Gelenk-Tag an der Helios Klinik Erlenbach
Über 60 Besucher bei Aktionstag

Gelenk-Tag an der Helios Klinik Erlenbach

Im menschlichen Körper gibt es mehr als 300 Gelenke – von großen Gelenken wie etwa der Hüfte bis hin zu den kleinen Finger- und Zehengelenken. Sie spielen eine wichtige Rolle, denn sie ermöglichen uns Beweglichkeit und Fortbewegung. Ohne die beweglichen Verbindungen zwischen unseren Knochen wären alltägliche Dinge wie Sitzen oder Gehen unmöglich. Aber besonders unsere Hüft- und Kniegelenke können aufgrund der täglichen Belastung von Verschleißerscheinungen betroffen sein. Im Rahmen des Gelenk-Tags am 11. Juli 2019 informierte das Experten-Team der Orthopädie und Unfallchirurgie an der Helios Klinik Erlenbach über die Entstehung und Behandlung von Arthrose bei Knie und Hüfte.

"Arthrose ist nicht heilbar, egal was man Ihnen erzählt", beginnt Dr. Ralf Imig, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie den Gelenk-Tag. In einem multimedialen Vortrag stellte Dr. Imig den über 60 Gästen das Thema Kniegelenk vor. Als größtes Gelenk im menschlichen Körper ist das Kniegelenk äußerst komplex. Sowohl eine genaue Diagnostik als auch das richtige Endoprothesen-Modell sind entscheidend, um am Ende eine möglichst natürliche Funktionalität des Knies zu erhalten. Besonders spannend fanden die Zuhörer die Tatsache, dass bei X- und O-Beinen eine Korrektur der Beinstellung vorgenommen werden muss. "Nur so kann das künstliche Gelenk auf Dauer einwandfreie funktionieren", erklärt Dr. Imig.

Im Anschluss folgte ein weiterer Vortrag über das Hüftgelenk. Denkt man an Hüftgelenksersatz, stellt man sich oft große Eingriffe mit vielen Risiken vor. Das ist heute nicht mehr so: "Dank moderner Endoprothesen und innovativen Operationsmethoden gehört die Hüft-OP mittlerweile zu den Routineeingriffen mit hohen Erfolgsaussichten", erklärt Dr. Andreas Wöber, leitender Oberarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie. Minimal-invasive Operationsmethoden, bei denen Haut und Weichteilen geschont werden, ermöglichen heutzutage eine schnelle Regeneration.

Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war die Kunstknochen-Demonstration. Hier zeigte Gregor Böhler, der dritte Arzt im Experten-Team, den Gästen, wie und wo genau die Prothesen an Hüfte und Knie eingesetzt werden. Interessierte hatten die Möglichkeit, sich die Endoprothesen aus nächster Nähe anzuschauen und selbst in die Hand zu nehmen. So konnten Bedenken und Berührungsängste abgebaut und noch offene Fragen geklärt werden.