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300km auf dem Weg in den Ruhestand
Ärztlicher Direktor wandert nach 14 Jahren in den Helios Kliniken Miltenberg-Erlenbach in den Ruhestand.

300km auf dem Weg in den Ruhestand

Erlenbach

An Symbolik fehlt es den Plänen von Dr. med. Siegfried Beller wahrlich nicht. Nach über 14 Jahren geht der ärztliche Direktor der Helios Kliniken Miltenberg-Erlenbach und Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie in die wohlverdiente Rente.

An Symbolik fehlt es den Plänen von Dr. med. Siegfried Beller wahrlich nicht. Nach über 14 Jahren geht der ärztliche Direktor der Helios Kliniken Miltenberg-Erlenbach und Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie in die wohlverdiente Rente. Die Art und Weise ist dabei ganz besonders: „Am Tag nach der offiziellen Verabschiedung verlassen meine Frau und ich das schöne Erlenbach und wandern in Richtung unserer österreichischen Heimat nach Bregenz. Es wird im wahrsten Sinne des Wortes ein Weg in ein neues Kapitel“, so Dr. Beller. „Die rund 300km lange Wanderung ist bereits seit längerem geplant und war eine schöne Idee meiner Frau um die Zeit nach dem Beruf gebührend einzuleiten. Wir haben unser Haus verkauft, den Umzug organisiert und freuen uns bald wieder näher bei der Familie und dem ersten Enkelkind zu sein.“

Von Bregenz in die Welt und zurück

Siegfried Beller geht damit den Weg zurück in seine Heimat, in der er aufgewachsen ist und wo er seine ersten Schritte als Arzt gemacht hat. Ursprünglich stammt er aus der Region Vorarlberg in Österreich nahe der liechtensteinischen Grenze, seinen ersten Job als Mediziner fand er aber 1980 in Bregenz in einem kleinen Sanatorium. Bregenz wurde so zu seiner Wahlheimat und er erhielt dort 1987 auch erstmals eine Stelle als Oberarzt. Nach verschiedenen Stationen, unter anderem auch in Houston (USA) und in der Charité in Berlin, wurde Dr. Beller 2008 Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie in Erlenbach. „Österreich ist ein kleines Land, indem nicht so häufig Chefarztstellen frei werden. In Erlenbach stimmte für uns dann das Gesamtpaket. Die Nähe zum Frankfurter Flughafen, als Drehkreuz in die Welt, machte es leicht unsere Kinder auf ihren Auslandsstationen zu besuchen. Außerdem gab es zum damaligen Zeitpunkt noch keine Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie. Ich konnte diese also selbst aufbauen und gestalten, was ein großer Anreiz war. Durch diese chirurgische Spezialisierung konnten wir unser Leistungsspektrum damals erweitern und die Versorgung für die Patienten verbessern“, sagt Dr. Beller.

Die Entwicklung in Erlenbach

Bereits ein Jahr nach Beginn seiner Zeit in Erlenbach wurde Dr. Beller zum Ärztlichen Direktor ernannt. Als solcher erlebte und begleitete er viel Veränderungen und Fortschritte in den Helios Kliniken Miltenberg-Erlenbach. „Wir konnten dank guter Kooperationen und Vernetzungen die medizinische Versorgung in der Region stetig voranbringen. Ich denke da beispielsweise an die „Gesundheitsregion Plus“. Dieses vom Landrat ins Leben geworfene Projekt fördert den Austausch zwischen Kliniken, niedergelassenen Ärzten, Rettungsdiensten und weiteren Akteuren im Gesundheitswesen. In verschiedenen Gremien und Arbeitsgruppen geht man hier gemeinsame Aufgaben und Fragestellungen an. Das klappt sehr gut.“  Klinikgeschäftsführer Gunnar Schramm ergänzt „Während Dr. Bellers Zeit in Erlenbach hat sich viel in unseren Kliniken gewandelt. Die Fokussierung auf die Altersmedizin, die Einrichtung einer 24h Herzkatheterbereitschaft oder die Vergrößerung der Zentralen Notaufnahme sind nur einige der Meilensteine, die er als ärztlicher Direktor begleitet hat.“

Ein gebührender Abschied

Bevor Familie Beller Ihre Reise antreten konnte, wurde Dr. Beller, in Anwesenheit seiner Frau, seinem Wunsch entsprechend im kleinen Kreis der Mitarbeitenden der Helios Kliniken Miltenberg-Erlenbach bei einer Grillfeier im Freien verabschiedet. „Ganz ohne eine standesgemäße Verabschiedung konnten wir ihn natürlich nicht gehen lassen. Es geht heute eine Ära in unseren Kliniken zu Ende und wir möchten dies und die beeindruckende berufliche Laufbahn von Dr. Beller gebührend würdigen. Ich danke ihm für sein Engagement, seine Leidenschaft und seine Expertise, die er stets mit Herzblut zum Wohle unserer Kliniken eingebracht hat. Ich wünsche ihm und seiner Familie für den Ruhestand nur das Beste“, sagt Gunnar Schramm. „Gleichzeitig freuen wir uns, dass wir frühzeitig sehr gute Nachfolger für die Position des ärztlichen Direktors und für den Posten als Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie finden konnten. Beide Personalien werden wir in Kürze bekannt geben.“

Für Dr. Beller bedeutet der Eintritt in den Ruhestand nun aber erstmal weiterhin die Einhaltung von Terminen. Für die 300km lange Wanderung nach Bregenz sind 28 Tage eingeplant. „Anschließend sind wir fest als Babysitter für das Enkelkind eingeplant, da gibt es wenig Spielraum“, lacht Dr. Beller, bevor er sich auf den Weg in ein neues Kapitel macht.