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Unsere Leistungen

Spiegelungen: Untersuchungen mit dem Endoskop

Die Endoskopie erlaubt den Blick in innere Organe. Flexible, schlauchähnliche Geräte (Endoskope) werden über Körperöffnungen eingeführt. Die im Inneren des Körpers gefundenen Organstrukturen werden per Videotechnik auf Monitoren dargestellt. Da für uns der Patientenkomfort an erster Stelle steht, erhalten Sie auf Wunsch vor Beginn der Untersuchung ein Beruhigungsmittel.

Hohe Expertise und verantwortungsvolle Zusammenarbeit

Pro Jahr führen wir ca. 3.000 Endoskopien, darunter mehr als 1.300 Darmspiegelungen (Koloskopien), mehr als 1.400 Magenspiegelungen (Gastroskopien) und über 100 hauptsächlich interventionelle ERCP-Untersuchungen durch.

Bei entsprechender Fragestellung erfolgen in Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendklinik  endoskopische Untersuchungen bei Kindern. Bei uns ist es Standard, dass die kleinen Patienten während der Untersuchung schlafen und von einem erfahrenen Kinderarzt überwacht werden.

Mit der Magenspiegelung (Gastroskopie) wird der Verdauungstrakt von der Mundhöhle über Rachen, Kehlkopf, Speiseröhre und Magen bis in den Zwölffingerdarm untersucht. Hierbei können Gewebeproben (schmerzfrei) für die mikroskopische Untersuchung entnommen werden. Auch können beispielsweise Blutungen aus Geschwüren oder aus Speiseröhrenkrampfadern behandelt werden. Organengen im Bereich der Speiseröhre, des Magenausganges oder des Zwölffingerdarmes können aufgedehnt, Gewebsneubildungen – sogenannte Polypen – abgetragen werden.

Patienten mit Erkrankungen der Gallenwege oder des Bauchspeicheldrüsenganges werden mit Hilfe der ERCP (Endoskopische Retrograde Cholangio-Pankreatikographie) untersucht. Hierbei wird mit dem Endoskop – ähnlich wie bei der Magenspiegelung – die Mündungsstelle des Gallenganges und des Bauchspeicheldrüsenganges im Zwölffingerdarm aufgesucht. Anschließend werden diese Gänge nach Sondierung mit einem Katheter mittels Röntgenkontrastmittel unter Röntgendurchleuchtung dargestellt.

Diese Untersuchung erfolgt, wenn Anhaltspunkte für eine Gallensekretabflussbehinderung (wie etwa Gallensteine oder Tumore) bestehen. Diese können nach Erweiterung der Mündungsstelle der Gänge mit einem Katheter entfernt beziehungsweise zertrümmert werden. Auch kann der Sekretabfluss durch die Einlage eines Stents – eines Kunststoffröhrchens – wieder ermöglicht werden.

Bei besonderen Fragestellungen wird der Dünndarm untersucht. Dazu stehen zwei verschiedene Verfahren zur Verfügung:
Bei der Kapselendoskopie bekommt der Patient eine kleine Kapsel zu schlucken, die bei der Passage des Dünndarms Fotoaufnahmen an ein Empfangsgerät sendet. Diese Aufnahmen werden dann am Computer analysiert.
Mit einem speziellen hochflexiblen Endoskop (sog. Ballonenteroskop) kann darüber hinaus der Dünndarm direkt inspiziert werden. Hierbei können kleine Gewebeproben für die mikroskopische Untersuchung entnommen werden. Auch können beispielsweise Blutungen behandelt oder Gewebsneubildungen abgetragen werden.

Mit Hilfe der Darmspiegelung (Koloskopie) gelingt es, den gesamten Dickdarm endoskopisch zu untersuchen und auch die letzten Abschnitte des Dünndarmes endoskopisch darzustellen. In gleicher Sitzung können ebenfalls schmerzlos Proben entnommen, Polypen abgetragen und Verengungen (Stenosen) – soweit erforderlich – mit der Ballontechnik aufgedehnt werden.

Bei Patienten, die sich auf normalem Wege nicht mehr ernähren können (beispielsweise nach Schlaganfällen), ist es möglich, mit der sogenannten perkutanen endoskopischen Gastrostomie (PEG) durch die Bauchdecke einen Ernährungskatheter in den Magen zu platzieren.

Die Endo-Sonographie kombiniert die Technik der Endoskopie und der Sonographie (Ultraschall). Dadurch wird es möglich, innere Organstrukturen in hoher Detailauflösung zu untersuchen und ggf. auch Gewebeproben zu entnehmen. Diese Methode erreicht eine Auflösung, die über denen anderer bildgebender Verfahren (beispielsweise der Computer- oder Kernspinntomographie) liegt. Der Klinik stehen hierfür verschiedene Endosonographieschallköpfe zur Verfügung (sog. Linear- und Radialscanner).

Im Einzelnen bieten wir folgende endoskopische Untersuchungen/Therapieverfahren an:

  • Spiegelung der Speiseröhre, des Magens und Duodenums (Gastroskopie)
  • Spiegelung des Dünndarms (Kapselendoskopie, Ballonenteroskopie)
  • Spiegelung des Dickdarmes (Koloskopie)
  • Spiegelung des Enddarmes (Rektoskopie)
  • Endoskopische Darstellung der Gallen- und Pankreasgänge (ERCP) evtl. mit Gallensteinentfernung
  • Endoskopischer Ultraschall des oberen Magen-Darm-Traktes (Endosonographie)
  • Endoskopischer Ultraschall des Enddarmes (Endosonographie)
  • Polypenabtragung aus Magen und Dickdarm
  • Abtragung von Schleimhautwucherungen (Mukosektomie)
  • Endoskopische Blutstillung bei akuten Blutungen
  • Anlage von Ernährungssonden (PEG)
  • Stentimplantation, zum Beispiel der Gallengänge
  • Kapselendoskopie des Dünndarmes