Aktuelle Besuchsregelungen

Jede:r Patient:in darf besucht werden. Einschränkungen bei Besuchszeit & Besucheranzahl gibt es nicht.
Ab dem 01.10.2022 gilt eine Testpflicht für alle Besucher:innen, unabhängig vom Impfstatus. Es gilt für alle eine FFP2-Maskenpflicht.

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Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen

Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen

Erfurt

Kinderonkologisches Zentrum im Helios Klinikum Erfurt rezertifiziert

Wenn bei einem Kind eine Krebserkrankung festgestellt wird, bricht für die gesamte Familie eine Welt zusammen. Auf Fassungslosigkeit folgen eine Vielzahl an Fragen und Ungewissheit: Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es und wie stehen die Chancen auf eine Heilung? „In dieser ersten Phase ist es wichtig, dass die Eltern nicht nur medizinisch aufgeklärt werden, sondern auch auf die Hilfe von Psychologen und Sozialarbeitern zurückgreifen können“, sagt Prof. Dr. Axel Sauerbrey, Leiter des Kinderonkologischen Zentrums im Helios Klinikum Erfurt.

Das Zentrum für Kinderonkologie ist Teil des Onkologischen Zentrums im Helios Klinikum Erfurt. Die Arbeit des Zentrums ist jüngst von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) rezertifiziert worden. „In Thüringen sind wir damit das einzige zertifizierte Kinderonkologische Zentrum“, betont Prof. Sauerbrey.

Prof. Dr. med. Axel Sauerbrey ist Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin und Leiter des Kinderonkologischen Zentrums

Jährlich behandeln Prof. Sauerbrey und sein Team etwa 40 neu an Krebs erkrankte Kinder. Meist sind es Leukämien, Lymphdrüsenkrebs und Gehirntumore. Jede einzelne Diagnose erfordert eine ganz individuelle Therapie. „In erster Linie behandeln wir unsere kleinen Patientinnen und Patienten mit einer komplexen Chemotherapie. Je nach Form der Leukämie kommen zusätzlich immunologische Behandlungsmethoden wie z.B. die Antikörpertherapie zum Einsatz“, so der Kinderonkologe.

Das Behandlungsverfahren hat sich im Kinderonkologischen Zentrum bewährt: Nach einer Erstbehandlung liegt die Wahrscheinlichkeit für einen Heilungserfolg bei etwa 90 Prozent. Das sind rund 15 Prozent mehr als noch vor 20 Jahren. Laut Prof. Sauerbrey erfolge die Behandlung aller onkologischen Erkrankungen im Kinderonkologischen Zentrum generell nach Therapieoptimierungsstudien der Gesellschaft für pädiatrische Hämatologie und Onkologie, für die der Fachbereich Kinder- und Jugendmedizin des Helios Klinikums akkreditiert ist.

Voraussetzung für die Zertifizierung ist eine Mindestmenge an behandelten Patientinnen und Patienten. Darüber hinaus benötigt es eine hohe Zahl an anspruchsvollen Operationen bei Kindern- und Jugendlichen, die an Krebs erkrankt sind. Eine optimale Therapie erfordert zudem ein Team aus Kinder- und Jugendmedizinern, Radiologen, Nuklearmedizinern, Onkologen, Strahlentherapeuten, Pathologen sowie ambulanten Fachärzten.

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