglichst breites Spektrum an Herz- und Kreislauferkrankungen untersuchen und behandeln zu können, stehen unseren Ärzten modernste Ausstattung und Technik zur Verfügung. Zusätzlich ermöglichen wir unseren Patienten die Behandlung in unseren beiden voll ausgestatteten Herzkatheterlaboren. Auf dieser Seite stellen wir Ihnen die verschiedenen Diagnose- und Therapieverfahren unserer Abteilung vor. Gerne beraten und informieren wir Sie auch tiefergehend in einem persönlichen Gespräch.

Leiden Sie unter Herzrhythmusstörungen, können wir mit verschiedenen Messungen Ihre elektrische Herzaktivität aufzeichnen. Dazu dient in erster Linie das EKG und das Langzeit-EKG sowie, bei sehr seltenen Herzrhythmusstörungen, der sogenannte Ereignisrecorder. Auf diese Weise können wir Rückschlüsse auf Art und Schwere der Störung ziehen und den exakten Entstehungsort der Rhythmusstörungen – im Herzvorhof oder in der Herzkammer gelegen – identifizieren und therapieren.

Ein Langzeit-EKG wird über 24 Stunden durchgeführt. Ein implantierter Ereignisrecorder kann den Herzrhythmus sogar über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren aufzeichnen. Auf diese Weise können wir auch nur sporadisch auftretende Unregelmäßigkeiten in Ihrem Herzrhythmus aufdecken. Ein Langzeit-EKG wenden wir beispielsweise auch an, wenn Sie sich bereits in einer medikamentösen Therapie befinden: Dank der detaillierten Aufzeichnung Ihrer Herzfrequenz können wir die Medikamentengabe nach der Auswertung der Daten gezielt anpassen.

Bei der modernen echokardiographischen Diagnostik gewinnen wir Ultraschall-Bilder Ihres Herzens. Man spricht daher auch von einem Herzultraschall oder einem Herzecho. Dank dieses Verfahrens können wir beispielsweise Defekte der Herzklappen sowie Entzündungen oder Flüssigkeitsansammlungen im Herzen und Herzbeutel diagnostizieren. Darüber hinaus gewinnen wir Erkenntnisse über die Pumpleistung Ihres Herzens mit Bestimmung der linksventrikulären Pumpfunktion.

Kontrast-Echokardiographie

Bei dieser Form des Herzultraschalls verabreichen wir zusätzlich ein Kontrastmittel über einen Zugang in einer Vene am Unterarm. Das Kontrastmittel bewirkt, dass die verschiedenen Bereiche und Strukturen des Herzens im Ultraschallbild noch deutlicher dargestellt und voneinander abgrenzbar werden. Für den Untersucher ergeben sich daraus verbesserte Voraussetzungen, die Herztätigkeit zu überprüfen und etwaige Fehlfunktionen zu erkennen.

Transösophageale Echokardiographie

Diese Untersuchungsmethode (Abkürzung TEE) wird umgangssprachlich auch „Schluck-Echo“ genannt, da der Ultraschallkopf, der sich an einem biegsamen Schlauch befindet, über die Speiseröhre des Patienten bis auf Höhe des Herzens eingeführt wird. Bei einer gewöhnlichen Echokardiographie – bei der das Gerät auf der Brust des Patienten ausgerichtet wird – muss der Ultraschall durch den Brustkorb hindurch wirken und wird dabei etwas gedämpft. Führen wir die Ultraschallsonde aber über die Speiseröhre ein, befindet sie sich direkt hinter dem Herzen und liefert sehr exakte Bilder zur Beurteilung von Herzklappenfehlern und -entzündungen, Erkrankungen der Aorta (große Körperschlagader) und Herzscheidewand-Defekten. Zudem dient diese Untersuchung zum Ausschluss von Blutgerinnseln in Herzvorkammer und Herzkammer.

Das Blutdruckmessen mit einer Manschette ist eine Standarduntersuchung, mit der Patienten in der Regel vertraut sind. Jedoch ist eine Blutdruckmessung immer nur eine Momentaufnahme und gibt keinen Aufschluss über Veränderung und Unregelmäßigkeiten Ihres Blutdrucks. Zu diesem Zweck besteht die Möglichkeit, Ihren Blutdruck mit einem mobilen Blutdruckmessgerät über eine Zeitspanne von bis zu 24 Stunden aufzuzeichnen. Das Messgerät pumpt die Manschette dabei in regelmäßigen Abständen auf und wieder ab. Während der Untersuchung müssen Sie sich nicht im Klinikum aufhalten. Die Messungen geben Aufschluss darüber, wie sich Ihre Blutdruckwerte im Lauf des Tages und der Nacht verändern. Unsere Ärzte können anhand dieser Werte beispielsweise eine medikamentöse Bluthochdrucktherapie festlegen oder auch überprüfen.

Unsere Ärzte führen verschiedenartige Belastungsuntersuchungen durch. Man unterscheidet physikalische Belastungsuntersuchungen, bei denen eine körperliche Aktivität des Patienten erfolgt, und medikamentöse Belastungsuntersuchungen, bei denen wir gezielt ein Medikament verabreichen, um eine mögliche Minderversorgung des Herzens mit Blut aufzudecken. Darüber werden Sie in einem Aufklärungsgespräch umfassend informiert.

Belastungs-EKG (Fahrrad-Ergometrie)

Detaillierte Ergebnisse kann ein Belastungs-EKG, auch Ergometrie genannt, liefern. Auch hier messen wir Ihre Herzaktivität. Die Besonderheit bei der Ergometrie ist, dass Sie sich bei der Untersuchung nicht in Ruhe befinden, sondern zeitgleich eine körperliche Betätigung ausüben, „Radfahren“ auf einem Ergometer. Dabei wird die Leistung langsam kontinuierlich gesteigert und währenddessen die elektrische Aktivität des Herzens (EKG-Monitoring) registriert sowie der Blutdruck gemessen. Anhand der gewonnen Herzaktivitäts-Werte lassen sich bei Herzkrankheiten und Herzrhythmusstörungen noch detailliertere Diagnosen stellen.

Stress-Echokardiographie

Hierbei handelt es sich um eine medikamentöse Belastungsuntersuchung. Es wird über einen Zugang gezielt ein Medikament verabreicht. Durch den medikamentösen Einfluss wird, wie oben beschrieben, die Pumpleistung des Herzens angeregt. Die Belastung wird langsam gesteigert, parallel wird die Tätigkeit des Herzens und der Herzgefäße per Ultraschall durch einen Arzt beobachtet. Durch dieses Vorgehen erhöhen wir die diagnostische Sicherheit.

Wenn eine medikamentöse Therapie oder eine Katheter-Ablation für die Behandlung Ihrer Herzrhythmusstörungen nicht hinreichend oder nicht geeignet sind, kann die Implantation eines Herzschrittmachers, eines Defibrillators oder eines Defibrillator-CRT-Systems angeraten werden. Wir beraten Sie im Vorfeld ausführlich, führen die entsprechenden Operationen durch und übernehmen auch die komplette Nachsorge. Mehr Informationen zur Therapie von Herzrhythmusstörungen und der Behandlung durch Herzschrittmacher bzw. Defibrillatoren finden Sie hier sowie in unseren Patienteninformationen zum Thema Herzschrittmacher.

In unserem Klinikum verfügen wir über zwei voll ausgestattete Herzkatheterlabore. Hier werden Sie von Interventionellen Kardiologen und in der kardiologischen Intensivmedizin geschulten Mitarbeitern betreut. Es besteht eine 24-Stunden-Bereitschaft an 365 Tagen im Jahr zur notfallmäßigen Behandlung von Herzinfarkt-Patienten.

Die Herzkatheteruntersuchung (Koronarangiographie) dient der optimalen Darstellung der Herzkranzgefäße. Die Herzkatheteruntersuchung wird meistens dann durchgeführt, wenn eine bedeutsame Einengung (Stenose) der Kranzgefäße besteht oder vermutet wird. Solche Einengungen können sich oftmals durch ein Engegefühl in der Brust (Angina pectoris) oder Luftnot bemerkbar machen. Weitere Informationen zu den Herzkatheterlaboren finden Sie hier.