Tag der gesunden Ernährung

Tag der gesunden Ernährung

Erfurt

Mit regionalen Superfoods in den Frühling starten

Kaum ein Monat vergeht, in dem nicht ein als „Superfood“ gekennzeichneter Alleskönner in den Lebensmittelregalen erscheint. Ob Chia, Matcha oder Aronia – sie alle sollen sich aufgrund ihres Nährstoffgehalts besonders positiv auf die Gesundheit auswirken. „Sie weisen ein Portfolio an Vitaminen, sekundären Pflanzenstoffen, Mineralstoffen, Omega-3-Fettsäuren oder Ballaststoffen auf und entstammen häufig der traditionellen südamerikanischen oder asiatischen Küche“, weiß Expertin Simona Möckel, Trophologin am Helios Klinikum Erfurt. Jedoch ist die Konzentration an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen häufig in der normal konsumierten Menge zu gering, um einen positiven Einfluss zu entfalten. Trotzdem sei es der richtige Ansatz, Lebensmittel mit hohem gesundheitlichem Nutzen auszuwählen, statt auf Nahrungsergänzungsmittel zurückzugreifen. Weg vom schnellen „Convience-Food“, hin zu gutem Essen.

„Chia, Matcha oder Aronia weisen ein Portfolio an Vitaminen, sekundären Pflanzenstoffen, Mineralstoffen, Omega-3-Fettsäuren oder Ballaststoffen auf und entstammen häufig der traditionellen südamerikanischen oder asiatischen Küche.“

Simona Möckel, Trophologin am Helios Klinikum Erfurt

Superfoods vor der Haustür

Wer die Eigenschaften der „Super-Lebensmittel“ für sich nutzen will und dafür nicht auf Samen und Wurzeln aus Südamerika zurückgreifen möchte, hat es leicht. Denn diese Alleskönner liegen häufig bereits im Einkaufskorb: Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Lachs, Kräuter, Nüsse und Kerne haben diesen Titel ebenso verdient. Ein trendiges Frühstücksmüsli mit Chiasamen, Acai- und Goji-Beeren kann also ebenso gut mit heimischen Superfoods gestaltet werden. Denn diese stehen im Punkto Inhaltsstoffen ihren Kollegen aus Übersee in Nichts nach. Himbeeren, Heidelbeeren, Holunder, aber auch Gemüse wie Rote Beete, Grünkohl, Avocado, Brokkoli oder Kresse sind von Haus aus mit einer Bandbreite an gesundheitsfördernden Eigenschaften ausgestattet. Hier stehen vor allem Antioxidantien im Vordergrund, die sogenannte Freie Radikale im Körper abfangen und so Zellschäden verhindern können. Leinsamen hätten den Titel „Superfood“ ebenso verdient wie die deutlich beliebteren Chiasamen. Wirken sie doch durch ihren hohen Ballaststoffgehalt gleichermaßen verdauungsfördernd, wenn sie zusammen mit ausreichend Flüssigkeit aufgenommen werden. Heidelbeeren und Himbeeren sind ebenso reich an Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffen, wie die Vertreter aus dem Amazonasgebiet, die Acai-Beeren. Aber der entscheidende Vorteil bei Obst und Gemüse aus der Region: Sie sind frisch. Denn je kürzer der Weg von Feld oder Strauch auf unseren Tisch ist, umso mehr der angepriesenen Inhaltsstoffe bleiben erhalten.