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Schlaganfall und die gravierenden Folgen

Schlaganfall und die gravierenden Folgen

Erlenbach

Ein Schlaganfall ist ein einschneidendes, lebensbedrohliches Ereignis für jeden Betroffenen. Leider haben Schlaganfallpatienten auch heute noch ein hohes Risiko von bleibenden Schäden. Vorbeugung ist daher sehr wichtig.

In Deutschland sind jährlich mehr als eine Viertelmillion Menschen von einem Schlaganfall betroffen – mit weitreichenden Folgen für das weitere Leben. Mit zunehmendem Schweregrad des Schlaganfalls steigt dabei die Lebensgefahr und im Nachgang auch das Risiko von bleibenden Schäden. Rund die Hälfte aller Betroffenen hat nach einem Schlaganfall dauerhaft Einschränkungen und gilt laut Definition als behindert. „Neben der bekannten Halbseitenlähmung sind unter anderem auch Spastiken, Schluckstörungen und Sprachprobleme häufige Folgen eines Schlaganfalls“, weiß Dr. Univ. Algier. Mohamed Lamine Benghebrid, Chefarzt für Neurologie und Geriatrie der Helios Kliniken Miltenberg-Erlenbach. „Neuropsychologisch können eine Beeinträchtigung des Sehens, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen oder Persönlichkeitsveränderungen bleibende Folgen sein. Bei vielen Patientinnen und Patienten sehen wir aber auch Depressionen oder Angststörungen.“

Was passiert bei einem Schlaganfall?
Schlaganfälle entstehen meist durch die Verstopfung von Blutgefäßen im Gehirn. In 20 Prozent der Fälle kommt es dagegen zu Blutungen in das Hirngewebe durch ein geplatztes Blutgefäß. In beiden Fällen werden Bereiche im Gehirn nicht mehr oder nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt. „Entscheidend für eine erfolgreiche Therapie der genannten Ausfälle ist eine schnelle und präzise Diagnose, gefolgt von einer raschen Behandlung, denn statistisch betrachtet, werden durch einen Schlaganfall pro Minute 1,9 Millionen Nervenzellen zerstört“, erläutert Dr. Benghebrid. 

Schlaganfall-Risikofaktoren minimieren
Ein wesentlicher Risikofaktor für einen Schlaganfall ist der Bluthochdruck. Nur die Hälfte aller Menschen, die einen zu hohen Blutdruck haben, wissen überhaupt davon. Von diesen sind wiederum nur die Hälfte in Behandlung und wiederum nur die Hälfte erhalten eine passende Therapie. Das gilt sowohl für die Zahl der Schlaganfälle als auch für die Folgeerkrankungen. Adipositas, also krankhaftes Übergewicht, Diabetes Mellitus sowie Nikotin- und Alkoholkonsum sind weitere Risikofaktoren für einen Schlaganfall. Dabei kann jeder etwas gegen diese Faktoren tun: täglich mindestens 30 Minuten Bewegung, Gewicht reduzieren, eine ausgewogene Ernährung und nicht rauchen.

Dazu Dr. Benghebrid: „Im Hinblick auf unsere immer älter werdende Bevölkerung werden wir in Deutschland zukünftig häufiger Schlaganfallerkrankungen sehen, mit allen Konsequenzen für die Betroffenen und Angehörigen. Ein gesunder Lebensstil mit Beachtung der vaskulären Risikofaktoren ist daher doppelt wichtig und eigentlich auch ganz einfach.“

Am 10. Mai ist der Tag gegen den Schlaganfall. Ins Leben gerufen von der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, soll dieser Tag daran erinnern, dass trotz verbesserter Akuttherapie der Schlaganfall eine der häufigsten Ursachen für eine dauerhafte Behinderung im Erwachsenenalter darstellt.