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Verstopfung und Bauchschmerzen: Divertikel können dahinter stecken

Divertikel sind Ausstülpungen der Darmschleimhaut, die sich allmählich durch die Darmauenwand nach außen vergrößern. In den meisten Fällen verursachen Darmdivertikel keine Beschwerden. Nur wenn es zu krankhaften Veränderungen kommt, treten Krankheitszeichen auf. Eine Operation ist nur in wenigen Fällen notwendig!

Divertikulitis

Wann muss ich zum Arzt?

Divertikel werden meistens bei einer Dickdarmspiegelung oder einer Röntgen-Kontrastuntersuchung des Dickdarmes zur Vorsorge oder wegen anderer Erkrankungen zufällig entdeckt. Krankheitszeichen sind meist linksseitige, stechende oder anhaltende Bauchschmerzen, Darmkrämpfe, meistens Verstopfung aber auch Durchfälle sind möglich, Blutung aus dem Enddarm und auch Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen.

Außerdem können unspezifische Krankheitszeichen wie ein allgemeines Krankheitsgefühl, Fieber sowie Appetitlosigkeit und Übelkeit auftreten. Wenn sie solche Beschwerden haben sollten sie ihren Hausarzt aufsuchen. Bei starken Entzündungszeichen im Blut kann sein, dass ein Krankenhausaufenthalt notwendig ist. Ursächlich sind meist Kotreste, die sich in den Divertikeln sammeln und nicht ausgespült werden. Bakterien greifen dann auf die Darmwand über und befallen größere Flächen des Darmes. Diese Entzündung kann mittels CT diagnostiziert werden. Meist werden die Beschwerden durch Schonkost und ggfs. Antibiotika rasch wieder besser.

 

Wann muss operiert werden?

Wenn sich Entzündungsschübe häufen ist eine Operation sinnvoll. Empfehlenswert ist, den chirurgischen Eingriff im entzündungsfreien Interval durchzuführen. Weitere Komplikationen sind Verengungen des Darms bis hin zum Darmverschluss (Ileus) oder ein Einreißen (Perforation) der Divertikel, was zu einem Darmdurchbruch führen kann. In einem solchen Fall breitet sich die Entzündung auf das Bauchfell aus, es sammelt sich Eiter und in einigen Fällen können sich Verbindungen (Fisteln) zwischen dem Dickdarm und der Blase oder der Scheide bilden. Auch Blutungen der Divertikel können eine Komplikation darstellen und sind der häufigste Grund dafür, dass sich Blut im Stuhl befindet.

 

Wie läuft eine Operation ab?

Wenn der chirurgische Eingriff im entzündungsfreien Intervall, und somit geplant durchgeführt werden kann, sollte vorher eine endoskopische Dickdarmuntersuchung erfolgen, um andere krankhafte Veränderungen am Darm auszuschließen. Für die Operation selbst sind starke abführende Maßnahmen wie für eine Darmspiegelung nicht mehr notwendig. Die stationäre Aufnahme erfolgt in der Regel am Tag vor dem Eingriff. Wir operieren bei Divertikulose immer laparoskopisch. Das bedeutet für den Patienten, dass zwei 1 cm lange Hautschnitte, für das Einführen der Instrumente, und ein ca. 5 cm langer Hautschnitt, über den der erkrankte Darm aus der Bauchhöhle entfernt wird, benötigt werden. Die Patienten erholen sich daher sehr rasch und können meist schon nach einer Woche entlassen werden.

 

 ...und danach?

Nach der Operation erfolgt ein relativ rascher Kostaufbau. Eine körperliche Schonung und Arbeitsunfähigkeit empfehlen wir für 3-4 Wochen. Langfristig empfiehlt sich eine ballaststoffreiche Kost um einer Divertikelbildung an anderen Darmabschnitten zu verhindern.

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Chefarztsekretariat der Allgemein- und Viszeralchirurgie

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Anja Löhr