Wissenswertes für Patienten

Herzschrittmacher und Defibrillator: Beratung, Implantation und Nachsorge

Herzschrittmacher und Defibrillator: Beratung, Implantation und Nachsorge

Wenn Sie unter Herzrhythmusstörungen oder einer Herzschwäche leiden, können wir Ihnen weiterhelfen. Unser Ärzteteam berät Sie gerne, führt notwendige Voruntersuchungen durch und implantiert den Herzschrittmacher, den Defibrillator beziehungsweise das CRT-System.

Aufgabe eines Herzschrittmachers

Die Versorgung mit einem Herzschrittmacher erfolgt meist dann, wenn Ihr Herz lebensbedrohliche Aussetzer oder einen langsamen Herzschlag aufweist. Manchmal gehen diese Symptome auch mit Ohnmachtsanfällen einher. Spezielle Schrittmachersysteme, sogenannte ICD (Implantierbare Cardioverter-Defibrillatoren), überwachen und therapieren gefährliche Herzrhythmusstörungen, die in den Herzkammern auftreten.

Darüber hinaus setzen wir auch zunehmend spezielle Schrittmacher ein, die über eine zusätzliche Elektrode bestimmte Formen einer chronischen Herzschwäche behandeln können, sogenannte CRT-Systeme.

Implantation eines Herzschrittmachers

Wir implantieren den Schrittmacher in eine Tasche unter der Haut des Brustmuskels. Er wird über ein bis drei Sonden, die durch eine große, unter dem Schlüsselbein gelegene Vene zum Herzen geführt werden, mit dem Herzen verbunden. Der Schrittmacher enthält neben der Elektronik eine Batterie, die nach etwa sechs bis zehn Jahren erschöpft ist - dann wird ein Wechsel des Schrittmacher-Aggregates erforderlich. Die Sonden können wir dabei meist belassen.

Die Herzschrittmacher- und die Defibrillator-Operationen werden in örtlicher Betäubung vorgenommen. Vor Entlassung am Folgetag und nach einer vierwöchigen Einheilungsphase erfolgt die Kontrolle ebenfalls bei uns.

Bestimmte Medikamente gegen die Zuckerkrankheit müssen rechtzeitig vor der Operation abgesetzt werden. Auch hierzu fragen Sie bitte Ihren Hausarzt.

Hinweise und Nachsorge

Wir klären Sie ausführlich darüber auf,  wie Sie sich mit Ihrem neuen Schrittmacher verhalten sollten und was es in Zukunft zu beachten gilt. Nach der Operation erhalten Sie zudem einen Gerätepass und eine Informations-Broschüre, in welcher das weitere Prozedere nochmals erklärt wird. Nach der Schrittmacherimplantation ist es wichtig, den Arm auf der Seite des Herzschrittmachers in den ersten Tagen zu schonen und keinesfalls über 90° zu heben.

Eine Kernspintomographie sollte bei Schrittmacher- und Defibrillator-Trägern nur im absoluten Ausnahmefall und nach vorheriger Rücksprache mit den betreuenden kardiologischen und radiologischen Ärzten durchgeführt werden. Mikrowellen- oder Reizstromanwendungen (bei der physikalischen Therapie) sollten nicht vorgenommen werden.