Zur aktuellen Berichterstattung der „Thüringer Allgemeinen Zeitung“

Zur aktuellen Berichterstattung der „Thüringer Allgemeinen Zeitung“

Erfurt

Am 30. Juli 2019 gab es eine Berichterstattung der „Thüringer Allgemeinen Zeitung“ über einen angeblich „verschollenen Verstorbenen“ in unserem Klinikum. Leider fehlen dem Pressebericht wichtige Informationen, die wir dem Redakteur in unserer schriftlichen Stellungnahme mitgeteilt haben. Es entsteht so der Eindruck, dass niemand über den Tod des Patienten informiert wurde. Lesen Sie hier die komplette Stellungnahmen des Helios Klinikums Erfurt vom 26. Juli 2019:

Den Tod des Patienten bedauern wir sehr. Er ist bis zu seinem Lebensende bestmöglich in unserem Haus versorgt worden.

Unser Mitgefühl gilt insbesondere den Angehörigen des Patienten, die wir selbstverständlich am Todestag unverzüglich informiert haben, verbunden mit der Einladung, auf Station Abschied vom Verstorbenen zu nehmen.

Da uns für den Patienten keine Schweigepflichtentbindung vorliegt, können wir zum Schutz personenbezogener Daten keine nähere Auskunft zu dem beschriebenen Fall geben.

Die von Ihnen übersandten Vorwürfe, die allesamt die Kommunikation nach dem Tod des Patienten betreffen, machen uns zutiefst betroffen. Wir sind dabei, ihnen nachzugehen, und wollen insbesondere herausfinden, ob Versäumnisse unsererseits vorliegen und wo es Ansatzpunkte gibt, um unsere Kommunikation zu verbessern.

Den Vorwurf, wir hätten die Betreuerin nicht informiert, können wir nicht entkräften. Sofern das Versäumnis bei uns liegt, bitten wir in aller Form um Entschuldigung. Dies könnte auch erklären, warum etwa das Seniorenheim nicht zeitnah informiert wurde.

Die falschen Aussagen zum Aufenthalt des Patienten in dem besagten Zeitraum können wir uns nach einer ersten Recherche nicht erklären. Das ist natürlich nicht akzeptabel. Wir werden dem weiter nachgehen und uns mit dem Team besprechen, um zu klären, wie es zu den Aussagen gekommen ist, damit wir Ähnliches künftig vermeiden können. Menschen, die dem Verstorbenen nahestanden und sich durch die Fehlinformationen in ihren Gefühlen verletzt fühlen, bitten wir um Verzeihung.

Parallel nehmen wir noch einmal Kontakt zu den Angehörigen und zur Betreuerin auf. Wir sind überzeugt, dass das persönliche Gespräch in Anbetracht der Schilderungen unbedingt geboten ist.

Ihre allgemeinen Fragen lassen sich wie folgt beantworten:

Wie erfolgt in vergleichbaren Fällen die Kommunikation mit Angehörigen, Betreuern oder Pflegeheim?
Grundsätzlich kommunizieren unsere Ärzte und Pflegenden persönlich mit den nächsten Angehörigen bzw. den gesetzlichen Vorsorgebevollmächtigten/Betreuern unserer Patienten. Dabei berücksichtigen wir die bekannten gesetzlichen Regelungen zum Entlassmanagement, die die Weitergabe von Informationen (ärztlich und pflegerisch) an weiterbetreuende Einrichtungen, Ärzte und gesetzliche Betreuer regelt. Die Information über den Tod eines Patienten an ein Pflegeheim obliegt den Angehörigen bzw. dem gesetzlichen Betreuer.

Wie werden Todesfälle in der Klinik im Informationssystem der Klinik vermerkt oder ausgewiesen?
Wenn ein Patient verstirbt, wird dies sowohl im papierlosen Dokumentationssystem (PDMS) der Station als auch im Klinikinformationssystem (KIS) dokumentiert. Somit kann die Information zu jedem Zeitpunkt nachvollzogen und überprüft werden.

Wie ist die Zusammenarbeit zwischen Helios-Klinik und Pflegeheimen bei der Behandlung von erkrankten Pflegeheimbewohnern normalerweise geregelt?
Hierzu existieren keine allgemeinen Regelungen, da die Patienten jeweils individuell untersucht und behandelt werden. Eine generelle Weitergabe von individuellen Daten oder Befunden ist vor dem Hintergrund des Datenschutzgesetzes nicht statthaft. Kommt es zur Rückverlegung in ein Pflegeheim, wird dieses über den Rückverlegungstermin informiert. Alle medizinischen Informationen erhält der behandelnde Hausarzt.

Das könnte Sie auch interessieren ...

Neun Ärzte von FOCUS als TOP-Mediziner Deutschlands gelistet

Neun Ärzte von FOCUS als TOP-Mediziner Deutschlands gelistet

Die FOCUS-Ärzteliste zeichnet jährlich Top-Mediziner in ganz Deutschland aus, um Patienten bei der Auswahl des richtigen Arztes zu unterstützen. Wichtige Kriterien bei der Erstellung sind Arzt- und Patientenempfehlungen, das angebotene Behandlungsspektrum, zusätzliche Spezialisierungen, klinische Studien und Publikationen.